{"id":184,"date":"2025-08-12T15:14:42","date_gmt":"2025-08-12T15:14:42","guid":{"rendered":"https:\/\/mom.univie.ac.at\/?p=184"},"modified":"2025-08-22T08:53:11","modified_gmt":"2025-08-22T08:53:11","slug":"rezeption-der-australian-jewish-welfare-society-in-the-age-und-the-sydney-morning-herald-zwischen-1938-und-1943","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mom.univie.ac.at\/?p=184","title":{"rendered":"Rezeption der Australian Jewish Welfare Society in The Age und The Sydney Morning Herald zwischen 1938 und 1943 -Maximilian Langbrugger, Jonas Steinmetz"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Aufsatzsammlung analysiert die Darstellung und Diskussion von Flucht und Migration in der australischen Presse der sp\u00e4ten 1930er Jahre. Im Zentrum steht die Frage, wie Presseberichte zur Konstruktion von Fremdheit, Zugeh\u00f6rigkeit und nationaler Identit\u00e4t beitrugen, insbesondere im Kontext globaler Fluchtbewegungen aus dem nationalsozialistischen Europa. Die Blogbeitr\u00e4ge untersuchen anhand diskursanalytischer Methoden, welche Narrative \u2013 etwa Bedrohung, \u00dcberfremdung, \u00f6konomische Belastung oder Humanit\u00e4t \u2013 in f\u00fchrenden australischen Zeitungen reproduziert und verhandelt wurden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der restriktiven \u201eWhite Australia Policy\u201c und der grundlegenden Pr\u00e4gung nationaler Identit\u00e4t durch Medienrhetorik. Die unterschiedlichen Beitr\u00e4ge nehmen spezifische Fallbeispiele in den Blick, darunter die Berichterstattung \u00fcber die \u00c9vian-Konferenz, die Aufnahme j\u00fcdischer Fl\u00fcchtlinge, die Darstellung unbegleiteter Migrant:innen und die spezifischen Narrative zu einzelnen Gruppen oder Ereignissen. Ebenso werden die Wechselwirkungen von Politik, Presse und \u00d6ffentlichkeit sowie die Spielr\u00e4ume f\u00fcr solidarische oder ausgrenzende Diskurse beleuchtet. Methodisch basiert das Projekt auf der Auswertung digitalisierter Zeitungsquellen und einer multiperspektivischen Herangehensweise im Rahmen eines universit\u00e4ren Lehrprojekts. Insgesamt verdeutlicht die Beitr\u00e4ge die historische Verwobenheit von medialen Diskursen, migrationspolitischer Praxis und gesellschaftlicher Identit\u00e4tsbildung, deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart reichen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"248\" height=\"174\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Welfare3-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-200\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">NA. &#8220;HMT Dunera in 1940: 1940.&#8221;\u00a0Accessed 27.04.2025, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?search=hmt+dunera&amp;title=Special:MediaSearch&amp;type=image<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Rezeption der Australian Jewish Welfare Society in The Age und The Sydney Morning Herald zwischen 1938 und 1943<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maximilian Langbrugger, Jonas Steinmetz<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-1 wp-block-paragraph\"><strong>1. Einleitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-2 wp-block-paragraph\">Die Aufnahme j\u00fcdischer Gefl\u00fcchteter aus Europa w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs ist eng mit der Geschichte der&nbsp;<em>Australian Jewish Welfare Society<\/em>&nbsp;(AJWS) verkn\u00fcpft. Seit ihrer Gr\u00fcndung 1937 setzte sie sich nicht ohne Widerstand der australischen Regierung f\u00fcr die Aufnahme von gefl\u00fcchteten J\u00fcdinnen und Juden ein, verlangte allerdings auch eine gewisse Monopolstellung hierbei. Gleicherma\u00dfen verlangte sie den ankommenden Europ\u00e4er:innen auch einiges ab, da die st\u00e4ndige Sorge um den Ruf der j\u00fcdischen Gemeinden in Australien in den Augen der AJWS eine Assimilation der Gefl\u00fcchteten bedingte.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Gerade diese \u00f6ffentliche Wahrnehmung der AJWS ist f\u00fcr uns in dieser Seminararbeit von Interesse.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-3 wp-block-paragraph\">Dieser Beitrag hinterfragt, wie \u00fcber die Arbeit der \u201eAustralian Jewish Welfare Society\u201c zwischen 1938 und 1943 im \u201e<em>Sydney Morning Herald<\/em>\u201c und in \u201e<em>The Age<\/em>\u201c berichtet wurde.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-4 wp-block-paragraph\">Hierbei m\u00f6chten wir einerseits herausfinden, welche Themen die beiden Tageszeitungen in Bezug auf die AJWS \u00fcberhaupt aufgriffen und anderseits, wie die Berichterstattung dar\u00fcber aussah. Dominierten Artikel, die die T\u00e4tigkeit kritisierten, lassen sich lobende Worte erkennen oder wird versucht, einfach nur die Geschehnisse ohne jedwede Erg\u00e4nzung in Form von Kurzmeldungen wiederzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-5 wp-block-paragraph\">Um diese Fragen zu beantworten, werden wir alle Zeitungsartikel der beiden Zeitungen im Zeitraum von 1938 und 1943, die einen erkennbaren Bezug zur AJWS erkennen lassen und auffindbar sind, einer qualitativen Inhaltsanalyse angelehnt an Mayring<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;unterziehen. Wir werden als relevant erscheinende Zeitungsartikel lesen und kodieren. Hierbei kodieren wir offen, um m\u00f6glichst ergebnisoffen zu arbeiten. Im Anschluss werden wir versuchen, die Ergebnisse nach Themengebieten zu gliedern. Diese Themengebiete sollen in nachfolgender Arbeit vorgestellt und mit Sekund\u00e4rliteratur kontextualisiert werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-6 wp-block-paragraph\">Demnach ergibt sich folgender Aufbau der Seminararbeit. Zu Beginn wird skizzenhaft auf die Vorgeschichte der AJWS eingegangen. Der Hauptteil, soll wie bereits erw\u00e4hnt einzelne Themengebiete, die in den Zeitungen thematisiert wurden, umfassen. Hierbei werden wir zuerst auf die AJWS als innenpolitische Akteurin eingehen und uns der Organisation beziehungsweise ihrer Aufgaben widmen. Anschlie\u00dfend m\u00f6chten wir uns den internationalen Bem\u00fchungen der AJWS widmen, um daraufhin kurz auf den Fall der HMT Dunera<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;im Kontext der Welfare Society und der Berichterstattung einzugehen. Im Sinne des Kontextes einiger Zeitungsartikel soll danach skizzenhaft auf die weiteren Entwicklungen der AJWS bis 1945 in Verkn\u00fcpfung mit der Berichterstattung eingegangen werden. Dieses Kapitel soll nach aktuellem Stand vor allem dazu dienen, alle Artikel, die nicht in eine andere Kategorie passten, aber erw\u00e4hnenswert sind in die Arbeit zu inkludieren. Abschlie\u00dfend werden wir ein Res\u00fcmee ziehen und versuchen pr\u00e4gnant die Forschungsfrage zu beantworten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-7 wp-block-paragraph\">Als Quellenmaterial werden Zeitungsartikel der Zeitungen&nbsp;<em>The Age<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>Sydney Morning Herald<\/em>&nbsp;herangezogen. Die relevanten Ausgaben sind allesamt auf Trove, dem australischen Zeitungsarchiv der Australischen Nationalbibliothek abrufbar.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;Der Fokus auf Zeitungen er\u00f6ffnet ein neues Forschungsfeld, da sie zu einem hohen Ma\u00dfe die \u00f6ffentliche Meinung beeinflussen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;Wir haben uns f\u00fcr diese beiden Zeitungen entschieden da diese in den St\u00e4dten Sydney und Melbourne, in denen die meisten J\u00fcdinnen und Juden aus Europa ankamen, erschienen sind.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;Der 1831 gegr\u00fcndete und seit 1840 t\u00e4glich erscheinende&nbsp;<em>The Sydney Morning Herald<\/em><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;wird f\u00fcr den zu untersuchenden Zeitraum als links-liberale Zeitung beschrieben.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;Nicht in Sydney, sondern in Melbourne erscheint seit 1854 beziehungsweise seit 1856 als Tageszeitung&nbsp;<em>The Age<\/em>.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Auch diese Zeitung gilt als liberal, auch wenn dazugesagt werden muss, dass zurzeit unserer Betrachtung die Auflagenst\u00e4rke drastisch zur\u00fcckging und die Zeitung um ihre Identit\u00e4t rang. Da entscheidende Schritte zur Modernisierung ausblieben, verfiel&nbsp;<em>The Age<\/em>&nbsp;zunehmend in konservative Routinen und verlor, gerade im Vergleich zum innovationsfreudigen&nbsp;<em>Morning Herald<\/em>, an Relevanz und Attraktivit\u00e4t.