{"id":203,"date":"2025-08-12T15:39:51","date_gmt":"2025-08-12T15:39:51","guid":{"rendered":"https:\/\/mom.univie.ac.at\/?p=203"},"modified":"2025-08-22T08:53:17","modified_gmt":"2025-08-22T08:53:17","slug":"medienanalyse-konferenz-von-evian-die-berichterstattung-uber-die-konferenz-von-evian-in-den-australischen-tageszeitungen-the-age-und-the-argus-und-ihre-au","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mom.univie.ac.at\/?p=203","title":{"rendered":"Medienanalyse \u2013 Konferenz von \u00c9vian Die Berichterstattung \u00fcber die Konferenz von \u00c9vian in den australischen Tageszeitungen \u201eThe Age\u201c und \u201eThe Argus\u201c und ihre Auswirkungen auf die offizielle Einwanderungspolitik im Jahr 1938 &#8211; Mathias Wei\u00df, Bastian Langthaler"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Aufsatzsammlung analysiert die Darstellung und Diskussion von Flucht und Migration in der australischen Presse der sp\u00e4ten 1930er Jahre. Im Zentrum steht die Frage, wie Presseberichte zur Konstruktion von Fremdheit, Zugeh\u00f6rigkeit und nationaler Identit\u00e4t beitrugen, insbesondere im Kontext globaler Fluchtbewegungen aus dem nationalsozialistischen Europa. Die Blogbeitr\u00e4ge untersuchen anhand diskursanalytischer Methoden, welche Narrative \u2013 etwa Bedrohung, \u00dcberfremdung, \u00f6konomische Belastung oder Humanit\u00e4t \u2013 in f\u00fchrenden australischen Zeitungen reproduziert und verhandelt wurden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der restriktiven \u201eWhite Australia Policy\u201c und der grundlegenden Pr\u00e4gung nationaler Identit\u00e4t durch Medienrhetorik. Die unterschiedlichen Beitr\u00e4ge nehmen spezifische Fallbeispiele in den Blick, darunter die Berichterstattung \u00fcber die \u00c9vian-Konferenz, die Aufnahme j\u00fcdischer Fl\u00fcchtlinge, die Darstellung unbegleiteter Migrant:innen und die spezifischen Narrative zu einzelnen Gruppen oder Ereignissen. Ebenso werden die Wechselwirkungen von Politik, Presse und \u00d6ffentlichkeit sowie die Spielr\u00e4ume f\u00fcr solidarische oder ausgrenzende Diskurse beleuchtet. Methodisch basiert das Projekt auf der Auswertung digitalisierter Zeitungsquellen und einer multiperspektivischen Herangehensweise im Rahmen eines universit\u00e4ren Lehrprojekts. Insgesamt verdeutlicht die Beitr\u00e4ge die historische Verwobenheit von medialen Diskursen, migrationspolitischer Praxis und gesellschaftlicher Identit\u00e4tsbildung, deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart reichen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"908\" height=\"648\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Konferenz1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-204\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Konferenz1.jpg 908w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Konferenz1-300x214.jpg 300w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Konferenz1-768x548.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 908px) 100vw, 908px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Myron Taylor (USA) spricht auf der Konferenz von \u00c9vian, 1938.<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Medienanalyse \u2013 Konferenz von \u00c9vian:<br>Die Berichterstattung \u00fcber die Konferenz von \u00c9vian in den australischen Tageszeitungen \u201eThe Age\u201c und \u201eThe Argus\u201c und ihre Auswirkungen auf die offizielle Einwanderungspolitik im Jahr 1938<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mathias Wei\u00df, Bastian Langthaler<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-1 wp-block-paragraph\"><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-2 wp-block-paragraph\">Im Zuge der sogenannten \u201eEurop\u00e4ischen Fl\u00fcchtlingskrise\u201c in den Jahren 2015\/2016 tauchte die \u201eAustralische Fl\u00fcchtlingspolitik\u201c wieder verst\u00e4rkt in europ\u00e4ischen politischen Debatten auf. Sie wird h\u00e4ufig als Beispiel f\u00fcr eine erfolgreiche Abschreckungspolitik herangezogen, die es auch in Europa umzusetzen gelte. Diese Migrationspolitik l\u00e4sst grunds\u00e4tzlich keine \u201eBootsfl\u00fcchtlinge\u201c ohne Visum ins Land, in der Regel werden auch heute nur \u00fcber Kontingente Fl\u00fcchtlinge in Australien aufgenommen. Bef\u00fcrworter:innen dieser Politik betonen, dass durch diese strikte Ma\u00dfnahme die Migrationsstr\u00f6me in geordnete Bahnen gelenkt werden und die jeweiligen Staaten durch die Aufnahme von Kontingenten die Kontrolle \u00fcber die Migration behalten<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>. Kritiker:innen dieser Politik weisen darauf hin, dass Australien nur aufgrund seiner geographischen Lage diese Form der Migrationspolitik betreiben kann und damit in Kauf nimmt, dass universelle Menschenrechte verletzt werden<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>.&nbsp;&nbsp;Bis heute verf\u00fcgt Australien im Gegensatz zu den Staaten der Europ\u00e4ischen Union \u00fcber keine \u201eBill of Rights\u201c<sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/sup>, die allen Menschen einen universellen Zugang zu den Menschenrechten erm\u00f6glicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-3 wp-block-paragraph\">Die Frage, wie Australien in der Vergangenheit auf Migrationsstr\u00f6me reagiere und ob das Land Fl\u00fcchtlingskontingente aufnahm, ist f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der heutigen Migrationspolitik nicht unerheblich. Gerade der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt, dass auch vom europ\u00e4ischen Kontinent wieder Fluchtbewegungen ausgehen k\u00f6nnen, die auch geografisch weit entfernte Staaten zum Handeln zwingen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-4 wp-block-paragraph\">Werden im Extremfall die Grenzen geschlossen oder ist man bereit, gr\u00f6\u00dfere Kontingente von Fl\u00fcchtlingen aufzunehmen? Wie reagiert die \u00d6ffentlichkeit, die eine freie Presse und demokratische Wahlen kennt, auf Flucht und Vertreibung in anderen, fernen, aber kulturell nahen L\u00e4ndern?