{"id":242,"date":"2025-08-14T08:36:02","date_gmt":"2025-08-14T08:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/mom.univie.ac.at\/?p=242"},"modified":"2025-08-22T08:51:45","modified_gmt":"2025-08-22T08:51:45","slug":"zwischen-ablehnung-assimilation-und-akzeptanz-darstellung-von-unbegleiteten-minderjahrigen-europaischen-migrantinnen-in-den-beiden-zeitungen-the-daily-telegraph-und-the","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mom.univie.ac.at\/?p=242","title":{"rendered":"Zwischen Ablehnung, Assimilation und Akzeptanz: Darstellung von unbegleiteten, minderj\u00e4hrigen, europ\u00e4ischen Migrant:innen in den beiden Zeitungen \u201eThe Daily Telegraph\u201c und \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c &#8211; Denise Ponholzer, Daniela Singer"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Aufsatzsammlung analysiert die Darstellung und Diskussion von Flucht und Migration in der australischen Presse der sp\u00e4ten 1930er Jahre. Im Zentrum steht die Frage, wie Presseberichte zur Konstruktion von Fremdheit, Zugeh\u00f6rigkeit und nationaler Identit\u00e4t beitrugen, insbesondere im Kontext globaler Fluchtbewegungen aus dem nationalsozialistischen Europa. Die Blogbeitr\u00e4ge untersuchen anhand diskursanalytischer Methoden, welche Narrative \u2013 etwa Bedrohung, \u00dcberfremdung, \u00f6konomische Belastung oder Humanit\u00e4t \u2013 in f\u00fchrenden australischen Zeitungen reproduziert und verhandelt wurden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der restriktiven \u201eWhite Australia Policy\u201c und der grundlegenden Pr\u00e4gung nationaler Identit\u00e4t durch Medienrhetorik. Die unterschiedlichen Beitr\u00e4ge nehmen spezifische Fallbeispiele in den Blick, darunter die Berichterstattung \u00fcber die \u00c9vian-Konferenz, die Aufnahme j\u00fcdischer Fl\u00fcchtlinge, die Darstellung unbegleiteter Migrant:innen und die spezifischen Narrative zu einzelnen Gruppen oder Ereignissen. Ebenso werden die Wechselwirkungen von Politik, Presse und \u00d6ffentlichkeit sowie die Spielr\u00e4ume f\u00fcr solidarische oder ausgrenzende Diskurse beleuchtet. Methodisch basiert das Projekt auf der Auswertung digitalisierter Zeitungsquellen und einer multiperspektivischen Herangehensweise im Rahmen eines universit\u00e4ren Lehrprojekts. Insgesamt verdeutlicht die Beitr\u00e4ge die historische Verwobenheit von medialen Diskursen, migrationspolitischer Praxis und gesellschaftlicher Identit\u00e4tsbildung, deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart reichen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"364\" height=\"436\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet2-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-251\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet2-1.png 364w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet2-1-250x300.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">No 5 Army Film &amp; Photographic Unit, Mapham J (Sgt).\u00a0<em>Displaced Persons and Refugees in Germany<\/em>. Photograph. Taken on May 18, 1945. Imperial War Museums. Zugriff am 13. April 2025.<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Displaced_Persons_and_Refugees_in_Germany_BU6635.jpg\"><\/a><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Displaced_Persons_and_Refugees_in_Germany_BU6635.jpg\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Displaced_Persons_and_Refugees_in_Germany_BU6635.jpg<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Zwischen Ablehnung, Assimilation und Akzeptanz: Darstellung von unbegleiteten, minderj\u00e4hrigen, europ\u00e4ischen Migrant:innen in den beiden Zeitungen \u201eThe Daily Telegraph\u201c und \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denise Ponholzer, Daniela Singer<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-1 wp-block-paragraph\"><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">\u201c<em>Every war is a war against a child.