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;Weiters ist anzumerken, dass diese beiden Zeitungen nicht in Konkurrenz, wie zum Beispiel&nbsp;<em>The Argus<\/em>, zueinander standen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Um Platz zu sparen, werden die Zeitungen in nachfolgender Arbeit oftmals abgek\u00fcrzt und als SMH und Age bezeichnet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-8 wp-block-paragraph\"><strong>2.&nbsp;&nbsp;Die Entstehung und Organisation der AJWS<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-9 wp-block-paragraph\"><strong>2.1.&nbsp;&nbsp;Die Anf\u00e4nge<\/strong><br>Obwohl Vertreter:innen j\u00fcdischer Gemeinden bereits 1933 bei der australischen Regierung intervenierten, um die Aufnahme j\u00fcdischer Gefl\u00fcchteter aus Deutschland zu erleichtern, verweigerte Australien jedwede Zugest\u00e4ndnisse.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>Eine gro\u00dfe H\u00fcrde f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten war das \u201eLanding money\u201c. Da nicht zwischen Gefl\u00fcchteten und Einwander:innen unterschieden wurde, mussten alle Ankommenden in den 1930er-Jahren gleicherma\u00dfen \u00fcber ein Verm\u00f6gen von mindestens 500 Pfund verf\u00fcgen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Dies wurde zwar zwischenzeitlich, insbesondere als Folge der nationalsozialistischen antisemitischen Gewalt im Deutschen Reich und der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Australien auf 200 Pfund gesenkt. Im Falle, dass j\u00fcdische Organisationen als B\u00fcrgen auftraten, ben\u00f6tigten die Gefl\u00fcchteten nur ein Verm\u00f6gen von 50 Pfund. Zu diesem Zweck wurde aufgrund staatlicher Bestrebungen von den j\u00fcdischen Communities der&nbsp;<em>German Jewish Relief Fund<\/em>&nbsp;gegr\u00fcndet, um die Aufnahme zu unterst\u00fctzen. Ein Jahr sp\u00e4ter wurde unter dem Vorsitz von Sir Samuel Cohen aus diesem Relief Fund die&nbsp;<em>Australian Jewish Welfare Society<\/em>&nbsp;(AJWS) gegr\u00fcndet.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Hierbei muss jedoch auch erw\u00e4hnt werden, dass ab Beginn des Jahres 1939 die Regierung das Landing Money wieder auf 500 Pfund angehoben hatte.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-10 wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich zum Landing Money ben\u00f6tigten alle \u201enicht britischen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;Einwanderer eine Genehmigung, Australien zu betreten. Diese \u201eLanding Permit\u201c wurde vor allem zur Regulierung der Migration eingesetzt. Auch hier wirkte die Welfare Society unterst\u00fctzend mit. Ihr wurde von der Regierung das Recht einger\u00e4umt, \u00fcber 750 Asylantr\u00e4ge pro Jahr selbstst\u00e4ndig zu entscheiden und die Ausstellung von Landing Permits zu empfehlen. Zus\u00e4tzlich wurde der Organisation ein Mitspracherecht bei weiteren 1500 F\u00e4llen pro Jahr einger\u00e4umt, wodurch der meiste Kontakt zwischen Gefl\u00fcchteten und der australischen Verwaltung \u00fcber die AJWS lief. J\u00fcdische Gefl\u00fcchtete, die sich nicht an die AJWS wenden wollten oder konnten, wurden 850 weitere Pl\u00e4tze pro Jahr zugestanden, \u00fcber die die Regierung allein verf\u00fcgte. Trotzdem muss hierbei darauf verwiesen werden, dass ab 1939 die Regierung der AJWS Vorschl\u00e4ge, deren Freiwilligkeit zu diskutieren ist, welche Personen erw\u00fcnscht waren, \u00fcberbrachte. Hierbei sollten vor allem junge talentierte Handwerk:innen bevorzugt aufgenommen werden. J\u00fcdische Menschen, die in Deutschland und \u00d6sterreich als Angestellte oder Buchhalter gearbeitet hatten, sollte die AJWS auf Anweisung des Innenministeriums nicht zur Aufnahme vorschlagen. Offensichtlich gab es keinen Bedarf an Arbeitskr\u00e4ften in diesem Bereich. Gleicherma\u00dfen schlugen Bem\u00fchungen der Welfare Society fehl, Antr\u00e4ge zu beschleunigen beziehungsweise neu aufzunehmen. Diese Praxis f\u00fchrte jedoch dazu, dass j\u00fcdische Gefl\u00fcchtete, die aufgrund ihrer Berufsausbildung oder ihrem Alter nicht den W\u00fcnschen des Innenministeriums entsprachen, von der AJWS vorgefertigte Ablehnungsschreiben bekamen, da die Anzahl an Pl\u00e4tzen sowieso begrenzt war.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-11 wp-block-paragraph\">Auf die Aufgaben der AJWS vor allem jene, die in der \u00d6ffentlichkeit und insbesondere in den Zeitungen wahrgenommen wurden, wird in folgendem Kapitel eingegangen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-12 wp-block-paragraph\"><strong>2.2.&nbsp;&nbsp;Die Organisation und ihre Aufgaben<\/strong><br>Die AJWS wurde durch unz\u00e4hlige Spenden ab 1938 von einer kleinen Organisation bestehend aus Freiwilligen zu einer landesweit operierenden Einrichtung mit fester Struktur und fixen Angestellten. Hierbei \u00fcbernahm sie viele Funktionen, die vor allem auf die Hilfe mit materiellen G\u00fctern fokussiert war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-13 wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich war die AJWS vor allem auch bestrebt, die Gefl\u00fcchteten so rasch wie m\u00f6glich zu assimilieren und zu \u201eechten Australiern\u201c zu machen. Gleicherma\u00dfen sollten sie m\u00f6glichst wenig auffallen, weswegen eine Ansiedlung am Land gegen\u00fcber dem Stadtleben bevorzugt wurde. Um sich m\u00f6glichst bedenkt zu halten, wurde den Gefl\u00fcchteten durch die Welfare Society geraten in der \u00d6ffentlichkeit gar nicht oder wenn erforderlich sehr leise deutsch zu sprechen, um ebenso m\u00f6glichst nicht aufzufallen und als Emigrant:innen erkannt zu werden.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>&nbsp;Dies l\u00e4sst sich auch in den Zeitungen wiederfinden. Beispielsweise berichtet der SMH in positiver Weise \u00fcber die 1938 ankommende J\u00fcdinnen und Juden aus \u00d6sterreich, indem Passagiere zu Wort kommen, die ihre Mitreisenden loben. Gleicherma\u00dfen kommt in selbem Artikel W. S. Matzdorf, ein Leiter der AJWS zu Wort, der darauf hinweist, wie wichtig das Erlenen der Sprache und die Ansiedlung im l\u00e4ndlichen Gebiet sei.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>&nbsp;Bereits bei der Ankunft wurde den Ank\u00f6mmlingen von der Welfare Society bereits erw\u00e4hntes Informationsmaterial ausgeh\u00e4ndigt, dass ihnen abriet, in der \u00d6ffentlichkeit Deutsch zu sprechen und sie zum Englisch lernen aufforderte. Gleichzeitig wurde ihnen die Verbindung zwischen ihrem Verhalten und der Wahrnehmung der australischen J\u00fcdinnen und Juden durch die restliche Bev\u00f6lkerung vermittelt, wodurch sie aufgefordert wurden, sich zu benehmen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>&nbsp;Zu diesem Zweck wurden auch Versammlungen wie jene in Sydney im Juli 1939 abgehalten. Zweck dieser Versammlung war, den Gefl\u00fcchteten zu zeigen, wie sie sich in Australien kleiden sollten um nicht als Europ\u00e4er:innen, die nach europ\u00e4ischer Mode gekleidet waren, aufzufallen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>&nbsp;Ein anderes Event bestand aus einer Vorlesung \u00fcber die Geografie und die Industrialisierung in Australien.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-14 wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich war die AJWS auch nach der Ankunft in die Belange von Gefl\u00fcchteten involviert. Beispielsweise berichtet der SMH \u00fcber einen Uhrmacher, der auf Bestreben der AJWS einem deutschen Kollegen Arbeit garantierte, wodurch dieser nach Australien einreisen durfte. Als der betreffende Handwerker nicht bei besagtem australischem Uhrmacher die Arbeit antrat, sondern ein eigenes Gesch\u00e4ft er\u00f6ffnete, begann die AJWS eine Untersuchung einzuleiten.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-15 wp-block-paragraph\">Die AJWS k\u00fcmmerte sich unter anderem um den Aufbau von Gemeinschaftsunternehmen und gemeinschaftlich betrieben Bauernh\u00f6fe, um die gefl\u00fcchteten J\u00fcdinnen und Juden in das Stadt- und Landleben Australiens zu integrieren.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>&nbsp;Das Training auf den Bauernh\u00f6fen sollte eine Voraussetzung daf\u00fcr sein, eigene landwirtschaftliche Betriebe zu bewirtschaften.