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-5 wp-block-paragraph\">All diese Fragen stellten sich auch in Australien in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg, als in Europa ab 1933 mit der Etablierung des nationalsozialistischen Regimes im Deutschen Reich J\u00fcdinnen und Juden aus der Gesellschaft ausgegrenzt wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-6 wp-block-paragraph\">Mit dem \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs im Fr\u00fchjahr 1938 nahmen die Fluchtbewegungen von J\u00fcdinnen und Juden aus Deutschland und \u00d6sterreich erheblich zu<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>. Die Europ\u00e4ischen Staaten waren nicht mehr allein von dieser Fl\u00fcchtlingsbewegung betroffen<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>. Noch im selben Jahr wurde auf Betreiben der Vereinigten Staaten von Amerika die Konferenz von Evian einberufen, eine Fl\u00fcchtlingskonferenz am franz\u00f6sischen Ufer des Genfer Sees. Auf dieser Konferenz, an der auch Australien teilnahm, wurde um eine internationale L\u00f6sung f\u00fcr die j\u00fcdischen Fl\u00fcchtlinge in Europa gerungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-7 wp-block-paragraph\">Diese vorliegende Arbeit untersucht die Berichterstattung \u00fcber die Konferenz von \u00c9vian im Juli 1938 anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse zweier Zeitungen aus dem australischen Melbourne. Die Recherche deckt den Zeitraum unmittelbar vor der Konferenz im Juli 1938 bis November 1938 ab. Insgesamt konnten in den Zeitungen 15 Artikel identifiziert werden, welche explizit oder implizit&nbsp;&nbsp;\u00fcber die Konferenz in \u00c9vian sowie deren Konsequenzen berichteten. Die dementsprechende Forschungsfrage lautet:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-8 wp-block-paragraph\"><em>Wie wurde in den australischen Tageszeitungen The Age und The Argus \u00fcber die Konferenz von \u00c9vian und die damit verbundene offizielle Einwanderungspolitik Australiens im Jahr 1938 berichtet?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-9 wp-block-paragraph\">1938 kann nicht mit der Gegenwart gleichgesetzt werden, auch nicht mit der heutigen australischen Einwanderungspolitik. Die Arbeit versucht jedoch Antworten auf die Frage zu finden, ob es 1938 eine Bereitschaft gab, gr\u00f6\u00dfere Kontingente von Fl\u00fcchtlingen in Australien aufzunehmen. Wurde die offizielle Politik Australiens begr\u00fc\u00dft oder gab es Widerspr\u00fcche? Welche Argumentationsmuster verwendeten beteiligte Personen? Und gab es Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Flucht von Verfolgten aus dem nationalsozialistischen Machtbereich?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-10 wp-block-paragraph\"><strong>1. Australien und die Konferenz von \u00c9vian&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-11 wp-block-paragraph\">F\u00fcr das bessere Verst\u00e4ndnis der Untersuchung soll die Migrationspolitik Australiens von der Staatsgr\u00fcndung (1901) bis nach dem zweiten Weltkrieg, sowie die Konferenz von \u00c9vian an sich kurz er\u00f6rtert werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-12 wp-block-paragraph\"><strong>1.1 Die Konferenz von \u00c9vian<\/strong><br>Kurz nach dem \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs and Hitlerdeutschland lud der amerikanische Au\u00dfenminister Cordell Hull zu einer Fl\u00fcchtlingskonferenz ein<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>, die vom 6. bis 15. Juli in \u00c9vian-les-Bains stattfand. Die Vereinigten Staaten, die sich auch aus innenpolitischen Gr\u00fcnden<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;&#8211; Stichwort: restriktive Einwanderungspolitik &#8211; zum Handeln gezwungen sahen, erkannten in dieser Konferenz einen m\u00f6glichen Ausweg aus der sich zuspitzenden Migrationsproblematik.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-13 wp-block-paragraph\">Vor allem der Artikel der amerikanischen Schriftstellerin und Journalisten Dorothy Thompson \u201eRefuguees: A World Problem\u201c f\u00fcr das Magazin Foreign Affairs, lenkte die Aufmerksamkeit auf das Fl\u00fcchtlingsproblem<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>, indem sie die Fl\u00fcchtlingsfrage zu einer \u201eBedrohung des Friedens und damit zu einem Weltproblem\u201c erkl\u00e4rte<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-14 wp-block-paragraph\">Neben den Delegierten aus verschiedenen Staaten wurden auch zahlreiche Delegierte von Nichtregierungsorganisationen zur Konferenz eingeladen. Australien nahm als Dominion an der Konferenz teil, um seine Eigenst\u00e4ndigkeit als Nation demonstrieren zu k\u00f6nnen<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>. Australien wurde durch den Handelsminister und Oberstleutnant Thomas Walter White vertreten, der mit seiner Delegation jedoch bereits am 9. Juli abreiste. Damit zeigte Australien in gewisser Weise Desinteresse an der Konferenz von \u00c9vian<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>. Insgesamt endete die Konferenz ziemlich ergebnislos<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>, da es zu keinen gr\u00f6\u00dferen Ver\u00e4nderungen in der Einwanderungspolitik der einzelnen L\u00e4nder kam<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"732\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-1-1024x732.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-206\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-1-1024x732.jpeg 1024w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-1-300x214.jpeg 300w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-1-768x549.jpeg 768w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-1.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 1: Wikimedia,&nbsp;<em>Myron Taylor addresses the \u00c9vian Conference, https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Myron_Taylor_addresses_the_%C3%89vian_Conference.jpg.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-15 wp-block-paragraph\"><strong>1.2. Die Australische Migrationspolitik zwischen 1901 und 1947&nbsp;<\/strong>&nbsp;<br>Bereits bei der Staatsgr\u00fcndung 1901 verfolgte Australien eine sehr restriktive Einwanderungspolitik, die unter dem Begriff der \u201eWhite Australia Policy\u201c bekannt wurde. Diese rassistisch gepr\u00e4gte Migrationspolitik schr\u00e4nkte die Einwanderung von Menschen au\u00dferhalb der Britischen Inseln nach Australien erheblich ein<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;&#8211; dies betraf nicht nur Migrant:innen und Migranten aus Asien, sondern auch vom europ\u00e4ischen Kontinent. \u201eWhiteness\u201c wurde dabei nicht konkret definiert, sondern galt als verhandelbar. Somit konnte die australische Migrationspolitik sehr selektiv ausgelegt werden und m\u00f6gliche Zuwandernde anhand ihres Besitzes oder ihrer F\u00e4higkeiten individuell ablehnen oder zur Einreise zulassen.