Diese Aufsatzsammlung analysiert die Darstellung und Diskussion von Flucht und Migration in der australischen Presse der späten 1930er Jahre. Im Zentrum steht die Frage, wie Presseberichte zur Konstruktion von Fremdheit, Zugehörigkeit und nationaler Identität beitrugen, insbesondere im Kontext globaler Fluchtbewegungen aus dem nationalsozialistischen Europa. Die Blogbeiträge untersuchen anhand diskursanalytischer Methoden, welche Narrative – etwa Bedrohung, Überfremdung, ökonomische Belastung oder Humanität – in führenden australischen Zeitungen reproduziert und verhandelt wurden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der restriktiven „White Australia Policy“ und der grundlegenden Prägung nationaler Identität durch Medienrhetorik. Die unterschiedlichen Beiträge nehmen spezifische Fallbeispiele in den Blick, darunter die Berichterstattung über die Évian-Konferenz, die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge, die Darstellung unbegleiteter Migrant:innen und die spezifischen Narrative zu einzelnen Gruppen oder Ereignissen. Ebenso werden die Wechselwirkungen von Politik, Presse und Öffentlichkeit sowie die Spielräume für solidarische oder ausgrenzende Diskurse beleuchtet. Methodisch basiert das Projekt auf der Auswertung digitalisierter Zeitungsquellen und einer multiperspektivischen Herangehensweise im Rahmen eines universitären Lehrprojekts. Insgesamt verdeutlicht die Beiträge die historische Verwobenheit von medialen Diskursen, migrationspolitischer Praxis und gesellschaftlicher Identitätsbildung, deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart reichen.

Der Begriff “enemy aliens” in australischen Zeitungen am Beispiel von Leserbriefen im Sydney Morning Herald zwischen
1939 und 1943
Pia Grubesic, Maria Luise Winkler
Einleitung
Die Jahre 1939 bis 1942/43 waren eine Zeit tiefgreifender globaler Umbrüche, geprägt durch den Zweiten Weltkrieg und die damit einhergehenden sozialen, politischen und kulturellen Spannungen.[1] In Australien führte der Krieg nicht nur zu einer Mobilisierung der Gesellschaft gegen äußere Feinde, sondern auch zu einer intensiven Diskussion über innere Bedrohungen. Der Begriff “enemy aliens” – eine Bezeichnung für in Australien lebende Feindstaatenangehörige – nahm dabei eine zentrale Rolle in öffentlichen Debatten ein.[2] Er wurde nicht nur in der politischen Rhetorik und Gesetzgebung verwendet, sondern auch in den Leserbriefen der Zeitung „The Sydney Morning Herald“ lebhaft diskutiert.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, zu untersuchen, wie in den Leserbriefen des „Sydney Morning Herald“ zwischen 1939 und 1942/43 der Begriff „enemy aliens“[3] argumentiert wurde. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, welche Argumente für oder gegen die Verwendung des Begriffs vorgebracht wurden und wie sich diese in den historischen Kontext der Zeit einfügen. Es soll analysiert werden, wie die Diskurse um Loyalität, Sicherheit und Fremdsein in einer von Angst und Misstrauen geprägten Gesellschaft geführt wurden und welche sozialen, moralischen und politischen Werte sich in den Leserbriefen widerspiegeln.
Die Untersuchung wird zudem den Begriff „enemy aliens“ in seinen historischen und diskursiven Kontext einordnen. Hierbei wird insbesondere die Medienberichterstattung – im vorliegenden Fall Leserbriefe – genutzt, um die gesellschaftliche Wahrnehmung zu analysieren. Die so genannten „Letter to the editor“[4] (Leserbriefe) des „Sydney Morning Herald“ bieten dabei einen einzigartigen Einblick in die öffentliche Meinungsbildung und die Spannungsfelder, die die australische Gesellschaft in diesen Jahren prägten.
Durch die Analyse dieser Quellen soll ein tieferes Verständnis der Dynamiken von Sprache, Politik und Identität in Kriegszeiten gewonnen werden. Die Diskussion um „enemy aliens“ wird dabei nicht nur als Ausdruck kollektiver Ängste betrachtet, sondern auch als ein Schauplatz, an dem unterschiedliche Sichtweisen auf nationale Sicherheit, persönliche Freiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt aufeinandertrafen.

Wie Studien zeigen, war die Einwanderungspolitik Australiens bereits am Beginn des 20. Jahrhunderts „highly selective, tightly controlled and carefully managed“[5], um “its discriminatory immigration policies and desired cultural homogeneity“[6] zu bewahren. Dabei wurde großer Wert daraufgelegt, dass es sich bei den Immigranten um „the most desirable types of immigrants based on criteria such as occupation, age, gender, family status and ethnicity“[7] handelte, die Australien von Nutzen waren.
Als die Nationalsozialisten in Europa an die Macht kamen und Australien vor einer Flüchtlingswelle jüdischer Fliehender gewarnt wurde, lehnte der australische Premierminister Joseph Lyons die Unterzeichnung der League of Nations Convention Relating to the International Status of Refugees[8] ab – somit war Australien „not bound by any formal commitments to refugee protection“[9]. Jüdische Flüchtlinge wurden außerdem nicht als „desirable“ angesehen, sondern als „undesirable migrants “for the reason that they do not assimilate”“[10].
Der Historiker Klaus Neumann verweist außerdem auf die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen „refugees“ (Flüchtlingen) und „immigrants“ (Immigranten). Er paraphrasiert dabei den Schriftsteller Paul Hatvani, der den Unterschied wie folgt beschreibt: „Immigrants come to the new country ‘in order to be here,’ whereas refugees ‘have come here in order not to be there“.[11]
Australien, das indes mit einem Bevölkerungsrückgang zu kämpfen hatte, stand schließlich vor der Herausforderung der zukünftigen Regelung seiner Einwanderungspolitik.[12]
Den Schutz Australiens und seiner Bürger –vor dem Unbekannten, aber auch vor den vermeintlich „undesirables“[13] – gewährleistete seit 1903 Gesetze des High Court Of Australia, dem höchsten Gericht Australiens.