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>&nbsp;Die untenstehende Abbildung zeigt, wie ein solcher Betrieb vermutlich aussah. Einrichtungen dieser Art gab es in Australien bereits seit mindestens einem Jahrzehnt bevor diese Trainingsmethoden auch von der AJWS genutzt wurden. Diese zw\u00f6lfw\u00f6chige Ausbildung richtete sich vor allem an verheiratete Paare. Nach Geschlechtern getrennt, sollten unterschiedliche Arbeiten vom Melken \u00fcber Schlachtung bis hin zur Herstellung von K\u00e4se erlernt werden. Im Anschluss war eine Aufteilung der Paare in die unterschiedlichsten Regionen geplant, um die Bildung von deutschen Siedlungen zu vermeiden.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>&nbsp;Zu diesem Zwecke wurde deren Ansiedlungen kontrolliert. Gegen\u00fcber der SMH gab ein Vertreter der Welfare Society an, die Ansiedlung einer gro\u00dfen Anzahl j\u00fcdischer Gefl\u00fcchteter in Kings Cross, einem Stadtteil von Sydney, zu verhindern. Den Betroffenen wurde geraten, sich Wohnungen in den verschiedenen Au\u00dfenbezirken zu besorgen, um weniger aufzufallen und die Entstehung deutsch gepr\u00e4gter Viertel zu vermeiden.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>&nbsp;Hierbei ist auch ein weiterer Bericht des Morning Heralds hervorzuheben. Ein Journalist der Zeitung hatte die Trainingsfarm der AJWS besucht und mit den Beteiligten gesprochen. Der anschlie\u00dfende Artikel kann als sehr positiv beschrieben werden. Nicht nur der rasche Spracherwerb der Arbeiter:innen wurde gelobt, auch das Bestreben, so rasch wie m\u00f6glich zu \u201eAustralier:innen\u201c zu werden und die Fr\u00f6hlichkeit der Leute wurde hervorgehoben.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"454\" height=\"333\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Welfare1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-187\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Welfare1.jpg 454w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Welfare1-300x220.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 454px) 100vw, 454px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 1: Photographic Collection from Australia, \u201cMilking sheds at Scheyville Training Farm\u201d Dated: c. 01\/01\/1926 Digital ID: 5529_a003_a003000042r Rights: www.records.nsw.gov.au\/about-us\/rights-and-permissions, Accessed on 27.04.2025 https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Milking_sheds_at_Scheyville_Training_Farm_(7463952684).jpg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-16 wp-block-paragraph\">Ein weiteres Anliegen der Welfare Society war die Unterbringung von gefl\u00fcchteten Kindern. Dieses Thema wurde auch von den Zeitungen aufgegriffen. Der SMH thematisiert diese Unterst\u00fctzung, indem er beispielsweise auf die Unterbringung der alleinreisenden Kinder in H\u00e4usern im Besitz der AJWS verweist.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-17 wp-block-paragraph\">Gleicherma\u00dfen verteidigte die Welfare Society j\u00fcdische Gefl\u00fcchtete vor den verbalen Angriffen australischer Politiker und bekam in einigen F\u00e4llen auch Unterst\u00fctzung von Regierungsmitgliedern. In den Zeitungen lassen sich hierbei Berichte lesen, in denen die AJWS beispielsweise einer Anschuldigung eines australischen Politikers widerspricht und auf den hohen Bildungsstandard der ankommenden Gefl\u00fcchteten verweist.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>&nbsp;Au\u00dferdem wird von der Ehrenvorsitzenden der Organisation, Miss Barkmann der hohe Lebensstandard und das daraus resultierende gute Benehmen hervorgehoben, dass die Gefl\u00fcchteten nach Australien mitbringen w\u00fcrden und demnach eine Bereicherung f\u00fcr den Kontinent seien.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>Auch dem Vorwurf der \u201efaulen Migrant:innen\u201c wird immer wieder in den Zeitungen widersprochen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>&nbsp;Gleicherma\u00dfen sah sich die AJWS in der Pflicht \u00f6ffentlich wirksam das Ger\u00fccht, die Gefl\u00fcchteten w\u00e4re alle Schwarzmarkth\u00e4ndler oder anderweitig kriminell zu dekonstruieren.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn33\"><sup>[33]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-18 wp-block-paragraph\">Die AJWS wurde jedoch auch von nationalistischen Politiker:innen nicht komplett als Feindbild gesehen. Immerhin mussten f\u00fcr die T\u00e4tigkeit der AJWS keine \u00f6ffentlichen Gelder aufgebracht werden. Hierbei ist auch ein Artikel einer Parlamentsdebatte unter anderem von Graham Pratten, der nationalistischen Partei im SMH zu erw\u00e4hnen. Pratten spricht sich vor allem f\u00fcr eine Begrenzung der Aufnahme von j\u00fcdischen Gefl\u00fcchteten aus, lobt allerdings die Arbeit der AJWS. Ihre T\u00e4tigkeit sei wichtig f\u00fcr die Versorgung der Neuank\u00f6mmlinge und deren Eingliederung in die Gesellschaft. Aus diesen Gr\u00fcnden sollte die AJWS die Begrenzung der Einwanderung j\u00fcdischer Menschen \u00fcbernehmen. Prattens Beitrag wird jedoch von der Zeitung durch die Einbindung anderer Redebeitr\u00e4ge, die den Politiker wegen seines Fokus auf das Judentum kritisieren, rekontextualisiert.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn34\"><sup>[34]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-19 wp-block-paragraph\">Auch wenn Zeitungen wie etwa der Sydney Morning Herald 1939 relativ positiv \u00fcber die j\u00fcdischen Fl\u00fcchtlinge und die AJWS berichteten, kam es auch in Australien zu antisemitischen Angriffen. Versammlungen wurden durch Flugbl\u00e4tter gest\u00f6rt, die in Form von Hakenkreuzen ausgeschnitten waren. J\u00fcdische Kulturzentren und Bibliotheken wie jene in Melbourne wurden durch Steinw\u00fcrfe besch\u00e4digt.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn35\"><sup>[35]<\/sup><\/a>&nbsp;Diesbez\u00fcglich \u00e4u\u00dferte die AJWS Bedenken \u00fcber m\u00f6gliche Agenten des NS-Regimes, die sich zum Zwecke der Aufwiegelung eingeschlichen haben k\u00f6nnten.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn36\"><sup>[36]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"296\" height=\"258\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Welfare2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-190\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung&nbsp;2: NA. \u201cAid for Jewish Refugees.\u201d&nbsp;The Age, 29.&nbsp;11.1938, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205207773?searchTerm=australian%20jewish%20welfare%20society, zuletzt gepr\u00fcft am 27.04.2025.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-20 wp-block-paragraph\">Diese Verbindung mit au\u00dfen- beziehungsweise internationaler Politik wird im n\u00e4chsten Kapitel genauer behandelt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-21 wp-block-paragraph\"><strong>3.&nbsp;&nbsp;Internationale Rahmenbedingungen f\u00fcr nach Australien fl\u00fcchtende Personen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-22 wp-block-paragraph\">Die Australian Jewish Welfare Society war die gr\u00f6\u00dfte australische j\u00fcdische Hilfsorganisation f\u00fcr Gefl\u00fcchtete, welche dem Terror des NS-Regimes entkommen wollten. Hierf\u00fcr wurde es notwendig mit den jeweiligen australischen Regierungen zu kooperieren und zurecht zu kommen. Es ist hierf\u00fcr notwendig kurz darauf einzugehen, wie sich die australischen Regierungen in den in diesem Text bearbeiteten Zeitraum zu den jeweiligen Gefl\u00fcchteten verhielten. Der Fokus wird hier vor allem auf die f\u00fcr die AJWS relevantesten Ereignisse gelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-23 wp-block-paragraph\">Vor Beginn des Zweiten Weltkrieges sah sich die australische Bev\u00f6lkerung selbst mehrheitlich als \u201ebritisch\u201c. Da jede Person, welche die australische Staatsb\u00fcrgerschaft hatte, automatisch als britische:r Staatsb\u00fcrger:in galt.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn37\"><sup>[37]<\/sup><\/a>&nbsp;Ein Begriff, welcher im zeitgen\u00f6ssischen Kontext mit rassistischem Hintergrund zu lesen ist. In diesem Kontext wurden Mitglieder j\u00fcdischer Glaubensgruppierungen nicht als \u201ewei\u00df\u201c gesehen und somit von diesem Gesellschaftsbild ausgeschlossen. Dies \u00e4u\u00dferte sich auch in Aussagen wie jene eines Senators namens Foll, welcher sich 1939 f\u00fcr die Aufnahme von Personen aussprach, solange diese nicht j\u00fcdisch waren. So wurde auch angestrebt, dass f\u00fcr die australische Kriegsindustrie nicht-j\u00fcdische schweizerische Ingenieur:innen gewonnen wurden.