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Die Auswirkungen waren enorm und auch demografisch sichtbar: 1947 waren nur 2,7 % der australischen Bev\u00f6lkerung au\u00dferhalb Australiens, des Vereinigten K\u00f6nigreichs und Irlands geboren<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>. Diese Daten zeigen, dass Australien auch vor und w\u00e4hrend des zweiten Weltkrieges f\u00fcr Menschen au\u00dferhalb der britischen Inseln weitestgehend geschlossen blieb. Unter dem Eindruck der extrem antisemitischen und rassistischen Politik der Nationalsozialisten \u00e4nderte Australien seine Einwanderungspolitik bis Ende 1938 nur geringf\u00fcgig.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;So waren weiterhin B\u00fcrgschaften naher Verwandter oder anderer Staatsangeh\u00f6riger, oder die Einfuhr gr\u00f6\u00dferer Geldbetr\u00e4ge (\u201elanding money\u201c) erforderlich. Bis 1936 mussten Migrant:innen 500 Pfund bei der Einreise bezahlen, danach wurde dieser Betrag auf 200 Pfund gesenkt. Da die Migration 1939 allerdings besonders anstieg, wurden erneut 500 Pfund von Einwandernden verlangt.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"311\" height=\"393\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-207\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-4.png 311w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-4-237x300.png 237w\" sizes=\"auto, (max-width: 311px) 100vw, 311px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 2: Wikimedia, 1910 White Australia Badge, https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:1910_White_Australia_badge.png.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-16 wp-block-paragraph\">Diese harte Haltung wurde auf der Konferenz von \u00c9vian sichtbar: so unterschied der australische Delegierte, Oberstleutnant Thomas Walter White, in seinen Beitr\u00e4gen die Zuwanderergruppen in solche, die aus Gro\u00dfbritannien auswanderten, und solche, die aus anderen europ\u00e4ischen Staaten kamen<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>, und verteidigte somit in seinen Beitr\u00e4gen die australische Einwanderungspraxis der \u201eWhite Australia Policy\u201c. Oberstleutnant White kannte die Situation der J\u00fcdinnen und Juden im Deutschen Reich, wie er selbst in seiner Rede in \u00c9vian am 7. Juli 1938 erw\u00e4hnte<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>. Dennoch verteidigte er die rassistische australische Politik mit dem Argument, dass eine gr\u00f6\u00dfere nicht-britische Einwanderung zu Rassenproblemen f\u00fchren w\u00fcrde<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>. Er sah die L\u00f6sung des Problems bei anderen Staaten und ermutigte diese \u201eneue gemeinsame Pl\u00e4ne zur L\u00f6sung eines tragischen Problems zu entwickeln\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>.&nbsp;&nbsp;Erst nach dem zweiten Weltkrieg \u00e4nderte sich die Einwanderungspolitik Australiens erheblich.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-17 wp-block-paragraph\"><strong>2. Zeitungsanalyse&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-18 wp-block-paragraph\"><strong>2.1 The Age&nbsp;<\/strong><br><em>The Age<\/em>&nbsp;ist eine f\u00fchrende australische Zeitung, die seit 1853 in Melbourne erscheint. In den 1930er Jahren versuchte The Age einen Mittelweg zwischen den beiden Gro\u00dfparteien der Liberalen und Labor zu finden, und kann daher als moderat eingestuft werden.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>&nbsp;Sie ist f\u00fcr ihre Genauigkeit und den seri\u00f6sen Ton ihrer Berichterstattung bekannt.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn24\"><sup>[24]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-19 wp-block-paragraph\">Im Jahr 1938 wurde aufgrund der technischen M\u00f6glichkeiten erst am n\u00e4chsten Tag \u00fcber Ereignisse in Europa berichtet, da die Informationen nur \u00fcber Umwege, in diesem Fall aus London, nach Melbourne gelangten. In vielen F\u00e4llen wurde auf Berichte der britischen Times zur\u00fcckgegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-20 wp-block-paragraph\"><em>The Age<\/em>&nbsp;berichtete bereits kurz vor der Konferenz am 3. Juli erstmals \u00fcber das Treffen zur j\u00fcdischen Fl\u00fcchtlingsproblematik in Europa. Unter anderem wird erw\u00e4hnt, dass Handelsminister White an der Konferenz teilnehmen wird.&nbsp;Der erste kurze Bericht gibt zwei wichtige Hinweise auf die australische Fl\u00fcchtlingspolitik: \u201cOne of the main proposals is that Germany should permit exiles to take out of the country additional capital to enable them to qualify for migration to the Dominions and other countries\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>.&nbsp;Mit diesem Satz erinnert dieser Artikel daran, dass Australien an der Einwanderungspraxis, hohe Geldsummen mitf\u00fchren zu m\u00fcssen, festhalten will.&nbsp;Auch wird auf andere Staaten in diesem Artikel verwiesen: \u201ealso it is hoped the United States will relax its immigration quota restrictions, whereby it could accept mor refugees\u201d.&nbsp;Nicht Australien, sondern die USA, die zur Konferenz eingeladen haben, sollen die Fl\u00fcchtlinge aufnehmen<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-21 wp-block-paragraph\">Bereits am 9. Juli berichtete&nbsp;<em>The Age<\/em>&nbsp;\u00fcber die Rede des Handelsministers White, die am 7. Juli auf der Konferenz in \u00c9vian gehalten hatte<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>. Der Artikel enth\u00e4lt keine Kritik an seiner Rede, sondern relativiert sie durch Verweise auf Redner aus anderen Staaten, die selbst von den Schwierigkeiten der Migration sprachen.&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>&nbsp;Diese Relativierungen bringen die australische Migrationspolitik, die laut Handelsminister White keine Rassenprobleme importieren will, in Einklang mit anderen Staaten wie Kanada, Argentinien und Brasilien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-22 wp-block-paragraph\">Am 11. Juli erscheint ein Artikel aus der NS-Zeitung &#8220;V\u00f6lkischer Beobachter&#8221;, in dem der f\u00fchrende NS-Ideologe Alfred Rosenberg zitiert wird: &#8220;He says the Reich is determined to root out Jews, and that other countries are bound to follow.