Die Sicherheitspolitik Australiens
Die innere Sicherheit Australiens, seine militärische Organisation und Verteidigungspolitik sicherte vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges zunächst der Defence Act von 1903. Als Grundlage für die Verteidigung der Föderation Australien fand er besonders in Kriegszeiten Relevanz, als er der Regierung umfassende Befugnisse in Bezug auf etwaige Kriegsführungen und der Mobilisierung der Gesellschaft und Wirtschaft zu dessen Unterstützung einräumte.[14]
Im Zuge des ersten Weltkrieges trat am 29. Oktober 1914 der War Precautions Act in Kraft, „An Act to enable the Governor-General to make Regulations and Orders for the safety of the Commonwealth during the present state of war”.[15] Er galt als Erweiterung des Defence Act von 1903 und sollte nur zu Kriegszeiten gelten – er trat mit dem Ende des ersten Weltkrieges außer Kraft.
Am 9. September 1939 wurde schließlich der National Security Act verabschiedet – „An Act to make provision for the Safety and Defence of the Commonwealth and its Territories during the present state of War”[16]. Dieses Gesetz erweiterte die Befugnisse der australischen Regierung, um schnell und effektiv auf die Herausforderungen des Krieges zu reagieren. Zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit war nun beispielsweise die Überwachung und die Internierung der „enemy aliens“ erlaubt – auch eine mediale Zensur zur Sicherung der öffentlichen Ordnung war gestattet.
[…] the Governor-General may make regulations for securing the public safety and the defence of the Commonwealth and the Territories of the Commonwealth, and in particular […] for prescribing any action to be taken by or with respect to alien enemies, or persons having enemy associations or connexions, with reference to the possession or ownership of their property, the conduct or non-conduct of their trade or business, and their civil rights or obligations[17].

Der National Security Act ging also im Vergleich zum Defence Act weit über die Grenzen der Verteidigung hinaus und bezog sich näher auf das zivile Leben. Dabei schuf er einen rechtlichen Rahmen, der es der Regierung ermöglichte, effizient auf die Kriegsherausforderungen zu reagieren, während er gleichzeitig die Grundlage für Diskussionen über Freiheit, Loyalität und Diskriminierung in Australien legte.[18]
Mit dem Alien Registration Act vom 21. Juni 1939 waren fortan alle Personen, die keine Bürger des Commonwealth waren, zur Registrierung verpflichtet.[19] Ihre Bewegungsfreiheit wurde eingeschränkt und es bestand die Möglichkeit der Internierung. Diskriminierung, soziale Isolation und wirtschaftliche Nachteile gingen damit einher. Der australische Historiker und Holocaust-Forscher Paul R. Bartrop beschreibt, dass bereits im Dezember desselben Jahres „the great majority of refugees had become enemy aliens“[20].
Der Begriff „enemy aliens“ in Australien
Der Begriff “enemy aliens” hat seine Wurzeln im späten 16. Jahrhundert und erfuhr seine Blüte im rechtlichen und politischen Diskurs des 19. und 20. Jahrhunderts – geprägt von Kriegen und internationalen Konflikten.[21] Ursprünglich leitet sich der Ausdruck aus dem britischen Rechtssystem ab, das im Kontext des Common Law Konzepte wie „alien“ (Fremder oder Ausländer) und „enemy aliens“ entwickelte, um zwischen ausländischen Staatsangehörigen zu unterscheiden, die entweder freundlich (friendly aliens) oder feindlich gesinnt waren (enemy aliens). Per Definition handelt es sich bei einem „enemy alien“ um „a person residing in a country at war with the country of which they are a citizen“[22].
Im Ersten Weltkrieg wurde der Begriff „enemy aliens“ weithin verbreitet, um Personen zu bezeichnen, die in Großbritannien oder anderen Alliierten-Ländern lebten, aber aus Ländern wie Deutschland, Österreich-Ungarn oder dem Osmanischen Reich stammten. Solche Personen galten als potenziell illoyal oder als Sicherheitsrisiko. Der Begriff wurde rechtlich und administrativ genutzt, um Maßnahmen wie Überwachung, Diskriminierung, Arbeitsverbote oder Internierungen zu rechtfertigen. Ziel war es, „the enemy within the gates“[23] und somit den „enemy in our midst“[24] zu kontrollieren und Konsequenzen für Fehlverhalten anzudrohen und durchzusetzen. Um diese Kontrolle so effektiv wie möglich zu gestalten, wurden fortan alle „aliens“ unter „surveillance and restriction“[25] gestellt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Begriff „enemy aliens“ erneut prominent. In Australien und anderen Commonwealth-Staaten wie Kanada und Neuseeland bezeichnete er vor allem Menschen deutscher, italienischer und (später auch) japanischer Herkunft, die trotz ihrer oft langjährigen Ansässigkeit als potenzielle Gefahr für die nationale Sicherheit angesehen wurden.