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn38\"><sup>[38]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-24 wp-block-paragraph\">Bereits vor Kriegsbeginn kam es zu Fluchtbewegungen aus Europa nach Australien. Diejenigen, welche die lange und teure Reise \u00fcberstanden hatten, mussten bei der Landung, je nachdem ob sie Vertrauenspersonen in Australien hatten oder alleine ankamen, eine vorhin bereits erw\u00e4hnte \u201eLandungsgeb\u00fchr\u201c entrichten. Im Fall j\u00fcdischer Gefl\u00fcchteter kam, sofern m\u00f6glich und notwendig, die AJWS b\u00fcrgte hierbei f\u00fcr die betroffenen Personen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn39\"><sup>[39]<\/sup><\/a>&nbsp;Exemplarisch f\u00fcr den Umgang der australischen Regierung hiermit ist die Aussage von Colonel Thomas White bei der Evian Konferenz 1938: \u201eAustralia does not have a racial problem and is not desirous of importing one.\u201c Von australischer Seite wurde auch dahingehend argumentiert, dass man erst ein junges Land sei, sich deswergen erst auf die eigenen, in diesem Fall britischen, Einwanderer konzentrieren sollte und man den Arbeitsmarkt nicht mit anderen Migrant:innen \u00fcberfluten wollte. Die AJWS wurde hier als hauptverantwortliche Organisation f\u00fcr j\u00fcdische Gefl\u00fcchtete angef\u00fchrt. Gleichzeitig seien die Bem\u00fchungen dieser auch bereits alles was man von australischer Seite tun k\u00f6nnte.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn40\"><sup>[40]<\/sup><\/a>&nbsp;Australien positionierte sich hiermit deutlich als abgeneigt gegen\u00fcber nicht-britischer Migration. Was sich in ihrer Ausf\u00fchrung der \u201eWhite Australia Policy\u201c zwischen 1901 und 1966 widerspiegelt. Diese sah vor, dass nicht-britische Migration nach Australien m\u00f6glichst beschr\u00e4nkt werden sollte.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn41\"><sup>[41]<\/sup><\/a>&nbsp;Im Gegenzug dazu forderte man konkret, dass man mehr als britisch gesehene Menschen nach Australien schaffen m\u00fcsse, um gen\u00fcgend Arbeitskr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung zu haben. Eine Forderung, welche der damalige Premierminister Joseph Lyons selbst im Sydney Morning Herald aussprach.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn42\"><sup>[42]<\/sup><\/a>&nbsp;Bis zum Ende des Krieges sollte diese Ideologie in Australien weit verbreitet sein.&nbsp;Beispielsweise \u00e4u\u00dferte sich der Nachfolger Lyons, John Curtin, welcher von 1941 bis 1945 im Amt war, zu Beginn des Krieges folgenderma\u00dfen zu Fragen der Migration:\u201c This country shall remain forever the home of the descendants of those people who came here in peace in order to establish in the South Seas an outpost of the British race.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn43\"><sup>[43]<\/sup><\/a>&nbsp;In der Presse wurde dieses Narrativ auch \u00fcbernommen und in Verbindung mit Curtins Beharrlichkeit auf dem Bild eines \u201ezivilisierten, britischen Landes\u201c wurde alle Personen au\u00dferhalb Australiens, die nicht unter die Herrschaft Gro\u00dfbritanniens vielen, als \u201eAggressor\u201c beschrieben.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn44\"><sup>[44]<\/sup><\/a>&nbsp;Dies \u00e4u\u00dferte sich beispielsweise auch darin, dass die AJWS die Gefl\u00fcchteten dazu aufrief sich so schnell wie m\u00f6glich zu integrieren, damit sie nicht, wie von Teilen der Bev\u00f6lkerung bef\u00fcrchtet wurde, eigene \u201eSiedlungen\u201c unter sich bilden.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn45\"><sup>[45]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-25 wp-block-paragraph\">Am deutlichsten zeigt sich diese Entwicklung an der Einf\u00fchrung des \u201eenemy alien\u201c Status. Dieser wurde all jenen Personen verliehen, welche Staatsb\u00fcrger eines Landes wahren, mit welchem Australien sich im Krieg befand. Dies f\u00fchrte dazu, dass Personen, welchen in diesen Kontext feindliche Absichten gegen\u00fcber Australien vorgeworfen wurden die Einreise verwehrt, oder sie interniert wurden.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn46\"><sup>[46]<\/sup><\/a>&nbsp;Hierbei ist zu beachten, dass zu Beginn des Krieges weder die australische Regierung noch die dortigen j\u00fcdischen Gemeinschaften oder die Gesamtbev\u00f6lkerung sich \u00fcber die Ausma\u00dfe, welche der Holocaust und die Shoah annehmen sollten bewusst waren. Erst im Laufe des Krieges sollte sich ein Bewusstsein daf\u00fcr entwickeln.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn47\"><sup>[47]<\/sup><\/a>&nbsp;Ob dieses Wissen dazu beigetragen h\u00e4tte, dass die australische Gesellschaft j\u00fcdische Personen in gr\u00f6\u00dferer Anzahl und offener aufgenommen h\u00e4tten, bleibt zu bezweifeln. Es herrschten weiterhin antisemitische Stereotype vor und der Wille, dass man eine Art britische Identit\u00e4t bewahren wollte. Unter diesen Umst\u00e4nden fand die Arbeit der AJWS statt, welche in gewisser Weise einen Balanceakt zwischen dem Willen j\u00fcdischen Personen zu helfen und die australische Gesellschaft nicht zu ver\u00e4rgern darstellte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-26 wp-block-paragraph\"><strong>3.1.&nbsp;&nbsp;Internationale Bem\u00fchungen der Australian Jewish Welfare Society<\/strong><br>Diese Rahmenbedingungen erleichterten die Arbeit der Australian Jewish Welfare Society nicht im Geringsten. Vielmehr musste sie bei ihren Versuchen j\u00fcdische Gefl\u00fcchtete vor den Schrecken des Krieges in Europa in Sicherheit zu bringen gegen rassistische Vorurteile ank\u00e4mpfen. Neben den vorhin erw\u00e4hnten umfassenden T\u00e4tigkeiten der AJWS innerhalb Australiens, bet\u00e4tigte sich diese auch in der Organisation von Transportm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Personen, welche nach Australien fliehen wollten. In diesen Umst\u00e4nden war die AJWS zumeist sich selbst \u00fcberlassen, nur gelegentlich wurde sie von der australischen Regierung unterst\u00fctzt. Vermutlich, da diese einen Mehrwert f\u00fcr sich selbst darin sah bestimmte Fachkr\u00e4fte und Personen nach Australien zu bringen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn48\"><sup>[48]<\/sup><\/a>&nbsp;Bei ihren Bem\u00fchungen j\u00fcdische Personen aus Europa bei der Flucht zu unterst\u00fctzen fokussierte nahm die AJWS insbesondere bei der Organisation des Transports f\u00fcr j\u00fcngere Personen eine verst\u00e4rkte Rolle ein. Dieser Fokus sollte in der weiteren Arbeit der AJWS w\u00e4hrend des Krieges immer wieder zum Vorschein treten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-27 wp-block-paragraph\">Um die herrschenden antisemitischen Vorurteile nicht weiter anzufachen, setzte die Welfare Society darauf nur jene Gefl\u00fcchteten nach Australien zu bringen, welche schnelles Integrationspotenzial aufwiesen. Gleichzeitig wurde die Anzahl dieser Personen drastisch begrenzt. 1938 sollte etwa ein Schiff mit 800-900 j\u00fcdischen Personen von Deutschland nach Sydney reisen. Das erkl\u00e4rte Ziel der Reise war, diese Passagiere dort anzusiedeln. Die Welfare Society sprach sich vehement dagegen aus, um die britische\/australische Bev\u00f6lkerung nicht mit einer so gro\u00dfen Anzahl an j\u00fcdischen Personen zu \u00fcberfordern. Die AJWS berief sich hierbei auf das vom Innenministerium verliehene Recht, die ankommenden Menschen selbst ausw\u00e4hlen zu d\u00fcrfen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn49\"><sup>[49]<\/sup><\/a>&nbsp;Nach dem Anschluss \u00d6sterreichs 1938 \u00e4nderte sich dieser Umstand drastisch. Die australische Regierung gestattete bis zu 100 j\u00fcdischen Personen w\u00f6chentlich die Einreise, woraufhin bis zu 8000 Anfragen w\u00f6chentlich bei der AJWS eingelangten, welche daraufhin ihr B\u00fcro vergr\u00f6\u00dfern musste. Weiters entschloss man sich nach Kriegsbeginn dazu die Zust\u00e4ndigkeiten der Welfare Society, welche sich bis dahin auf deutsche j\u00fcdische Personen beschr\u00e4nkte, nun auch auf polnische Staatsb\u00fcrger:innen auszuweiten.