&nbsp;Therefore, the world would ultimately be confronted with 6,000,000 or 7,000,000 refugees\u201d<sup>&nbsp;<\/sup><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>.&nbsp;Leser:innen werden durch diesen Bericht \u00fcber die ernste Lage der J\u00fcdinnen und Juden in Europa informiert, denn im Sommer 1938 lebten im Einflussbereich der Nationalsozialisten noch keine sieben Millionen Menschen, die als Juden galten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-23 wp-block-paragraph\">In den Zeitungsartikeln wurde auch die Hoffnung geweckt, dass in London eine Kommission gebildet werden w\u00fcrde, die sich um die j\u00fcdischen Fl\u00fcchtlinge k\u00fcmmern sollte<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>. Die Ergebnisse der Konferenz, die keine finanziellen Verpflichtungen f\u00fcr die Staaten mit sich brachten, wurden nicht kritisiert<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-24 wp-block-paragraph\">Es ist anzumerken, dass es w\u00e4hrend der Konferenz nur wenige Artikel \u00fcber \u00c9vian gab. Man kannte die Situation in Europa, forderte aber keine \u00c4nderung der australischen Migrationspolitik im Hinblick auf die Situation der J\u00fcdinnen und Juden in Europa. In sp\u00e4teren Zeitungsartikeln, wie dem vom 5. September 1938, hie\u00df es, die Konferenz von \u00c9vian sei \u201etragisch unzul\u00e4nglich\u201c gewesen<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-25 wp-block-paragraph\">Am 14. Oktober erschien ein Zeitungsartikel, der die Ambivalenz der Zeitung, aber auch der australischen Migrationspolitik widerspiegelt. Man ging auf die Aufrufe zur weiteren Aufnahme j\u00fcdischer Fl\u00fcchtlinge ein, sah auch die Lage der j\u00fcdischen Fl\u00fcchtlinge in Europa und zeigte ein gewisses Mitgef\u00fchl, verwies aber auf die \u00c4u\u00dferungen des Handelsministers White auf der Konferenz von \u00c9vian:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-26 wp-block-paragraph\"><em>\u201cIn somewhat similar terms the Minister of Customs, representing this country at the International Conference on the subject held at Evian last July, outlined Australia&#8217;s policy. Australia, he said, had included the refugees on a pro rata basis with any other country. But we had no racial problems, and were not desirous of Importing one by encouraging a large-scale foreign migration. The plight of these refugees arouses the Australian people&#8217;s humanitarian impulses. Prudence, however, must be exercised, since it is possible that by action taken, to relieve the, immediate distresses of refugees serious future problems might be created for Australians themselves\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn33\"><sup><strong>[33]<\/strong><\/sup><\/a>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-27 wp-block-paragraph\">Der Artikel endete jedoch mit einem bemerkenswerten Satz: &#8220;Certainly the cardinal elements of the problem should not be lost to sight in a maze of perfectly sincere sympathy with the Jewish refugee&#8221;<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn34\"><sup>[34]<\/sup><\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-28 wp-block-paragraph\">Auf der einen Seite wurde die Politik der rassistischen \u201eAustralian White Policy\u201c beibehalten und nicht kritisiert, wie dieser Meinungsartikel in&nbsp;<em>The Age<\/em>&nbsp;deutlich zeigt. Die Zeitung war jedoch nicht antisemitisch, ein generelles Problem des \u201ej\u00fcdischen Fl\u00fcchtlings\u201c ist in den Artikeln nicht erkennbar. Antisemitische Narrative werden nicht reproduziert, die allgemeine Sorge vor \u201ezu viel Migration\u201c wird geteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-29 wp-block-paragraph\"><strong>2.2 The Argus&nbsp;<br><\/strong><em>The Argus<\/em>&nbsp;erscheint in Melbourne seit 1846 und galt urspr\u00fcnglich als liberale Tageszeitung. Im Laufe des 20. Jahrhunderts \u00e4nderte sich allerdings die F\u00fchrung und Leserschaft der Zeitung hin zu einem b\u00fcrgerlich konservativem Milieu.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn35\"><sup>[35]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-30 wp-block-paragraph\">Kurz nach Beginn der Fl\u00fcchtlingskonferenz berichtet&nbsp;<em>The Argus<\/em>&nbsp;erstmals am 8. Juli 1938 \u00fcber das Zusammentreffen der 32 L\u00e4nder in \u00c9vian. Die Nachricht beinhaltet die dort anf\u00e4nglich diskutierte M\u00f6glichkeit, j\u00fcdische Fl\u00fcchtlinge aus Deutschland in der britischen Kolonie Ostafrika anzusiedeln, sowie eine Erh\u00f6hung der Aufnahmequote f\u00fcr j\u00fcdische Fl\u00fcchtlinge von US-amerikanischer Seite. Die Forderung an Deutschland, J\u00fcdinnen und Juden bei der Flucht ein gewisses finanzielles Kapital mitnehmen zu lassen, steht ebenfalls im Vordergrund der Berichterstattung<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn36\"><sup>[36]<\/sup><\/a>, was wiederum das Interesse der teilnehmenden Nationen widerspiegelt. Bereits im Vorfeld der Konferenz war vielen Teilnehmernationen klar, dass die Zusammenkunft keine umfassende Abkehr von den existierenden Migrationspraktiken bedeuten w\u00fcrde.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn37\"><sup>[37]<\/sup><\/a>&nbsp;Die australische Delegation bzw. deren Haltung wird in dieser ersten Berichterstattung nicht erw\u00e4hnt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-31 wp-block-paragraph\">Dieselbe Ausgabe des&nbsp;<em>Argus<\/em>&nbsp;vom 8. Juli beinhaltet einen Bericht \u00fcber die Rede des j\u00fcdisch-australischen Politikers Harold Cohen, welcher angesichts der steigenden Einreiseantr\u00e4ge von j\u00fcdischen Fl\u00fcchtenden aus Deutschland und \u00d6sterreich sich f\u00fcr deren Aufnahme und F\u00e4higkeit \u201egood soldiers and real Australians\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn38\"><sup>[38]<\/sup><\/a>&nbsp;zu werden ausspricht. Wie Paul Bartrop hervorhebt, waren solche hoffnungsvollen \u00c4u\u00dferungen in Antizipation an die Ergebnisse der Konferenz in \u00c9vian allerdings selten.