Defining the German residents and immigrants in Australia as enemy aliens meant selecting a group of people who were branded as ‘menacing’, ‘threatening’ and ‘strange’, not unlike hostile invaders from some barbaric land or planet, and it meant projecting upon such supposed enemies the feelings of aggression and frustration over unresolved issues and conflicts that were part of the social reality of the country.[26]
In Australien wurde der Begriff „enemy aliens“ besonders durch den National Security Act, den Aliens Registration Act und andere Notstandsgesetze institutionalisiert. Bereits im National Security Act wurden Begriffe wie „alien enemies“[27] verwendet, um bestimmte Einwanderer propagandistisch zu Beschreiben. Der Begriff wurde demnach in offiziellen Dokumenten, Medienberichten und öffentlichen Diskussionen verwendet, um die Trennung zwischen loyalen australischen Bürgern und „gefährlichen“ Ausländern zu betonen. Besonders im Zusammenhang mit der Internierungspolitik nach dem Beginn des Krieges 1939 wurde er genutzt, um Maßnahmen – beispielsweise in Form eines eingeschränkten Bewegungsradius oder Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt – gegen deutsche oder italienische Einwanderer zu rechtfertigen.[28]
Anzumerken ist, dass der National Security Act im Zuge seiner begrifflichen Definition „all those who had entered Australia as refugees from Nazism as posing the same potential threat as all other Germans present in the country”[29]klassifizierte. Dadurch wurden jüdische Flüchtige aus deutschsprachigen Gebieten beispielsweise mit Nationalsozialisten gleichgesetzt und als solche feindlich angesehen und behandelt. Bartrop beschreibt, dass „This led to many innocent people being exposed to administrative misunderstandings and severe personal hardships“.[30]
Zu spüren bekamen die Geflohenen dies vor allem in Alltagssituationen. Während einige das Glück hatten, auf neutralem Boden Fuß zu fassen, hatten viele mit Misstrauen und Antisemitismus in der Nachbarschaft zu kämpfen.[31]Freundschaften zu schließen und Anschluss zu finden war oftmals schwierig oder gar unmöglich – im Privatleben, im Schulalltag der Kinder und in der Arbeitswelt.[32]
Der Begriff „enemy aliens“ spiegelt eine rechtliche und gesellschaftliche Kategorisierung wider, die in Kriegszeiten verstärkt wurde, um auf die Bedrohung durch innere „Feinde“ zu reagieren. Er war eng mit nationalistischen, sicherheitspolitischen und oft auch rassistischen Diskursen verbunden und diente dazu, staatliche Kontrolle, Überwachung und Maßnahmen wie Internierungen zu legitimieren.[33] Im Kontext des Zweiten Weltkriegs war die Verwendung des Begriffs nicht nur rechtlicher Natur, sondern auch ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Diskurses und der Medienberichterstattung.
Sydney Morning Herald
Der „Sydney Morning Herald“ wurde am 18. April 1831 unter dem Namen „Sydney Herald“ gegründet und ist somit die älteste existierende australische Zeitung. Nachdem er in den ersten neun Jahren wöchentlich veröffentlicht wurde, konnte sich der „Herald“ – wie er in seiner Kurzform genannt wird – als Tageszeitung etablieren und publizierte mehrmals täglich.[34] Durch seine umfassenden Berichterstattungen und seinen Einfluss auf die öffentliche Meinung sicherte sich der „Sydney Morning Herald“ in der australischen Medienlandschaft einen festen Platz und war maßgeblich an der Entwicklung des australischen Journalismus beteiligt. Dabei legte die Zeitung auch Wert auf eine akkurate Berichterstattung des Weltgeschehens und dessen Einfluss auf Australien. Im Zuge dessen berichtete der „Sydney Morning Herald“ auch über die Geschehnisse in Europa während der Zeit des zweiten Weltkrieges – auch die Auswirkungen der Flüchtlingsbewegungen wurden dokumentiert.
Mit der damals weithin üblichen Möglichkeit, Leserbriefe zu verfassen und zu veröffentlichen, bot der „Sydney Morning Herald“ eine Plattform für öffentliche Meinungsäußerungen angesichts des globalen Konfliktes. Diese Leserbriefe ermöglichten es Bürgern, ihre Ansichten zu äußern, Debatten anzuregen und Einfluss auf den öffentlichen Diskurs zu nehmen. Ein zentrales Thema dieser Leserbriefe war unter anderem die Präsenz von so genannten „enemy aliens“. Leser konnten so ihre Meinung zu Internierungen und Maßnahmen kundtun, dafür oder dagegen argumentieren und aktiv an der Debatte teilnehmen.
Im Folgenden soll anhand von Leserbriefen im „Sydney Morning Herald“ die Argumentation über den Begriff „enemy aliens“ analysiert und der Diskurs kontextualisiert werden.
Analyse
Analysiert wurden 53 im Sydney Morning Herald veröffentlichte Leserbriefe aus den Jahren 1939 bis 1943, die sich mit dem Thema “enemy aliens” näher befassten. Davon stammen fünf auf dem Jahr 1939 – die Mehrheit der verfassten Leserbriefe zu diesem Thema sind dabei mit 36 Stück im Jahr 1940 zu finden. Das mag vor allem daran liegen, dass es eine gewisse Zeit dauerte, bis ein Thema in der australischen Nachrichtenerstattung bzw. in der Bevölkerung ankam und man sich traute, dazu Stellung zu nehmen. Dennoch flachte die Diskussion ab 1941 wieder ab, als lediglich zwei relevante Leserbriefe zu finden waren. Im Jahr 1942 haben wir vier und im Jahr 1943 sechs relevante Leserbriefe, die zu unserer Forschungsfrage passen, gefunden.
Diskutiert wurde dabei vor allem zu Beginn über die Verwendung des Begriffs “enemy alien”, sowie über den Umgang mit den geflüchteten Menschen. Bei den Verfasser:innen der Leserbriefe handelte es sich dabei nicht nur um Australier:innen, sondern auch um geflüchtete oder ehemals zugewanderte Menschen, die als “enemy alien” klassifiziert wurden. Dabei war ersichtlich, dass die Leserbriefe in einem guten Englisch verfasst wurden, was darauf schließen lässt, dass es sich dabei um Personen handelte, die entweder selbst gute Englischkenntnisse besaßen oder für sich schreiben ließen.