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn50\"><sup>[50]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-28 wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Juli 1940 ist die Planung eines Fluchtversuches dokumentiert, welcher hier exemplarisch f\u00fcr die Vorgehensweise der AJWS beschrieben wird. Hierbei suchte die AJWS bei der australischen Regierung darum an, 500 j\u00fcdischer Kinder aus den Niederlanden oder Belgien aufnehmen zu d\u00fcrfen. Die australische Regierung genehmigte 100 Personen, welche zwischen sieben und 14 Jahren alt sein sollten. Diese sollten, im Einklang mit g\u00e4ngigen Migrationsstandards, in guter k\u00f6rperlicher und mentaler Verfassung sein. Dies sollte bereits in Gro\u00dfbritannien vom dortigen medizinischen Fachpersonal festgestellt werden. Weiters w\u00e4re, nach der Ankunft jeglicher Gefl\u00fcchteter dieser Art, die AJWS f\u00fcr deren Wohlbefinden verantwortlich. Die australische Regierung \u00fcbernahm keine Verantwortung dahingehend. Wohl auch deshalb, da sie in erster Linie keine j\u00fcdischen Kinder aufnehmen wollte.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn51\"><sup>[51]<\/sup><\/a>&nbsp;1943 wurde es der AJWS gestatten 150 Kinder aus Vichy Frankreich, welche sich in der Obhut der katholischen Kirche befanden nach Australien zu bringen und dort f\u00fcr sie zu sorgen. Erneut sollten sie zun\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien darauf untersucht werden, ob sie den Einreisekriterien entsprachen. Die Spur scheint sich daraufhin zu verlieren und der Historiker Paul Bartrop geht davon aus, dass diese Kinder Australien nie erreichten. 1944 suchte die AJWS erneut darum an 150 j\u00fcdische Kinder, diesmal aus der Schweiz, nach Australien zu bringen. Auch dieses Vorhaben f\u00fchrte aufgrund der Vorgaben der australischen Regierung ins Leere.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn52\"><sup>[52]<\/sup><\/a>&nbsp;In der Presse finden sich zu einem \u00e4hnlichen Thema ein Bericht, welcher kurz vor Kriegsbeginn im Juli 1939 in The Age erschien. Hierbei wird erw\u00e4hnt, dass unter den aus Europa gefl\u00fcchteten Kindern sich auch einige j\u00fcdische befinden. Es wird darauf verwiesen, dass sich die AJWS sich sofort um sie k\u00fcmmerte.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn53\"><sup>[53]<\/sup><\/a>&nbsp;Die spricht daf\u00fcr, dass es in der Bev\u00f6lkerung durchaus bekannt war und sogar erwartet wurde, dass sich die AJWS um j\u00fcdische Gefl\u00fcchtete zu k\u00fcmmern hatte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-29 wp-block-paragraph\">Ein anderes interessantes Beispiel ereignete sich im Jahr 1941, als es 72 polnischen J\u00fcdinnen und Juden erlaubt wurde von Japan nach Australien einzureisen und dort bis zum Ende des Krieges zu verbleiben. Sie wurden von der AJWS in Carlton in Empfang genommen. Bartrop verweist in seinem Text darauf, dass The Age \u00fcber diesen Umstand berichtete, ohne dabei explizit den Aspekt, dass sie j\u00fcdisch waren zu erw\u00e4hnen. Stattdessen wurde verst\u00e4rkt darauf Wert gelegt, dass es sich hierbei um polnische Gefl\u00fcchtete handelte. Wobei der Fakt, dass sie von der AJWS, in dessen Zust\u00e4ndigkeitsbereich sie fallen w\u00fcrden, daf\u00fcr sprach, dass sie j\u00fcdisch waren.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn54\"><sup>[54]<\/sup><\/a>&nbsp;Dennoch sprach die man in The Age ausschlie\u00dflich \u00fcber ihre polnische Identit\u00e4t und \u00fcber ihre Bildung.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn55\"><sup>[55]<\/sup><\/a>&nbsp;Dies l\u00e4sst sich vermutlich dadurch erkl\u00e4ren, dass man polnischen Gefl\u00fcchteten, deren Heimat zweier Invasionen zum Opfer fiel und deren Land mit Gro\u00dfbritannien verb\u00fcndet war, wohlgesinnter war als jenen, welche aus einem verfeindeten Land stammten. Es zeigt sich, dass der \u201eenemy aliens\u201c Status als ultimative Kategorie gehandhabt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-30 wp-block-paragraph\">1943 war die AJWS an der Gr\u00fcndung zweier internationaler Organisationen beteiligt, welche das Ziel hatten europ\u00e4ische j\u00fcdische Personen zu unterst\u00fctzen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn56\"><sup>[56]<\/sup><\/a>&nbsp;Zum einem wurde der United Jewish Overseas Relief Fund in Sydney gegr\u00fcndet und zum anderem das United Jewish Emergency Committee in Melbourne. Dies geschah aufgrund der Anerkennung des Massakers an polnischen Juden durch nationalsozialistische Kr\u00e4fte in Polen am 17. Dezember 1942.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn57\"><sup>[57]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-31 wp-block-paragraph\">Hieraus geht hervor, dass die AJWS zwar durchwegs gewillt war eine gro\u00dfe Anzahl an j\u00fcdischen Personen nach Australien zu bringen, dies aber nur durch eine vorherige Best\u00e4tigung von Seiten der australischen Regierung erm\u00f6glicht wurde. Diese war mehr darauf bedacht Vorhaben wie die \u201eWhite Australia Policy\u201c einzuhalten und umzusetzen. Da eine Art des Rassismus weiterhin stark in der Bev\u00f6lkerung verbreitet war, kam ihnen die AJWS als Verantwortungstr\u00e4ger f\u00fcr Gefl\u00fcchtete gelegen. Man konnte die finanzielle Verantwortung f\u00fcr die begrenzte Anzahl an Personen, welchen man die Einreise erlaubte, auf die AJWS abgeben, womit keine Steuergelder f\u00fcr diese Personen ausgegeben wurden, welche in der Bev\u00f6lkerung entweder, aufgrund ihrer Herkunft, als ungewollt oder gar als \u201eenemy aliens\u201c angesehen wurden. Aus einem Artikel von The Age gegen Ende 1938 geht hervor, dass bereits in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung diese Arbeitsteilung zwischen AJWS und anderen australischen Hilfsorganisationen vollzogen war. Es gilt hier zu erw\u00e4hnen, dass keine dieser Organisationen von der jeweiligen australischen Regierung gegr\u00fcndet wurde. So auch nicht die AJWS, welche sich der Unterst\u00fctzung und Integration j\u00fcdischer Gefl\u00fcchteter annahm.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn58\"><sup>[58]<\/sup><\/a>&nbsp;Insgesamt blieben die internationalen T\u00e4tigkeiten und Bem\u00fchungen der AJWS durch die internationalen politischen Umst\u00e4nde stark begrenzt. Die Vorstellung herrschte, dass j\u00fcdische Personen in Europa ohnehin gerettet werden w\u00fcrden, wenn die Alliierten den Krieg erst mal gewonnen hatten. Als Mitglied dieser Fraktion, stellte sich Australien vollkommen hinter dieses Ziel.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn59\"><sup>[59]<\/sup><\/a>&nbsp;Dies wurde auch als Begr\u00fcndung angenommen, weshalb man prim\u00e4r \u201en\u00fctzliche\u201c Gefl\u00fcchtete aufnehmen wollte. Eine nennenswerte Ausnahme stellten Kinder dar, von welchen man sich erhoffte diese besser zu \u201erichtigen\u201c Australiern umerziehen zu k\u00f6nnen als Erwachsene. Erst nach dem Ende des Krieges wurde, unter anderem durch die Aufhebung des \u201eenemy aliens\u201c Status, die Einreise erleichtert. Sie wurden sp\u00e4ter als \u201efriendly aliens\u201c definiert. Insgesamt sollten von 1933 bis 1945 in etwa 8200 j\u00fcdische Personen durch diverse Fluchtwege Australien erreichen.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn60\"><sup>[60]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-32 wp-block-paragraph\"><strong>4.&nbsp;&nbsp;Der Fall der HMT Dunera<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-33 wp-block-paragraph\">Die Reise der HMT<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn61\"><sup>[61]<\/sup><\/a>&nbsp;Dunera und die Umst\u00e4nde, die hierbei herrschten, sind bis heute gut im Ged\u00e4chtnis der australischen Bev\u00f6lkerung verankert. Es handelte sich hierbei um ein britisches Milit\u00e4rschiff, welches \u00fcblicherweise f\u00fcr den Transport von Truppen benutzt wurde. Hier wurden an Stelle von Soldaten Personen, welche als \u201eenemy aliens\u201c klassifiziert wurden transportiert.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn62\"><sup>[62]<\/sup><\/a>&nbsp;Die Ereignisse und die Publikationen dar\u00fcber, in Verbindung mit dem Transport und der betroffenen Passagiere, sollen hier exemplarisch aufgef\u00fchrt werden. Hierbei soll ein Vergleich zu den vorhin genannten, medial weniger bedeutenden Ereignissen, geschaffen werden. Da sich unter den Passagieren auch einige J\u00fcdinnen und Juden befanden, wird hier auch die allgemeine Rezeption dieser Personen in den australischen Medien aufgearbeitet. Aus zeitgen\u00f6ssischer Sicht handelte es sich bei den Passagieren nicht um Migrant:innen oder Gefl\u00fcchtete, sondern um Kriegsgefangene, welche man von Gro\u00dfbritannien \u00fcbernahm.