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn39\"><sup>[39]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-32 wp-block-paragraph\">Bereits einen Tag sp\u00e4ter, am 9. Juli 1938, berichtete&nbsp;<em>The Argus<\/em>&nbsp;von der Rede des australischen Delegierten Thomas White, in der er die Aufnahme von j\u00fcdischen Fl\u00fcchtenden aus \u00d6sterreich und Deutschland kategorisch ablehnte. Der Artikel zitiert White dabei ausf\u00fchrlich, wie er angesichts der Verf\u00fcgbarkeit von britischen Migrant:innen jegliche nicht-britische Migration ausschloss.&nbsp;Dabei spiegeln seine Aussagen wie \u201eman-power from the source whence the majority of citizens have sprung\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn40\"><sup>[40]<\/sup><\/a>&nbsp;und \u201ewe have no racial problem and do no desire to import one\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn41\"><sup>[41]<\/sup><\/a>&nbsp;in mehrfacher Hinsicht die rassistische White Australia Policy klar wider.&nbsp;Obwohl auch dar\u00fcber berichtet wird, dass die Australian Jewish Welfare Society (AJWS) bereits einige Fl\u00fcchtende aus \u00d6sterreich und Deutschland bei der Einreise unterst\u00fctzte, machen die Ausf\u00fchrungen von White klar, dass diese Migration so gering wie m\u00f6glich gehalten werden sollte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-33 wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzlich dazu beinhaltet diese Ausgabe des&nbsp;<em>Argus<\/em>&nbsp;vom 9. Juli einen Bericht \u00fcber die Migrationspl\u00e4ne der australischen Regierung zur Steigerung der Bev\u00f6lkerung. Dementsprechend w\u00fcrden vor allem J\u00fcdinnen und Juden auf strenge Kriterien gepr\u00fcft werden, um Einwander:innen \u201eof the right type\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn42\"><sup>[42]<\/sup><\/a>&nbsp;zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"588\" height=\"900\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-205\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image.jpeg 588w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/image-196x300.jpeg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 588px) 100vw, 588px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung 3: Trove,&nbsp;<em>Admittance Uncertain<\/em>, 9. Juli, 1938, The Argus, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12435329.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-34 wp-block-paragraph\">Diese anf\u00e4nglichen Berichte \u00fcber die Fl\u00fcchtlingskonferenz in \u00c9vian sowie deren Implikationen f\u00fcr Australien zeigen, dass der Leserschaft des&nbsp;<em>Argus<\/em>&nbsp;ein gewisses Sicherheitsgef\u00fchl vermittelt werden sollte. Entsprechend der Berichterstattung w\u00fcrde es trotz der Konferenz in \u00c9vian und steigenden Einreiseantr\u00e4gen aus Europe keine Ver\u00e4nderungen in der Migrationspolitik geben. Die Bev\u00f6lkerung sollte weiterhin homogen, also wei\u00df und britischen Ursprungs bleiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-35 wp-block-paragraph\">Kurz vor Ende der Konferenz berichtet&nbsp;<em>The Argus<\/em>&nbsp;am 12. Juli 1938 \u00fcber das Vorhaben, ein internationales Komitee bez\u00fcglich der Fl\u00fcchtlingssituation in Europa einzuberufen. Dieses soll das Ziel, j\u00fcdischen Fl\u00fcchtenden ein gewisses finanziellen Kapital zu erm\u00f6glichen, weiter verfolgen. Dieses Anliegen der in \u00c9vian versammelten Nationen, wird damit als einziges Konkretes Ergebnis der Konferenz dargestellt.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn43\"><sup>[43]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-36 wp-block-paragraph\">Dies wird in einem am 18. Juli ver\u00f6ffentlichten Kommentar \u00e4hnlich kommuniziert. Demnach wird die Errichtung des Intergovernmental Committee on Refugees (ICR) als einziges konkretes Ergebnis der Konferenz bezeichnet. Die kommentierende Person ist der Meinung, dass nach den Ergebnissen von \u00c9vian kein Platz f\u00fcr j\u00fcdische Fl\u00fcchtlinge in Europa w\u00e4re. Somit k\u00f6nnten J\u00fcdinnen und Juden nur in britischen und franz\u00f6sischen Kolonien angesiedelt werden.&nbsp;Dies w\u00fcrde auf l\u00e4ngere Sicht in Sinne der von den europ\u00e4ischen Demokratien und Amerika betriebenen \u201cAppeasement\u201d Politik sein: \u201eit follows from this that when the time comes, and it may be soon, to discuss the question of giving Germany colonial territory, those colonies which have become the new homes of her rejects will have to be withheld from her choice. So that her anti-Semitic tyranny may prove to be a two-edged sword.\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn44\"><sup>[44]<\/sup><\/a>&nbsp;Somit werden J\u00fcdinnen und Juden aus \u00d6sterreich und Deutschland als taktische Spielfiguren im zur\u00fcckhaltenden Umgang der USA, Gro\u00dfbritanniens und Frankreichs mit Hitlerdeutschland verstanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-37 wp-block-paragraph\">Am 5. August berichtet&nbsp;<em>The Argus<\/em>&nbsp;ebenfalls \u00fcber Notwendigkeit der Arbeit des in \u00c9vian etablierten Komitees angesichts der Zust\u00e4nde in Europa. Die Zeitung nimmt hier erstmals einen offensichtlich warnenden Ton ein, da durch die unorganisierte Fl\u00fcchtlingssituation nicht nur Europa, sondern auch die globale Lage betr\u00e4chtlich beeinflussen verm\u00f6ge. Hierbei wird ebenfalls die katastrophale Situation von politischen Fl\u00fcchtlingen innerhalb Europas angesprochen, wobei diese Opfergruppe nicht weiter beschrieben, und keine konkrete T\u00e4ter:innen genannt werden.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn45\"><sup>[45]<\/sup><\/a>&nbsp;Die Konferenz von \u00c9vian wird hier als Initiative des Versuchs gesehen, die Ausreise der betroffenen Gruppen \u00fcbersichtlich und organisiert voranzutreiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-38 wp-block-paragraph\">Diese Veranschaulichungen werden durch einen Kommentar derselben Ausgabe vom 5. August noch weiters verst\u00e4rkt. Die kommentierende Person beschriebt darin Foltervorlieben des Nationalsozialisten Julius Streicher und betont in Hinblick auf die Etablierung des ICR dessen Notwendigkeit bei der Unterst\u00fctzung von j\u00fcdischen Fl\u00fcchtenden aus Deutschland und \u00d6sterreich. Der Fokus liegt dabei auf einer m\u00f6glichst humanen Ausreise, obwohl die Frage m\u00f6glicher Aufnahmestaaten nicht adressiert wurde.