Diese geflüchteten bzw. ehemals zugewanderten Menschen argumentierten gegen den Begriff und die Klassifizierung als “enemy alien”. So schrieb 1939 ein deutscher Flüchtling: „I must confess that to be called an enemy alien and to be unable, therefore, to do my part of help to Great Britain is to put a heavy burden on my shoulders, and probably all refugees feel the same.“ [35]
Dabei werden vor allem die Restriktionen, die der “National Security Act” mit sich brachte, wie zum Beispiel das regelmäßige Melden bei der Polizei, die Einschränkungen in Bezug auf Reisen und Bewegungsfreiheit, sowie das Verbot eigene Gegenständen wie Kameras, Radios, Autos oder Karten zu besitzen und die Gefahr festgenommen oder sogar interniert zu werden, sowohl von Flüchtlingen (wenn auch vorsichtig und nur bis 1940 zu beobachten) als auch von australischen Mitbürger:innen in Leserbriefen kritisiert.[36] So schreibt ein gewisser George M. Berger 1940:
Sir-I cannot help wondering what Australia offers in future for a number of us refugees who have escaped from Nazi oppression. When we apply for a position or want to travel and whether we want to help or be helped, we are illogically treated as enemy aliens. Cannot Australians [sic!] understand that we who know the curse of Hitlerism most are its greatest opponents. Australia is the last of the Allied nations which keeps up the fiction that the fugitives from Hitlerism must be treated as enemies of Australia. One cannot help asking why it is that some of us are so badly treated in this country? Have we failed somehow, or is it nearer to the truth to say that Australians are lacking in imagination and understanding? Are there any exceptions to the rule that refugees came to this country only with the best intentions, or is it assumed that some of us came under false pretences? In my own case that is certainly not so. [37]
Bei allen Leserbriefen, die von Flüchtlingen geschrieben wurden, ist zu beobachten, dass vor allem für Mitgefühl und Verständnis der australischen Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen plädiert wird.
Sir,-There is much talk about interning “enemy” aliens, including refugees. I am a refugee. We came to Australia as fugitives from Nazi Germany and Austria, hoping to find refuge and peace with British people, famous for their fairness all over the world. The treatment we suffered by the Nazis is well known enough, and I think that everybody should be able to imagine what hatred it must have created in our hearts. We are Hitler’s victims. We have more reason to hate Hitler than any of those people who, without realising those facts, are asking for our internment. We have offered repeatedly to do our share in the struggle against a foe, which is ours just the same as yours. [38]
In den Leserbriefen von Flüchtlingen wird des Weiteren besonders die Dankbarkeit und vor allem die Loyalität gegenüber dem Aufnahmeland Australien sowie die Ablehnung gegenüber den Nationalsozialisten betont, um zu beweisen, dass die Klassifizierung als “enemy alien” nicht gerechtfertigt sei. So schreibt ein österreichischer Flüchtling zum Beispiel:
When entry into Australia was granted to me, I felt very happy indeed, and the landing permit appealed to me like a contract between my new home country and me. The obligations this contract placed on me were kept by me to the letter. I rarely missed an occasion to prove my loyalty to Australia in a practical way, and no questions as to my status were asked, or objections made then. It is my firm belief that the obligations of this contract ought to be kept by both parties. It is only fairness I ask for. [39]

Insgesamt sind von den 53 ausgewählten Leserbriefen sechs wissentlich von Flüchtlingen, erkennbar durch die eigene Klassifizierung als Flüchtling, verfasst worden. Dabei haben sich viele Menschen, darunter auch vor dem Zweiten Weltkrieg zugewanderte Menschen, gegen die Verwendung des Begriffs “enemy alien” und positiv gegenüber den geflüchteten Menschen geäußert. Unter den 53 Leserbriefen lassen sich insgesamt 25 Stück finden, die sich gegen den Begriff “enemy alien” und somit für die Akzeptanz von Flüchtlingen aussprechen.
Darunter sind 13 Leserbriefe eindeutig negativ gegenüber Flüchtlingen eingestellt und argumentieren somit für den Begriff und die Klassifizierung von Flüchtlingen als “enemy alien”. Der restlichen 15 sind unentschlossen und übernehmen Argumente beider Parteien. Generell lässt sich jedoch mehr Fürsprache für die Toleranz und Akzeptanz gegenüber den Flüchtlingen und somit eine Ablehnung gegenüber dem Begriff und der Klassifizierung “enemy alien” finden. Vor allem wird dabei die Ausgrenzung im Berufsleben sowie das Verbot im Krieg zu dienen in Leserbriefen kritisiert.