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn63\"><sup>[63]<\/sup><\/a>Die \u00dcbernahme dieser Gefangenen wurde als notwendige Leistung gegen\u00fcber dem Mutterland angesehen, w\u00e4hrend die Aufnahme von Gefl\u00fcchteten mehr l\u00e4stig wahrgenommen wurde. In der Presse wurde das Schicksal der Betroffenen Passagiere weniger stark aufgegriffen, es zuvor kam zu mehreren Machtmissbrauchen des zust\u00e4ndigen Wachpersonals gegen\u00fcber den Passagieren. Unter ihnen befanden sich nicht nur \u201eenemy aliens\u201c welche tats\u00e4chliche NS-Sympathisant:innen waren, sondern auch eine Vielzahl j\u00fcdischer Gefl\u00fcchteter, welche unter der Definition der australischen Regierung ebenfalls als Feinde aufgrund ihrer Staatsb\u00fcrgerschaft angesehen waren. Als solches wurden sie dem Zust\u00e4ndigkeitsbereich der AJWS entzogen und nach ihrer Landung am 06. September 1940 interniert.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn64\"><sup>[64]<\/sup><\/a>&nbsp;Von den beiden hier behandelten Zeitungen besch\u00e4ftige sich lediglich The Age in zwei kurzen Meldungen mit dem Fall. Im Artikel vom 30.06.1938 mit dem Titel \u201eMAJOR REPRIMANDED\u201c wird darauf verwiesen, dass es zu einem kriegsgerichtlichen Verfahren gegen Major Charles Albert Bowles kam.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn65\"><sup>[65]<\/sup><\/a>&nbsp;In anderen wurde dar\u00fcber berichtet, dass er zwar zurechtgewiesen wurde, aber schlussendlich freigesprochen wurde.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn66\"><sup>[66]<\/sup><\/a>&nbsp;Es lassen sich in den beiden Medien keine ausf\u00fchrlichen Berichte zu den Passagieren finden und sie werden lediglich als \u201eInternierte\u201c beschrieben. Es gibt weder ein Verweis auf deren Staatsb\u00fcrgerschaft noch auf ihre m\u00f6gliche Zuordnung nach rassistischen Kriterien. Sie werden einfach als \u201eenemy aliens\u201c beschrieben und somit dem Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Staates \u00fcberlassen, dessen Rolle hierbei weder kritisiert noch n\u00e4her ausgef\u00fchrt wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"248\" height=\"174\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Welfare3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung&nbsp;3: NA. &#8220;HMT Dunera in 1940: 1940.&#8221;&nbsp;Accessed 27.04.2025, https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?search=hmt+dunera&amp;title=Special:MediaSearch&amp;type=image<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-34 wp-block-paragraph\"><strong>5.&nbsp;&nbsp;Weitere Entwicklung der AJWS<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-35 wp-block-paragraph\">Im weiteren Verlauf des Krieges f\u00fchrte die AJWS weitgehend ihre T\u00e4tigkeiten im gr\u00f6\u00dften Rahmen unver\u00e4ndert fort. Im Jahr 1944 genehmigte die neuseel\u00e4ndische Regierung die Einreise von 700 polnischen Kindern, welche vor dem Krieg gefl\u00fcchtet waren. Dies setze die australische Regierung, deren Land in jeder Hinsicht gr\u00f6\u00dfer war, unter Druck. Australien zeigte sich deutlich streng und restriktiv bei der Aufnahme Gefl\u00fcchteter Personen, unter dem Vorwand, dass man nicht mehr tun k\u00f6nnte. Diese Information wurde vor der AJWS geheim gehalten.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn67\"><sup>[67]<\/sup><\/a>&nbsp;Wom\u00f6glich wurde bef\u00fcrchtet, dass diese Information international als Druckmittel gegen die Vorgehensweise der australischen Regierung eingesetzt werden k\u00f6nnte. Stattdessen entschied man sich dazu weiterhin das Narrativ, dass man schon das M\u00f6glichste tun w\u00fcrde bis zum Ende des Krieges fortgesetzt. Auch in der Presse finden sich keine Meldungen zu den Taten der neuseel\u00e4ndischen Regierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-36 wp-block-paragraph\">Nach 1945 kam es zu einem enormen Anstieg an Gefl\u00fcchteten, welche nach Australien reisten. Nach Aufhebung des \u201eenemy aliens\u201c Status wurde die Einreise massiv erleichtert. Diese wurde in den Nachkriegsjahren tausenden j\u00fcdischen Personen gew\u00e4hrt. Hierbei \u00fcbernahm die AJWS weiterhin diverse anfallende Kosten, wie beispielsweise jene der \u00dcberfahrt.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn68\"><sup>[68]<\/sup><\/a>&nbsp;Sie \u00fcbte diese Funktionen weiter aus, bis sie 2001 in einer Zusammenf\u00fchrung mit den Organisationen Montefiore Homes und diverser lokaler j\u00fcdischer Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen im Dachverband \u201eJewish Care\u201c aufging. In diesem Kontext besteht die Organisation bis heute und bietet diverse wohlt\u00e4tige Dienste wie beispielsweise Altenpflege an.<a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftn69\"><sup>[69]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-37 wp-block-paragraph\"><strong>6.&nbsp;&nbsp;Conclusio<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-38 wp-block-paragraph\">Gerade in Bezug auf innenpolitische beziehungsweise inneraustralische Vorg\u00e4nge zeigt sich eine relativ neutrale Berichterstattung. Sydney Morning Herald, aber auch The Age beschr\u00e4nken sich auf die Darstellung der T\u00e4tigkeiten, ohne jedoch deren Arbeit zu kritisieren. Die Ausbildung am Bauernhof weckte bei den Zeitungen Interesse, weswegen sich diesbez\u00fcglich einige Artikel finden lassen, deren Inhalt jedoch nie negativ oder ablehnend ausf\u00e4llt. Kritische Stimmen gegen\u00fcber j\u00fcdischen Gefl\u00fcchteten werden im Kontext von Gegenstimmen dargestellt und richten sich nie gegen die AJWS, wie am Beispiel von Graham Pratten ersichtlich war. Zu beachten bleibt hierbei, dass beide Zeitungen dem liberalen Bereich der zeitgen\u00f6ssischen Medienlandschaft Australiens zugeordnet werden k\u00f6nnen. Somit kann lediglich darauf geschlossen werden, dass die Bev\u00f6lkerung im breitesten Sinne den T\u00e4tigkeiten der AJWS neutral bis akzeptierend gegen\u00fcberstand. Auch das Bem\u00fchen der Welfare Society, das Ansehen der j\u00fcdischen Gemeinden in Australien nicht zu besch\u00e4digen, wird in den Zeitungen immer wieder aufgegriffen.&nbsp;Auch in au\u00dfenpolitischen Fragen zeigt sich in der Presse ein Bild der Selbstverst\u00e4ndlichkeit gegen\u00fcber der Welfare Society. Die AJWS sei f\u00fcr j\u00fcdische Gefl\u00fcchtete verantwortlich. Im Vergleich zu der Berichterstattung zu F\u00e4llen wie der HMT Dunera ist es auffallend, dass die Welfare Society mit ihrem Ziel nicht aufzufallen und die australische Bev\u00f6lkerung nicht mit der Aufnahme einer gro\u00dfen Anzahl an j\u00fcdischen Personen zu \u00fcberfordern, Erfolg hatte. \u00dcber ihre internationalen Bem\u00fchungen mehr Personen nach Australien zu bringen, d\u00fcrfte in der allgemeinen popul\u00e4ren Presse kaum berichtet worden sein. Durchwegs war die Stellung, welche die australische Regierung einnahm, von Narrativen gepr\u00e4gt, welche darauf verwiesen, dass Australien schlicht an die Grenzen des logistisch m\u00f6glichen sto\u00dfen w\u00fcrde. Man k\u00f6nnte nicht mehr Gefl\u00fcchtete aufnehmen, aus Angst, sie w\u00fcrden sich nicht gen\u00fcgend integrieren oder Australiern die Arbeit wegnehmen. Die AJWS arbeitete unter diesen Rahmenbedingungen ihr M\u00f6glichstes heraus. Sie erf\u00fcllte genau jene Funktion, welche von ihr erwartet wurde. Als eine Organisation, welche von j\u00fcdischen Gemeinschaften in Australien gegr\u00fcndet wurde, um j\u00fcdischen Personen, welche aus Europa fl\u00fcchteten zu unterst\u00fctzen. Sp\u00e4tere Entwicklungen wie der Fall der HMT Dunera, welche eine gro\u00dfe Anzahl an j\u00fcdischen Personen transportierte oder etwa der Willen die Alliierten zu unterst\u00fctzen, um auch der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung in Europa zu helfen, deuten darauf hin, dass die AJWS f\u00fcr die breite Bev\u00f6lkerung genau jene Rolle erf\u00fcllte, welche man von ihr erwartete. Die Passagiere der HMT Dunera wurden als \u201eenemy aliens\u201c klassifiziert und fielen durch diesen Status in den Verantwortungsbereich des Staates, w\u00e4hrend die Einreise j\u00fcdischer Personen, welche vor dem Terror des Nationalsozialismus flohen, durch die AJWS finanziert und organisiert wurde. Da die AJWS als selbstst\u00e4ndige Organisation, welche von den j\u00fcdischen Gemeinden und nicht vom Staat finanziert wurde, die Aufgaben der Versorgung und Integration dieser Personen erf\u00fcllte, fielen diese dem Staat nicht zur Last, wodurch sie von der allgemeinen Bev\u00f6lkerung auch breit akzeptiert wurde. Hierin zeigte sich eine gewisse Gleichg\u00fcltigkeit der nicht-j\u00fcdischen australischen Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber den j\u00fcdischen Gefl\u00fcchteten aus Europa, bis hin zu einer stillen Akzeptanz. Im Vordergrund stand ein Pflichtbewusstsein dem gegen\u00fcber Gro\u00dfbritannien und ein Fokus darauf siegreich aus dem Krieg hervorzugehen. Die AJWS entstand aus einer Notwendigkeit und einem internationalen solidarischen Willen heraus j\u00fcdische Personen zu unterst\u00fctzen, auch wenn Staaten und Regierungen sich nicht mit diesen Umst\u00e4nden besch\u00e4ftigten konnten oder wollten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl.&nbsp;Paul R. Bartrop,&nbsp;<em>The Holocaust and Australia<\/em>:&nbsp;<em>Refugees, Rejection, and Memory<\/em>&nbsp;(London: Bloomsbury Academic, 2022), 105\u20139.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl.&nbsp;Philipp Mayring,&nbsp;<em>Qualitative Inhaltsanalyse<\/em>:&nbsp;<em>Grundlagen Und Techniken<\/em>, 13th&nbsp;ed. (Weinheim, Basel, Gr\u00fcnwald: Beltz; Preselect.media GmbH, 2022), 23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;Die HMT Dunera war ein britisches Passagierschiff, das neben seinem Einsatz als Truppentransporter im Zweiten Weltkrieg vor allem durch die Geschichte der \u201eDunera Boys\u201c, auf die in Kapitel 4 eingegangen wird, bekannt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cTrove,\u201d accessed February&nbsp;25, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;Philipp Strobl, \u201cDie Fl\u00fcchtlingskrise Der 1930er Jahre in Australischen Tageszeitungen,\u201d in Strobl,&nbsp;<em>Die Fl\u00fcchtlingskrise Der 1930er Jahre in Australischen Tageszeitungen<\/em>, 8\u20139.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;Suzanne Rutland and S.O.L. Encel, \u201cThree &#8220;Rich Uncles in America&#8221;: The Australian Immigration Project and American Jewry,\u201d&nbsp;<em>American Jewish history<\/em>&nbsp;95 (2009): 89; RUTLAND, SUZANNE D; ENCEL, S. O.L., https:\/\/doi.org\/10.1353\/ajh.0.0118.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;Adam Augustyn, \u201cThe Sydney Morning Herald: Australian Newspaper,\u201d Britannica, accessed February&nbsp;25, 2025, https:\/\/www.britannica.com\/topic\/The-Sydney-Morning-Herald.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;Mathias Gr\u00fcnfelder, Alexander Krapf, and Pia Penz, \u201cDer Fl\u00fcchtlingsdiskurs in Der Australischen Presse,\u201d in Strobl,&nbsp;<em>Die Fl\u00fcchtlingskrise Der 1930er Jahre in Australischen Tageszeitungen<\/em>, 45.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Adam Augustyn, \u201cThe Age: Australian Newspaper,\u201d Britannica, accessed February&nbsp;25, 2025, https:\/\/www.britannica.com\/topic\/The-Age.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;<a>Sybil Nolan,&nbsp;<em>Half a Century of Obscurity<\/em>:&nbsp;<em>The Age, 1908-1964<\/em>&nbsp;(Australia Media Traditions Conference, 2001)<\/a>, 1\u20132.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop,&nbsp;<em>The Holocaust and Australia<\/em>, 173\u201374.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;Suzanne Rutland,&nbsp;<em>The Jews in Australia<\/em>&nbsp;(Cambridge, New York: Cambridge University Press, 2005), 56\u201357.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Philipp Strobl, \u201cCollective Refugee Agency and the Negotiation of Migration Laws in Wartime Australia: 1939\u20131943,\u201d&nbsp;<em>The Historical Journal<\/em>, 2025, 6\u20137.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Rutland,&nbsp;<em>The Jews in Australia<\/em>, 56\u201357.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Strobl, \u201cCollective Refugee Agency and the Negotiation of Migration Laws in Wartime Australia,\u201d 6\u20137.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;Die Festlegung, wer als \u201ebritisch\u201c galt, war sozial konstruiert und l\u00e4sst sich nicht auf alle B\u00fcrger:innen des British Empire \u00fcbertragen. Vgl.&nbsp;Strobl, \u201cCollective Refugee Agency and the Negotiation of Migration Laws in Wartime Australia,\u201d 7<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop,&nbsp;<em>The Holocaust and Australia<\/em>, 107.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>&nbsp;Rutland,&nbsp;<em>The Jews in Australia<\/em>, 62\u201363.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cRefugees from Austria. Permission to Land: 08.10.1938,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17526143?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cJews Advice to Refugees. &#8220;Go to Country&#8221;: 13.05.1939,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17584779?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop,&nbsp;<em>The Holocaust and Australia<\/em>, 133.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cJewish Welfare Society: 01.06.1939,\u201d The Age, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205638930?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cRefugee Jews. &#8220;Undertakings Not Honoured&#8221;: 04.03.1939,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17573618?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>&nbsp;Rutland,&nbsp;<em>The Jews in Australia<\/em>, 62\u201363&nbsp;&nbsp;und&nbsp;NA, \u201cAid for Jewish Refugees: 29.11.1938,\u201d The Age, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205207773?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cJews from Germany. Special Liner: 02.11.1938,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17533600?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cTraining Jewish Migrants. Welfare Society\u00b4s Scheme: 10.01.1939,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17544568?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cJewish Migrants. Report of King\u00b4s Cross &#8220;Colony&#8221; Denied: 15.06.1939,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17614432?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cRefugees on Farm. Happy Outlook: 16.03.1939,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17568906?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cHome Provided for 17 Children: 25.07.1939,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17596998?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cExtravagant Language. Premiers Crticism: 10.05.1939,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17580715?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society&nbsp;Und&nbsp;NA, \u201cJewish Migrants and Citizenship.Welfare Society\u00b4s Defence: 10.05.1939,\u201d The Age, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205638400?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201c&#8221;Good Type of Jew&#8221;: 11.05.1939,\u201d The Age, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205629086?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cJewish Migrants. Report of King\u00b4s Cross &#8220;Colony&#8221; Denied: 15.06.1939,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17614432?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref33\"><sup>[33]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cDefence of Refugees: 27.08.1943,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17861949?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref34\"><sup>[34]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cInflux of Jews. Stricter Control Urged: 09.11.1938,\u201d The Sydney Morning Herald, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17535811?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref35\"><sup>[35]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop,&nbsp;<em>The Holocaust and Australia<\/em>, 133.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref36\"><sup>[36]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, \u201cNazis Posing as Refugees? 13.05.1939,\u201d The Age, accessed February&nbsp;27, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205621947?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref37\"><sup>[37]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. Philipp Strobl,&nbsp;<em>The \u201eUndesirables\u201c: Austrian Refugees from National Socialism in&nbsp;&nbsp;Australia \u2013 A History of Displaced Knowledge.&nbsp;<\/em>(Stiftung Universit\u00e4t Hildesheim: Fachbereich 1. Erziehungs- &amp; Sozialiwissenschaften, 27.01.2022), 39.