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn46\"><sup>[46]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-39 wp-block-paragraph\">Knapp einen Monat sp\u00e4ter, am 3. September 1938, erscheint ein Bericht des amerikanischen Journalisten Karl von Wiegand, in welchem er \u00fcber Fluchtbewegung von J\u00fcdinnen und Juden angesichts der Verfolgung von Hitler und Mussolini spricht. Der ausf\u00fchrliche Artikel kritisiert dabei auch explizit die Konferenz von \u00c9vian und die Politik der teilnehmenden Nationen: \u201eThe cry and slogan of the recent Evian Conference, \u201aOpen the Gates\u2018 brought only a mournful echo. No gates were opened.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn47\"><sup>[47]<\/sup><\/a>&nbsp;Er kritisiert weiters die ablehnende Haltung der USA, ihre Einwanderungsquote f\u00fcr j\u00fcdische Fl\u00fcchtlinge nicht zu erh\u00f6hen. Obwohl der Artikel die Politik Australiens nicht explizit anspricht, r\u00fcttelt dieser erstmalig an der positiven Darstellung der Konferenz in der Zeitung. In keinem der vorangegangenen Beitr\u00e4gen wurde deren Unt\u00e4tigkeit angesichts der dramatischen Lage in Deutschland und \u00d6sterreich kritisiert bzw. deren Intentionen hinterfragt. Die genaue Beschreibung der Lebensrealit\u00e4t vieler J\u00fcdinnen und Juden in Hitlerdeutschland und Italien deutet ebenfalls darauf hin, dass die weltweiten z\u00f6gerlichen Reaktionen demokratischer Nationen als gro\u00dfer Fehler dargestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-40 wp-block-paragraph\">Solch eher kritische Berichterstattung des&nbsp;<em>Argus<\/em>&nbsp;stellte bez\u00fcglich der in \u00c9vian festgelegten Migrationspolitik Australiens allerdings eine Ausnahme dar. Am 7. Oktober 1938 ver\u00f6ffentlichte die Zeitung dazu einen Artikel, welcher zu derartiger Kritik Stellung bezog. Der Artikel bezeichnet ein Abwenden von den strengen Einwanderungskriterien dabei als kurzsichtig und gef\u00e4hrlich, und betont die Notwendigkeit von Migrantinen \u201eof British blood\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn48\"><sup>[48]<\/sup><\/a>&nbsp;als oberste Priorit\u00e4t in der Populationsfrage Australiens. Demnach sei es das Recht Australiens, diskriminierende Praktiken anzuwenden, um eine Migration wei\u00dfer britischer Personen zu f\u00f6rdern. Daran k\u00f6nnten auch die verheerende Situation vieler j\u00fcdischer Fl\u00fcchtenden nichts \u00e4ndern. Als Legitimierung dieser Argumentation wird explizit Thomas Whites Rede in \u00c9vian angef\u00fchrt.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn49\"><sup>[49]<\/sup><\/a>&nbsp;Dies zeigt, wie sehr die rassistisch motivierte Migrationspolitik Australiens mediale Agitation gegen potenzielle j\u00fcdische Fl\u00fcchtlinge noch weiter anspornte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-41 wp-block-paragraph\">Dass die Kritik an den Ergebnissen in \u00c9vian von Wiegand nur eine Ausnahme darstellte, veranschaulicht ein weiterer Kommentar der Ausgabe vom 23. November, in welchem das ICR als Nachfolgerin des&nbsp;<em>Nansen International Office for Refugees<\/em>&nbsp;dargestellt wird. Diese Institution des V\u00f6lkerbundes gr\u00fcndete auf der Arbeit von Fridtjof Nansen, der bereits in den 1920er Jahren etwa 400.000 Menschen materiell und politisch bei Fluchtbewegungen unterst\u00fctzte.<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn50\"><sup>[50]<\/sup><\/a>&nbsp;Die Verleihung des Friedensnobelpreises an diese Institution in Jahr 1938 war ausschlaggebend daf\u00fcr, die Konferenz von \u00c9vian und das daraus resultierende ICR als f\u00fcr die zeitgen\u00f6ssische Situation \u00e4hnlich wegweisend darzustellen.&nbsp;Die kommentierende Person behauptet schlie\u00dflich, \u201eit might not be too much to expect that the Evian Conference Powers, in pooling their resources, may by anticipation and prevention save the world from a repetition of the ugly spectacle that it is witnessing to-day.\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftn51\"><sup>[51]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-42 wp-block-paragraph\">Damit spiegelt der Kommentar die g\u00e4ngige positive Darstellung der Ergebnisse von \u00c9vian wider. Konkrete Fragen der Unterst\u00fctzung von Fl\u00fcchtenden oder die M\u00f6glichkeit Einwanderungsquoten zu erh\u00f6hen, sind in der Berichterstattung nicht anzufinden. Hingegen wird die Etablierung des ICR sowie das Ziel, Fl\u00fcchtenden mehr Kapital bei der Ausreise aus Deutschland zu gew\u00e4hrleisten, als ausreichend betrachtet. Die Berichterstattung des&nbsp;<em>Argus<\/em>&nbsp;hinterfragt die konkreten Aussagen des Delegierten White in \u00c9vian nicht, obwohl die Lebensrealit\u00e4ten j\u00fcdischer Menschen in Deutschland und \u00d6sterreich in mehreren Artikeln explizit beschrieben wurden. Die scheinbare Solidarit\u00e4t mit den Fl\u00fcchtenden f\u00fchrt zu keiner Erosion der diskriminierenden Migrationspraktiken und blieb auf rein symbolischer Ebene.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-43 wp-block-paragraph\"><strong>Conclusio<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-44 wp-block-paragraph\">Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich feststellen, dass beide Zeitungen ein \u00e4hnliches Bild der Geschehnisse rund um die Konferenz in \u00c9vian zeichneten. Sowohl&nbsp;<em>The Age<\/em>&nbsp;als auch&nbsp;<em>The Argus<\/em>&nbsp;reproduzierten in ihrer anf\u00e4nglichen Berichterstattung den ablehnenden und diskriminierenden Diskurs \u00fcber potenzielle j\u00fcdische Migration aus Deutschland und \u00d6sterreich nach Australien. Die Aussage von Thomas White in \u00c9vian, dass durch j\u00fcdische Migration \u201eRassenprobleme\u201c in Australien gef\u00f6rdert werden w\u00fcrden, stellte dabei ein zentrales Element der Argumentationslinien beider Zeitungen dar. Teilweise wurde diese Behauptung aufgegriffen, um potenzielle j\u00fcdische Fl\u00fcchtende weiter zu stigmatisieren. Die rassistische \u201eWhite Australia Policy\u201c nimmt somit in beiden Zeitungen eine prominente Rolle ein und wurde durch die jeweiligen Darstellungen unterst\u00fctzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-45 wp-block-paragraph\">Wirkliche Handlungsnot bestand laut der Berichterstattung bei finanziellen Aspekten j\u00fcdischer Migration aus Deutschland und \u00d6sterreich. Mehrmals wurde das Problem