Das Argument, dass sich Flüchtlinge beweisen sollten bzw. sogar wollen, indem sie zusammen mit australischen Soldaten an die Front geschickt werden sollten bzw. gehen wollen, um sich zu “rächen”, lässt sich sehr häufig finden. So etwa in einem Leserbrief von einer „British by birth“ Person, die allerdings durch Heirat einen “alien” Status bekam:
In the war for peace which is being waged by Britain and the Empire, in which Australia will play her part as gloriously as she did 25 years ago, cannot the alien victims of Hitler’s persecution be given the chance to fight beside Australia’s soldiers, and assist them in the defence of Australia? There are many thousands, including trained soldiers, who are willing and eager to answer Australia’s call to arms and to fight in defence of the country which has given them shelter. They cannot be naturalised until a specified time has elapsed, and because of this they can have no place in Australia’s forces. Are they to be wasted? […]
They are all most willing and eager to do their bit in this war to help their adopted country; the very few exceptions are by now safely interned, and even amongst these are some Austrians who are officially classed as “enemy aliens,” but whose worst crime is that they were driven from Austria by the Nazis. They would be grateful if Australia would accept their services in this time of national need—many are doctors who may be badly needed, both overseas and at home, to relieve doctors in the army medical reserve. Cannot these men, instead of being interned as enemy aliens, be given the chance to prove their right to Australian citizenship? [40]
Dabei wird vor allem auch der Mehrwert der Flüchtlinge, im Sinne von mehr helfenden Händen bei Verteidigung der Fronten und dem Kampf gegen die Nationalsozialisten betont:
Shakespeare put into the mouth of the Jew Shylock, in “The Merchant of Venice,” the words “You take my life, if you do take the means whereby I live ” Is not that exactly what the Government is doing to these unfortunate people? All aliens are rigidly excluded from the fighting services, and from all defence organisations. Have not the victims of Hitler’s tyranny more reason to wish for his overthrow than any Australians? Surely It would be possible to introduce legislation whereby German and Austrian refugees should no longer be classed as “enemy aliens?” […]
If Australia, of her charity, offered a home to a strictly regulated number of refugees, is it not in her own interests that these people, who can be of immense value to her in many ways, should be given no chance to prove themselves loyal citizens of the Commonwealth. [41]
Dieses Argument wird dabei auch von Flüchtlingen selbst übernommen, so schreibt ein Flüchtling 1940:
This very day has come, but we are not permitted to revenge what Hitler has done, nor to take part in the war effort of the county we want to belong to. We are denied the opportunity to pay our respect to Australia for taking us under her protection. I hope you will press the authorities to permit us to go into the battle shoulder to shoulder with Australian, English, and French soldiers, fighting for a cause which is just as much ours as it is yours. [42]
Dennoch warnen ein paar Leserbriefe auch von „The Enemy Within“.[43] Diese Leserbriefe wirken dabei aus heutiger Sicht recht drastisch und emotional aufgeladen. Die Angst vor einem „death-dealing disaster with a shocking murder of women and children at our very doors“ ausgehend nicht nur von dem “enemy”, sondern auch von “enemy aliens” die natürlich „spies“ sein könnten, wird dabei immer wieder betont, sowie vor allem der Patriotismus gegenüber Australien und dem British Commonwealth.[44] Dabei wird die Diskussion auch rhetorisch dramatisiert und politisch aufgeladen, Patriotismus steht dabei an erster Stelle:
I am sure that not many people would subscribe to the idea that any national of Germany, Austria or Italy is one of our best friends. This is not the time to feel sorry for these people; we all realise that most of the refugees from Hitler’s gangsters have been badly and even inhumanly treated; and while in peace time we should deplore their plight and do everything possible to help them on humanitarian grounds yet in war time we must recognise their potential danger to our country and our cause and intern them on the grounds of national security.
[…] ; but it only needs a few more temporary triumphs for Hitler and your harmless friend grows into a lord of creation ready to die for the Fatherland. It does not matter how badly they have been handled; all is forgotten in that inexplicable surge of patriotism. [45]
Des Weiteren wird sich in den Leserbriefen vermehrt für die Internierung aller “enemy aliens” ausgesprochen, denn „If we intern 5,000 enemy aliens and trap only one spy I say we have done a great service to ourselves.“[46]
Dabei wird bei den Leserbriefen, die sich gegen Flüchtlinge aussprechen, weniger die Klassifizierung als “enemy alien” bzw. der Begriff an sich hinterfragt oder behandelt. Es geht ihnen dabei vor allem um die nationale Sicherheit, die allein durch die Anwesenheit von Flüchtlingen bedroht wird, wie in diesem Leserbrief gut sichtbar:
May I beg you to use your sway to ensure our national security in dealing at once and in a straight-out manner with the interning of all enemy aliens. Why the delay? The laws permit such an action-thousands of our people are hourly being killed while our nation fights for its very existence and yet here enemy aliens (including of course the refugees) are free to carry out Hitler’s work of undermining society and laying plans for the destruction of Australia and civilisation. There is only one safeguard. Intern all aliens who belong to countries at war with the Empire.“[47]
Es wird also speziell bei diesen Leserbriefen nicht zwischen “refugees” und “enemy aliens” unterschieden, sondern vielmehr wird ein allgemeines Feindbild von “non British subjects” geschaffen, deren Internierung ein notwendiges Übel zum Wohle der nationalen Sicherheit darstellt:
The difficulty is that most of the aliens in Australia came here as refugees, and while one naturally desires-that they receive consideration, they all must understand that we are at war, and that as a consequence they must and should suffer willingly such inconvenience as may be considered necessary in the interest of public safety. Love of country is the first thing that is instilled into a man from birth; therefore, we should be doubly careful even of the naturalised alien. Country of birth will always come first. Internment should not be regarded as a penalty but as a sacrifice towards victory.[48]
Dabei herrscht bei dem Rest der Leserbrief-Verfasser:innen vor allem Uneinigkeit darüber, was und wer überhaupt ein “enemy alien” ist. Dies liegt vor allem daran, dass unter dem “National Security Act” sowohl ausländische Flüchtlinge als auch bereits emigrierte Einwanderer als potenziell gefährlich eingestuft wurden.