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref38\"><sup>[38]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop. The Holocaust and Australia.&nbsp;2022, 159.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref39\"><sup>[39]<\/sup><\/a>&nbsp;Rutland, Suzanne. \u201cJEWISH MIGRATION TO NEW SOUTH WALES 1919-1939.\u201d Australian Jewish Historical Society Journal and Proceedings Vol. VII, Part 5 (1973): 341 f.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref40\"><sup>[40]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cREFUGEES IN EUROPE \u2013 MIGRATION PLAN \u2013 Australia can not do more.\u201d The Sydney Morning Herald, 09.07.1938, 17, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17478946?browse=ndp%3Abrowse%2Ftitle%2FS%2Ftitle%2F35%2F1938%2F07%2F09%2Fpage%2F1179482%2Farticle%2F17478946 am 27.02.2025 18:15<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref41\"><sup>[41]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cDEFINING MOMENTS \u2013 White Australia policy.\u201d&nbsp;National Museum Australia, ver\u00f6ffentlicht am 16.05.2023, unter https:\/\/www.nma.gov.au\/defining-moments\/resources\/white-australia-policy<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref42\"><sup>[42]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cREVIVING BRITISH MIGRATION\u201d The Sydney Morning Herald, 11.01.1938, 10, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17427935?browse=ndp%3Abrowse%2Ftitle%2FS%2Ftitle%2F35%2F1938%2F01%2F11%2Fpage%2F1184194%2Farticle%2F17427935.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref43\"><sup>[43]<\/sup><\/a>&nbsp;Gregoire, Paul. \u201cThe White Australia Policy Part 1: Constructing Fortress Australia.\u201d&nbsp;Ver\u00f6ffentlicht am 02.12.2020, https:\/\/www.mondaq.com\/australia\/constitutional-administrative-law\/1011066\/the-white-australia-policy-part-1-constructing-fortress-australia.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref44\"><sup>[44]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cAUSTRALIA IS THE STAKE.\u201d The Syndey Morning Herald, 09.12.1941, 7, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17777786?browse=ndp%3Abrowse%2Ftitle%2FS%2Ftitle%2F35%2F1941%2F12%2F09%2Fpage%2F1106339%2Farticle%2F17777786.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref45\"><sup>[45]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cPreventing Growth of Colonies: Welfare Society\u00b4s Efforts.\u201d The Sydney Morning Herald, 11.02.1939, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/27975173?searchTerm=growth%20of%20colonies.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref46\"><sup>[46]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201eEnemy Aliens.\u201d Australian War Memorial, Ver\u00f6ffentlich am 19.01.2021, https:\/\/www.awm.gov.au\/learn\/schools\/resources\/anzac-diversity\/european-anzacs\/enemy-aliens<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref47\"><sup>[47]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cAUSTRALIA AND THE EUROPEAN THEATRES OF WAR \u2013 INTERNMENT ON THE SS DUNERA.\u201d The Holocaust \u2013 The Nazi Genocide against the Jewish People, Ver\u00f6ffentlicht am ND, https:\/\/holocaust.com.au\/australia-and-the-european-theatres-of-war\/<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref48\"><sup>[48]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop,&nbsp;The Holocaust and Australia, 162.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref49\"><sup>[49]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cJews from Germany: Special Liner.\u201d The Sydney Morning Herald, 02.11.1938, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/17533600?searchTerm=Australian%20Jewish%20Welfare%20Society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref50\"><sup>[50]<\/sup><\/a>&nbsp;Rutland. \u201cJEWISH MIGRATION TO NEW SOUTH WALES 1919-1939<em>\u201d,<\/em>&nbsp;342.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref51\"><sup>[51]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop. The Holocaust and Australia, 162 f.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref52\"><sup>[52]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop. The Holocaust and Australia, 163 -164.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref53\"><sup>[53]<\/sup><\/a>NA. \u201cMANY MIGRANTS ON LINER \u2013 Youth From Three Capital Cities.\u201d The Sydney Morning Herald, 24.07.1939, 12, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/204937539?searchTerm=australian%20jewish%20welfare%20society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref54\"><sup>[54]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop.&nbsp;The Holocaust and Australia, 163.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref55\"><sup>[55]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cFLIGHT OUT OF POLAND.\u201d&nbsp;The Syndey Morning Herald, Ver\u00f6ffentlicht am 14.08.1941, S. 6, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205177120?searchTerm=polish%20refugees%20japan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref56\"><sup>[56]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cHistorical Timeline of Jewish Care.\u201d&nbsp;Jewish Care, Ver\u00f6ffentlicht am 28.02.2025, https:\/\/www.jewishcare.org.au\/about\/historical-timeline-of-jewish-care.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref57\"><sup>[57]<\/sup><\/a>&nbsp;NA, AUSTRALIA AND THE EUROPEAN THEATRES OF WAR<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref58\"><sup>[58]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cAid for Jewish Refugees.\u201d&nbsp;The Age, Ver\u00f6ffentlicht am 29. Nov. 1938, 4, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205207773?searchTerm=australian%20jewish%20welfare%20society.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref59\"><sup>[59]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop.&nbsp;The Holocaust and Australia, 166.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref60\"><sup>[60]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cAustralia, Jewish Refugees in.\u201d Yad Vashem, Shoah Research Centre, The International School For Holocaust Studies, S. 1-2,https:\/\/www.yadvashem.org\/odot_pdf\/Microsoft%20Word%20-%205787.pdf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref61\"><sup>[61]<\/sup><\/a>&nbsp;Hired Military Transport<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref62\"><sup>[62]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cDEFINING MOMENTS \u2013 DUNERA BOYS.\u201d&nbsp;National Museum Australia, Ver\u00f6ffentlicht am 28.09.2022, https:\/\/www.nma.gov.au\/defining-moments\/resources\/dunera-boys.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref63\"><sup>[63]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop.&nbsp;The Holocaust and Australia, 160 f.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref64\"><sup>[64]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cDEFINING MOMENTS \u2013 DUNERA BOYS.\u201d&nbsp;National Museum Australia, Ver\u00f6ffentlicht am 28.09.2022, https:\/\/www.nma.gov.au\/defining-moments\/resources\/dunera-boys.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref65\"><sup>[65]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cComplaints by Internees.\u201d The Age, 22.05.1941, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205161825?searchTerm=Dunera.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref66\"><sup>[66]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. \u201cMAJOR REPRIMANDED\u201d The Age, 30.06.1941, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205155173?searchTerm=Dunera.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref67\"><sup>[67]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop.&nbsp;The Holocaust and Australia, 166 f.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref68\"><sup>[68]<\/sup><\/a>&nbsp;G.S. Lee. \u201cFifty years of caring. The history of the Jewish Welfare Society 1936-1986.\u201d Australian Jewish Historical Society Journal, 10, 5 (1989). 446 \u2013 449.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/13A9F2D7-EDF8-4F98-8262-07751F34A67D#_ftnref69\"><sup>[69]<\/sup><\/a>&nbsp;NA. Historical Timeline of Jewish Care.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Aufsatzsammlung analysiert die Darstellung und Diskussion von Flucht und Migration in der australischen Presse der sp\u00e4ten 1930er Jahre. 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