angesprochen, dass j\u00fcdischen Fl\u00fcchtenden kein Kapitel nach der Ausreise aus Deutschland und \u00d6sterreich zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde. Die Forderung nach einer Kehrtwende Deutschlands bez\u00fcglich dieser finanziellen Frage wurde mehrmals hervorgehoben und als konkretes Ergebnis der Konferenz in \u00c9vian dargestellt, obwohl dies von Hitlerdeutschland v\u00f6llig unbeachtet blieben. Hingegen dazu gab es nur wenige Stimmen, die konkrete Kritik an der Politik der Teilnehmernationen \u00fcbten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-46 wp-block-paragraph\">Obwohl Berichte beider Zeitungen explizit die dramatischen und sich weiter verschlechternden Umst\u00e4nde in Europa ansprachen, blieben konkrete Forderungen nach einer Erh\u00f6hung der Aufnahmequoten aus. Sympathie und Solidarit\u00e4t mit j\u00fcdischen Fl\u00fcchtenden waren im medialen Diskurs somit zwar erkennbar, setzten allerdings keine politischen Kr\u00e4fte in Gang. Eine Erkl\u00e4rungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr diese vorsichtige Solidarit\u00e4t liegt wohl darin, dass die Teilnehmernationen der Konferenz von \u00c9vian keine weiteren Auswanderungswellen aus Europa oder anderen Gebieten entfachen wollten. Dies hatte allerdings f\u00fcr viele betroffenen J\u00fcdinnen und Juden in Europa fatale Folgen. Die Berichterstattung zeigt dadurch, dass selbst solidarische Menschen in Australien bez\u00fcglich j\u00fcdischer Migration skeptisch bleiben sollten, da diese in den zahlreichen Artikeln mit einer Verschlechterung der Verh\u00e4ltnisse im eigenen Land verbunden wurden. Obwohl&nbsp;<em>The Age<\/em>und&nbsp;<em>The Argus<\/em>&nbsp;in Ausnahmef\u00e4llen Kritik an der Konferenz von \u00c9vian zulie\u00dfen, bleib diese verglichen mit der restlichen Berichterstattung klar im Hintergrund.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Sandra Kostner, &#8220;Asyl: Australien als Vorbild f\u00fcr Europa\u201c,&nbsp;<em>Der Pragmaticus,&nbsp;<\/em>Januar 19, 2024, https:\/\/www.derpragmaticus.com\/r\/asylrecht-europa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;Anna-Lena Abbott, \u201cAustraliens Fl\u00fcchtlingspolitik: Abschrecken, abschotten, abw\u00e4lzen\u201c,&nbsp;<em>Der&nbsp;<\/em>Spiegel, Dezember 12, 2017,&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/australien-warum-die-fluechtlingspolitik-kein-vorbild-fuer-europa-sein-kann-a-1181555.html.\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/australien-warum-die-fluechtlingspolitik-kein-vorbild-fuer-europa-sein-kann-a-1181555.html.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201eHow are Human Rights Protected in Australia Law\u201d, Australian Human Rights Commission, Februar 21, 2025, https:\/\/humanrights.gov.au\/our-work\/rights-and-freedoms\/how-are-human-rights-protected-australian-law.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;Fr\u00e9d\u00e9ric Bonnesoeur, et al,&nbsp;<em>Geschlossene Grenzen. Die Internationale Fl\u00fcchtlingskonferenz von \u00c9vian 1938<\/em>&nbsp;(Zentrum f\u00fcr Antisemitismusforschung der Technischen Universit\u00e4t Berlin und der Gedenkst\u00e4tte Deutscher Widerstand, 2018), 32.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;Jochen Thies,&nbsp;<em>Evian 1938. Als die Welt die Juden verriet&nbsp;<\/em>(Klartext Verlag, 2017), 10.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;Luise Eckardt,&nbsp;&#8220;Zerm\u00fcrbende Vorbereitung einer Konferenz: Korrespondenz zwischen Salomon Adler-Rudel und Hans Sch\u00e4ffer\u201c, in&nbsp;<em>Keine Zuflucht. Nirgends. Die Konferenz von \u00c9vian und die Fahrt der ST.LOUIS (1938\/39),<\/em>&nbsp;ed. Eva Sch\u00f6ck-Quinteros, Matthias Loeber und Simon Rau (Universit\u00e4t Bremen, 2019), 105.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;Bonnesoeur et al.,&nbsp;<em>Geschlossene Grenzen<\/em>, 40.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;Dorothy Thompson,&nbsp;&#8220;Refugees: A World Porblem\u201c, in&nbsp;<em>Keine Zuflucht.&nbsp;<\/em><em>Nirgends. Die Konferenz von \u00c9vian und die Fahrt der ST.LOUIS (1938\/39),<\/em>&nbsp;ed. Eva Sch\u00f6ck-Quinteros, Matthias Loeber und Simon Rau (Universit\u00e4t Bremen, 2019), 37 -50.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Bonnesoeur,&nbsp;<em>Geschlossene Grenzen<\/em>, 40.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;Denn erst 1931 wurde Australien die Unabh\u00e4ngigkeit verliehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Jan Mathis Tietjen,&nbsp;&#8220;Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Der Auftritt Australiens auf der Konferenz von \u00c9vian\u201c, in&nbsp;<em>Keine Zuflucht. Nirgends. Die Konferenz von \u00c9vian und die Fahrt der ST.LOUIS (1938\/39),<\/em>&nbsp;ed. Eva Sch\u00f6ck-Quinteros, Matthias Loeber und Simon Rau (Universit\u00e4t Bremen, 2019), 98.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;&#8220;80 Jahre Evian Konferenz. Eine &#8220;verpasste Chance&#8221;?\u201c, OeAD erinnern:at, 24 Februar, 2025, https:\/\/www.erinnern.at\/themen\/e_bibliothek\/miscellen\/80-jahre-evian-konferenz.-eine-verpasste-chance<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Otto Langels,&nbsp;&#8220;Konferenz von Evian vor 80 Jahren. Keine Hilfe f\u00fcr j\u00fcdische Fl\u00fcchtlinge\u201c,&nbsp;<em>Deutschlandfunk,&nbsp;<\/em>J\u00e4nner 15, 2017, https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/konferenz-von-evian-vor-80-jahren-keine-hilfe-fuer-100.html.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Tietjen,&nbsp;&#8220;Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit\u201c, 96.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Philipp Strobl, \u201cCollective Refugee Agency and the Negotiation of Migration Laws in Wartime Australia, 1939\u20131943\u201d,&nbsp;<em>The Historical Journal<\/em>&nbsp;(2025): 5, https:\/\/doi.org\/10.1017\/S0018246X24000773.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;&#8220;White Australia policy\u201d, National Museum Australia, 24 Februar, 2025,&nbsp;<br><a href=\"https:\/\/www.nma.gov.au\/defining-moments\/resources\/white-australia-policy\">https:\/\/www.nma.gov.au\/defining-moments\/resources\/white-australia-policy<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;Bonnesoeur,&nbsp;<em>Geschlossene Grenzen<\/em>, 275.