So fragt sich ein gewisser Albert Date „Who is an “enemy alien?” A resident of former Germany as defined by the Versailles Treaty; or of Germany as now defined by Hitler, which includes the former Austria, Czecho-Slovakia, part of Poland, Danzig, Belgium, Holland, and a great part of France?“ [49]
Viele Leserbrief-Verfasser:innen fragten nach einer Definition von “enemy alien”, denn „It would be greatly appreciated (to) a large section of the community if the term “enemy alien” could be given some official clarification.“[50] Schließlich sei der Begriff „enemy” „a somewhat loose term to apply to persons whose one desire is to see the end of Hitler’s power and influence in the world“, laut einer Leserbrief Verfasserin, womit sie das bereits bekannte Argument aufgreift, dass gerade die vertriebenen Flüchtlinge allen Grund haben den Nationalsozialismus abzulehnen.[51]
Dennoch war die Angst vor dem Feind in der eigenen Mitte groß und hatte großen Einfluss auf das Leben der geflüchteten Menschen, was bis 1943 wenn auch eher zweitrangig ein Thema in Leserbriefen darstellte:
Sir,-Misunderstanding concerning the term “enemy alien” is causing much unnecessary ill-feeling against innocent people. ‘ To many minds the term means people who creep about on dark nights waiting to commit sabotage. Nothing could be more stupid. If such people exist they should be behind bars. Actually the alien population, small though it is, can only be one of two things, either a person is an enemy and acts as such or is a friend and acts as such.’ All this fuss about “enemy aliens” therefore is due to poor classification and, incidentally, causes a lot of mental suffering to many people. […] Why do we not decide first whether a person is a friend or an enemy and if a friend then set about making of the friend a good Australian? [52]

Das Ziel und die Phrase “a good Australian” aus den Flüchtlingen machen zu wollen, ist dabei ab 1943 vermehrt in Leserbriefen zu beobachten. Das könnte zum einen daran liegen, dass es ab 1942 den Flüchtlingen gelungen war, sich in der neuen Heimat und der australischen Gesellschaft zu etablieren.[53] Man erkannte plötzlich den Mehrwert von Flüchtlingen an:
There are brilliant men, doctors, lawyers scientists, among these refugees who would be an invaluable asset to Australia after the war, as well as now, but they are not likely to wish to remain as citizens if they are embittered by humiliation and needless restriction. Can we not exercise our sense of justice and revise our harsh treatment of these peoples who came to us for sanctuary and found only persecution. [54]
Allerdings „The fact remains that these men feel badly treated and insulted, and this is not the way to make good Australians of them“, so die Debatte.[55] Dazu kam noch, dass aufgrund der vielen Kriegstoten besonders zum Ende des Krieges eine Angst vor dem Aussterben der Nation vorhanden war, die es umso notwendiger machte aus den bereits vorhandenen Flüchtlingen “good Australians” zu machen;
Far from having been welcome, once they had arrived they were treated by some sections more or less as intruders. Many returned to Britain broken in spirit and pocket, and told of this inhospitable county whose politicians on banqueting occasions had boasted as being “more British than the British.” When we turn to isolationism we invite invasion. We ignore the lessons of history. Australia in the future must “populate or perish.” [56]
Im Oktober 1943 wurde das Gesetz des “National Security Acts” dahingehend geändert, dass man nun zwischen “refugee” und “enemy alien” unterschied. Dies ermöglichte den Flüchtlingen einen Antrag auf Änderung ihres Status von “enemy alien” in “refugee alien”, was der wichtigste Schritt in Richtung Einbürgerung bedeutete. Gesetzliche Restriktionen wurden aufgehoben und die Stellung der Flüchtlinge in der Gesellschaft Australiens verbesserte sich. “Refugee aliens” war es nun erlaubt, nach fünfjährigem Aufenthalt Einbürgerung im Land zu beantragen. Da die meisten Flüchtlinge 1938 bzw. 1939 in Australien ankamen, konnten sie ab 1943/1944 die Einbürgerung beantragen.[57]
Der letzte Leserbrief, der im Zuge dieser Arbeit analysiert wurde, hat gerade heutzutage, bis auf seinen zeitlich bedingten Sprachdiskurs, nicht viel an seiner Bedeutung verloren und bildet somit ein gutes Schlusswort:
Exaggerated national and racial prejudice, the wish to neglect our opportunity to take advantage of the variety of custom experience and knowledge now available to us in our refugee population is a dangerous concept for a very young county.
The fact is that no nation becomes powerful except by the successful assimilation of many ways of living; all European nations, the British included, are a synthesis of many culture exchanges and the product of centuries of racial interchange. [58]
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Verwendung des Begriffs „enemy aliens“ im australischen Diskurs zwischen 1939 und 1943 anhand von Leserbriefen im Sydney Morning Herald. Der Begriff wurde für Menschen verwendet, die während des Zweiten Weltkriegs in Australien lebten, aber aus Staaten stammten, die als feindlich galten. Besonders betroffen waren deutsche, italienische und später auch japanische Einwanderer sowie jüdische Flüchtlinge aus NS-Deutschland. Die Analyse zeigt, dass die Bezeichnung nicht nur eine rechtliche und sicherheitspolitische Kategorisierung darstellte, sondern auch ein zentrales Element gesellschaftlicher Debatten über Loyalität, nationale Sicherheit und Integration war.
Die Analyse von 53 Leserbriefen im Sydney Morning Herald zeigt eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Angemessenheit dieser Maßnahmen. Während einige Australier die strikte Internierung aller „enemy aliens“ forderten, um potenzielle Spione oder Saboteure auszuschalten, gab es auch Stimmen, die für eine differenzierte Betrachtung plädierten. Besonders jüdische Flüchtlinge betonten ihre Loyalität gegenüber Australien und argumentierten, dass sie als Gegner des Nationalsozialismus nicht mit Feinden gleichgesetzt werden dürften. Sie äußerten den Wunsch, aktiv für ihr neues Heimatland zu kämpfen, um sich sowohl zu integrieren als auch zur Verteidigung gegen Hitler-Deutschland beizutragen.
Neben den sicherheitspolitischen Argumenten spielten wirtschaftliche und soziale Aspekte eine Rolle. „Enemy aliens“ waren auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt und litten unter sozialer Ausgrenzung. Gleichzeitig gab es in der australischen Gesellschaft zunehmend Stimmen, die den wirtschaftlichen und intellektuellen Beitrag der Flüchtlinge anerkannten. Besonders ab 1942 wuchs die Einsicht, dass viele dieser Menschen wertvolle Fähigkeiten besaßen, die für den Wiederaufbau und die Entwicklung Australiens nach dem Krieg von Bedeutung sein könnten.
Die öffentliche Meinung veränderte sich im Laufe der Jahre: Anfangs dominierten Angst und Misstrauen, doch später gewannen Forderungen nach einer differenzierteren Betrachtung an Bedeutung. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Gesetzesänderung von 1943 wider, die erstmals eine Unterscheidung zwischen „enemy aliens“ und „refugee aliens“ einführte. Dadurch konnten viele Flüchtlinge ihren Status ändern und langfristig eine Einbürgerung in Australien anstreben.
Die Diskussion um „enemy aliens“ veranschaulicht, wie politische und gesellschaftliche Ängste sprachlich ausgedrückt und verhandelt wurden. Die Leserbriefe zeigen, dass sich die Debatte nicht nur um Sicherheitsfragen drehte, sondern auch um grundlegende Werte wie Gerechtigkeit, Menschlichkeit und nationale Identität. Letztlich verdeutlicht die Arbeit, dass Sprache ein mächtiges Instrument ist, das in Zeiten der Krise sowohl zur Ausgrenzung als auch zur Integration genutzt werden kann.
[1] Paul R. Bartrop, The Holocaust and Australia: Refugees, Rejection, and Memory, Bloomsbury Academic, London, 2022, 161.
[2] Ruth Balint, Zora Simic, Histories of Migrants and Refugees in Australia, In: Australian Historical Studies, Taylor & Francis, Vol. 49. 3, 2018, 378–409, 382.
[3] Paul R. Bartrop, The Holocaust and Australia: Refugees, Rejection, and Memory, Bloomsbury Academic, London, 2022, 147.
[4] The Sydney Morning Herald, 12.2.1940. p. 5, TO THE EDITOR OF THE HERALD, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17648145?browse=ndp%3Abrowse%2Fcategory%2FLetters%2Fplace%2FNew%20South%20Wales%2FS%2Ftitle%2F35%2F1940%2F02%2F12%2Fpage%2F1102125%2Farticle%2F17648145, aufgerufen am 23.4.25.
[5] Katrina Stats, „Characteristically Generous?“ Australian Response to Refugees Prior to 1951, In: The Australian journal of politics and history, Vol.60, 2, Blackwell Publishing Ltd. Hoboken, 2014, 177-193, 180.
[6] Stats, „Characteristically Generous?“, 2014, 181.
[7] Stats, „Characteristically Generous?“, 2014, 179.
[8] Die Convention Relating to the International Status of Refugees war ein 1933 verabschiedetes internationales Abkommen zur Definierung des rechtlichen Status von Flüchtlingen und der Regelung deren Schutzes.
[9] Stats, „Characteristically Generous?“, 2014, 182.
[10] Stats, „Characteristically Generous?“, 2014, 182.
[11] Klaus Neumann, „Thinking the forbidden Concept“: Refugees as Immigrants and Exiles, In: Antipodes, Vol, 19. 1, Wayne State University Press, Detroit, 2005, 6–11, 6.
[12] Stats, „Characteristically Generous?“, 2014, 185.
[13] Philipp Strobl, Austrian-Jewish Refugees in Pre- and Wartime Australia, Ambivalent Experiences of Encounter, Zeitgeschichte,Vol. 48, 2. Vienna University Press, Wien. 2021, 253–271, 254.
[14] AustLII, Defence Act 1903, Commonwealth Consolidated Acts, Link: https://www.austlii.edu.au/cgi-bin/viewdb/au/legis/cth/consol_act/da190356/, Aufgerufen am 10.01.25.
[15] AustLII, War Precautions Act 1914 (NO. 10, 1914), Commonwealth of Australia Numbered Acts, Link: http://www5.austlii.edu.au/au/legis/cth/num_act/wpa1914101914217/, Aufgerufen am 10.01.25.
[16] National Security Act 1939 (NO. 15 of 1939), Commonwealth of Australia Numbered Acts, Link: https://classic.austlii.edu.au/au/legis/cth/num_act/nsa193915o1939257/, Aufgerufen am 10.01.25.
[17] National Security Act 1939 (NO. 15 of 1939), 5. 1. C, Commonwealth of Australia Numbered Acts, Link: https://classic.austlii.edu.au/au/legis/cth/num_act/nsa193915o1939257/, Aufgerufen am 10.01.25.
[18] National Security Act 1939 (NO. 15 of 1939), Commonwealth of Australia Numbered Acts, Link: https://classic.austlii.edu.au/au/legis/cth/num_act/nsa193915o1939257/, Aufgerufen am 10.01.25.
[19] AustLII, Aliens Registration, (NO. 12 of 1939), Link: https://classic.austlii.edu.au/au/legis/cth/num_act/ara1939121939245/ara1939121939245.pdf, Aufgerufen am 10.01.25.
[20] Bartrop, The Holocaust and Australia: Refugees, 2022, 148.
[21]Alien Enemy, Oxford English Dictionary, Link: https://www.oed.com/dictionary/alien-enemy_n?utm_source=chatgpt.com&tl=true, Aufgerufen am 11.01.25
[22] Enemy alien, Dictionary.com, Link: https://www.dictionary.com/browse/enemy-alien, Aufgerufen am 11.01.25.
[23] Gerhard Fischer, Fighting the War at Home: The Campaign against Enemy Aliens in Australia during the First World War, In: Panikos Panayi (Ed.), Minorities in Wartime: National and Racial Groupings in Europe, North America and Australia during the Two World Wars, Bloomsbury Academic, London, 1993, 263–286. 268.