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>&nbsp;Strobl,&nbsp;&#8220;Collective Refugee Agency and the Negotiation of Migration Laws in Wartime Australia, 1939\u20131943\u201d, 5.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>&nbsp;Thies,&nbsp;<em>Evian 1938<\/em>, 47.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>&nbsp;Oberstleutnant Sir Thomas Walter White,&nbsp;&#8220;Protokoll der Konferenz von \u00c9vian\u201c, in&nbsp;<em>Keine Zuflucht. Nirgends. Die Konferenz von \u00c9vian und die Fahrt der ST.LOUIS (1938\/39),<\/em>&nbsp;ed. Eva Sch\u00f6ck-Quinteros, Matthias Loeber und Simon Rau (Universit\u00e4t Bremen, 2019), 181.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>&nbsp;Thies,&nbsp;<em>Evian 1938. Als die Welt die Juden verriet<\/em>, 128.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>&nbsp;White,&nbsp;&#8220;Protokoll der Konferenz von \u00c9vian\u201c, 182.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>&nbsp;Sybil Nolan, &#8220;Manifest Editorial Differences: The Age and The Argus in the 1920s and 30s,\u201d in Argus: The Life and Death of a Great Melbourne Newspaper: 1846-1957, ed. Muriel Porter, (RMIT Publishing, 2003), 33.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cBritannica: The Age\u201d, Encyclop\u00e6dia Britannica, Inc., 22 April, 2025, https:\/\/www.britannica.com\/topic\/The-Age<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>&nbsp;&#8220;European Refugees\u201d, The Age, Trove, accessed February 25, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205140292.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>&nbsp;Ebd.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>&nbsp;Siehe Seite 6.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cPlight of Jews. Small Results from Evian Conference\u201d, The Age, Trove, accessed February 25, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205142641.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>&nbsp;Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201eNew Hope for Refugees. An International Commission\u201c, The Age, Trove, accessed February 25, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205123258.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cAsylum for Refugees\u201d, The Age, Trove, accessed February 25, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/205127383.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>&nbsp;Trove, \u201dPlight of Jews\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref33\"><sup>[33]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cAustralia and the Refugee Problem\u201d, The Age, Trove, accessed April 22. 2025.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref34\"><sup>[34]<\/sup><\/a>&nbsp;Ebd.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref35\"><sup>[35]<\/sup><\/a>&nbsp;Nolan, \u201cManifest Editorial Differences, 30-33.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref36\"><sup>[36]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cNations Meet,\u201d The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12433907.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref37\"><sup>[37]<\/sup><\/a>&nbsp;Paul R. Bartop,&nbsp;<em>The Holocaust and Australia: Refugees, Rejection, and Memory<\/em>. (Bloomsbury Academic, 2022), 49.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref38\"><sup>[38]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cWould Be Loyal,\u201c The Argus, Trove, accessed&nbsp;&nbsp;February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12433974.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref39\"><sup>[39]<\/sup><\/a>&nbsp;Bartrop,&nbsp;<em>The Holocaust and Australia<\/em>, 52.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref40\"><sup>[40]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cAdmittance Uncertain,\u201c The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12435329.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref41\"><sup>[41]<\/sup><\/a>&nbsp;Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref42\"><sup>[42]<\/sup><\/a>&nbsp;<a>\u201cMigration Plans,\u201d The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12435342.&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref43\"><sup>[43]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cAiding Refugees,\u201d The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12437094.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref44\"><sup>[44]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cWho Wants Peace?\u201d The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12442760.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref45\"><sup>[45]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cExodus of Jews: Menace to Europe,\u201d The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12458605.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref46\"><sup>[46]<\/sup><\/a>&nbsp;&#8220;Combating Barbarism,\u201c The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12458748.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref47\"><sup>[47]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cForcing Jews to Leave Europe,\u201d The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12482222.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref48\"><sup>[48]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cImmigrants Banned,\u201d The Argus, Trove, last accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12501744.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref49\"><sup>[49]<\/sup><\/a>&nbsp;Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref50\"><sup>[50]<\/sup><\/a>Alessandra Roversi,&nbsp;&#8220;The Evolution of the Refugee Regime and Institutional Responses: Legacies from the Nansen Period. \u201d<em>Refugee Survey Quarterly<\/em>&nbsp;22, no. 1 (2003): 25-26. https:\/\/doi.org\/10.1093\/rsq\/22.1.21.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/1346C00B-4C5C-48F4-8D39-02A2FB46B75F#_ftnref51\"><sup>[51]<\/sup><\/a>&nbsp;\u201cGreat Name Honoured,\u201d The Argus, Trove, accessed February 24, 2025, https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/12066852.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Aufsatzsammlung analysiert die Darstellung und Diskussion von Flucht und Migration in der australischen Presse der sp\u00e4ten 1930er Jahre. 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