[24] Gerhard Fischer, Enemy Aliens: Internment and the Homefront War in Australia, 1914–1920, Anglica, An International Journal of English Studies, Vol. 30, No. 3, 2021, 107–139, 109.
[25] Kay Saunders, „The stranger in our gates“: Internment policies in the United Kingdom and Australia during the two world wars, 1914-39, In: Immigrants & Minorities, Nr. 22, Taylor & Francis, 2003, 22–43, 27.
[26] Fischer, Fighting the War at Home, 1993, 268.
[27] National Security Act 1939 (NO. 15 of 1939), 5. 1. c, Commonwealth of Australia Numbered Acts.
[28] Bartrop, The Holocaust and Australia, 2022, 110.
[29] Bartrop, The Holocaust and Australia, 2022, 149.
[30] Bartrop, The Holocaust and Australia, 2022, 149.
[31] Strobl, Austrian-Jewish Refugees in Pre- and Wartime Australia, 2021, 253–271, 265.
[32] Strobl, Austrian-Jewish Refugees in Pre- and Wartime Australia, 2021, 266.
[33] Bartrop, The Holocaust and Australia, 2022, 149.
[34] David Rood, Celebrating 185 years of the Herald, The Sydney Morning Herald, Link: https://www.smh.com.au/interactive/2016/185-anniversary/index.html, Aufgerufen am 12.01.25.
[35] The Sydney Morning Herald, 09.11.1939, p. 4, AN ALIEN’S GRATITUDE, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17628899?searchTerm=enemy%20alien, aufgerufen am 20.02.2025.
[36] Philipp Strobl, Collective Refugee Agency and the Negotiation of Migration Laws in Wartime
Australia, 1939–1943, Historical Journal, Cambridge, Wien, 2025, 11.
[37] The Sydney Morning Herald, 07.02.1940, p. 6, LETTERS, APPEAL FOR REFUGEE, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17658697?searchTerm=to%20the%20editor%2C%20enemy%20alien, aufgerufen am 20.02.2025.
[38] The Sydney Morning Herald, 04.06.1940, p. 3, ALIENS AND ENEMIES, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17674507?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20.02.2025.
[39] The Sydney Morning Herald, 09.10.1940, p. 8, ALIENS AND THE RADIO, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17700163?searchTerm=to%20the%20editor%2C%20enemy%20alien, aufgerufen am 20.02.2025.
[40] The Sydney Morning Herald, 08.09.1939, p. 4, LETTERS, REFUGEE PATRIOTS, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17633950?searchTerm=enemy%20alien, aufgerufen am 20.02.2025.
[41] The Sydney Morning Herald, 24.07.1940, p. 6, ALIENS IN AUSTRALIA, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17689870?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20.02.2025.
[42] The Sydney Morning Herald, 03.06.1940, p. 6, ALIENS IN AUSTRALIA, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17685330?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20.02.2025.
[43] The Sydney Morning Herald, 16.05.1940, p. 6, THE ENEMY WITHIN, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17684858?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20.02.2025.
[44] The Sydney Morning Herald, 19.11.1940, p. 4, COASTLINE PATROL, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17715602?searchTerm=to%20the%20editor%2C%20enemy%20alien, aufgerufen am 20.02.2025/ The Sydney Morning Herald, 10.08.1940, p. 10, ALIENS IN AUSTRALIA, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17679871?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20.02.2025.
[45] The Sydney Morning Herald, 01.08.1940, p. 4, R.S.S.I.L.A AND REFUGEES, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17688213?searchTerm=to%20the%20editor%2C%20enemy%20alien, aufgerufen am 20.02.2025.
[46] Ebd.
[47] The Sydney Morning Herald, 30.05.1940, p. 5, ALIENS IN AUSTRALIA, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17694863?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20.02.2025.
[48] The Sydney Morning Herald, 03.08.1940, p. 7, TO THE EDITOR OF THE HERALD, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17682146?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20-02-2025.
[49] The Sydney Morning Herald, 02.07.1940, p. 5, ENEMY ALIENS, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17692155?searchTerm=enemy%20aliens%2C%20letter, aufgerufen am 20.02.2025.
[50] The Sydney Morning Herald, 05.12.1940, p. 3, ENEMY ALIENS, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17703486?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20.02.2025.
[51] The Sydney Morning Herald, 11.10.1940, p. 4, TEACHING ALIENS, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17715504?searchTerm=enemy%20alien%2C%20to%20the%20editor, aufgerufen am 20.02.2025.
[52] The Sydney Morning Herald, 31.08.1943, p. 3, TREATMENT OF ALIENS, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17862451?searchTerm=enemy%20aliens%2C%20letter, aufgerufen am 20.02.2025.
[53] Strobl, Collective Refugee Agency and the Negotiation of Migration Laws in Wartime Australia, 13f.
[54] The Sydney Morning Herald, 03.08.1942, p. 3, AUSTRIAN REFUGEES, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17814608?searchTerm=letters%20to%20the%20editor%2C%20enemy%20aliens, aufgerufen am 20.02.2025.
[55] The Sydney Morning Herald, 16.10.1943, p. 6, TREATMENT OF ALIENS, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17889526?searchTerm=to%20the%20editor%2C%20enemy%20alien, aufgerufen am 20.02.2025.
[56] The Sydney Morning Herald, 27.09.1943, p. 3, MIGRATION AND ALIENS, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17884900?searchTerm=letters%20to%20the%20editor%2C%20enemy%20aliens, aufgerufen am 20.02.2025.
[57]Strobl, Collective Refugee Agency and the Negotiation of Migration Laws in Wartime Australia, 14f.
[58] The Sydney Morning Herald, 30.09.1943, p. 3, ALIEN REFUGEES, Link: https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/17862948?searchTerm=letters%20to%20the%20editor%2C%20enemy%20aliens, aufgerufen am 20.02.2025.