<\/em>\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-2 wp-block-paragraph\">Mit diesem Zitat von Eglantyne Jebb beginnt auch Glen Palmer seine Dissertation zum Thema der unbegleiteten, minderj\u00e4hrigen Migrant:innen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;Da diese Aussage besonders pr\u00e4gnant und f\u00fcr das untersuchte Thema relevant ist, soll sie auch in diesem Kontext als Einstieg dienen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-3 wp-block-paragraph\">Krieg wird immer auf dem R\u00fccken der \u00c4rmsten und Schutzlosesten ausgetragen. Dies wird in diesem Zitat deutlich. Kinder finden sich unter den unschuldig Betroffenen und es werden Wege gesucht sie zu sch\u00fctzen. Ein Beispiel einer solchen Bestrebung findet sich in Australien in den 1940er Jahren wieder. Hier wurde versucht, eine als zu gering angesehene Bev\u00f6lkerung durch die Immigration von europ\u00e4ischen, minderj\u00e4hrigen Fl\u00fcchtlingen anwachsen zu lassen. Dabei fand in den 1940er Jahren in Australien ein Wandel von einer restriktiven Einwanderungspolitik zu einer Politik des \u201cpopulate or perish\u201d statt. Beeinflusst wurde dieser Wandel durch diverse Faktoren, wie auch den Kriegsverlauf.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-4 wp-block-paragraph\">\u00dcber diesen Vorgang wurde auch in australischen Tageszeitungen berichtet. Dieser Diskurs soll nachfolgend analysiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-5 wp-block-paragraph\">Um diesen spezifischen Aspekt der Kriegs-Waisen als Migrant:innen und genauer den Diskurs \u00fcber diese Thematik in Zeitungen zu beleuchten wird folgende Forschungsfrage als Grundlage genutzt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-6 wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWie hat sich die Darstellung von unbegleiteten, minderj\u00e4hrigen, deutschsprachigen Migrant:innen in den beiden Zeitungen \u201eThe Daily Telegraph\u201c und \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c in Sydney von 1943 bis 1949 ver\u00e4ndert?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-7 wp-block-paragraph\">Wie in der Forschungsfrage bereits erkennbar, wurden hier Einschr\u00e4nkungen vorgenommen, um das Thema in einem angemessenen Rahmen zu behandeln. So wird die Thematik etwa an den Beispielen der Zeitungen \u201eThe Daily Telegraph\u201c und \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c analysiert. Die ausgew\u00e4hlten Zeitungen verf\u00fcgten beide \u00fcber eine breite Leser:innenschaft und stellten damit auch zentrale Informationsquellen im Raum Sydney dar.<br>Zeitlich wird ein Bereich zwischen 1943 und 1949 betrachtet. So ist es m\u00f6glich, insbesondere in den Anfangsjahren, auch eine gewisse Entwicklung aufzuzeigen und Quellen sowohl vor, als auch nach gewissen Z\u00e4suren zu inkludieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-8 wp-block-paragraph\">Um passende Artikel zu finden, wurde zuerst eine Suche im australischen Online-Zeitungsarchiv Trove<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;durchgef\u00fchrt. Die Suche wurde auf den Bereich in und um Sydney und nachfolgend auf die Zeitungen \u201eThe Daily Telegraph\u201c und \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c beschr\u00e4nkt. Zudem wird nur der Zeitraum zwischen 1943 und 1949 ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-9 wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Suche wurden Begriffe wie \u201eunaccompanied child migrants\u201c, \u201egerman child migrants\u201c oder \u201echild migrants\u201c verwendet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-10 wp-block-paragraph\">F\u00fcr die weitere Bearbeitung und Analyse der Zeitungsartikel wird eine qualitative Inhaltsanalyse verwendet. Hier wurden sechs Analysekategorien festgelegt. Anhand dieser k\u00f6nnen die Artikel analysiert, kategorisiert und anschlie\u00dfend die Ergebnisse verglichen und kontextualisiert werden. Die erste Kategorie wird als \u201eThema\u201c bezeichnet und nennt in wenigen Worten die im Text behandelte Thematik. Als n\u00e4chstes wird die Art des Artikels festgestellt. Diese Einordnung soll aufzeigen in welcher Form (Artikel, Bericht, Umfrage, Leserbrief, etc.)&nbsp;&nbsp;\u00fcber diese Geschehnisse und Entwicklungen geschrieben wurde. Diese Analysekategorie zeigt, inwieweit die \u00d6ffentlichkeit in die Berichterstattung involviert war und wessen Meinungen publiziert wurden. Einhergehend wird auch der Zweck des Artikels genannt. Hiermit wird die Absicht der Autor:innen festgehalten. Neben diesen eher formalen Kategorien gibt es drei weitere, welche sich genauer mit dem Inhalt besch\u00e4ftigen. Zuerst wird die grunds\u00e4tzliche Verortung des Artikels festgestellt, hierzu dient die Kategorie \u201ePro\/Contra Migration\u201c, welche aufzeigt ob sich die im Artikel dargestellte Meinung generell f\u00fcr oder gegen Migration positioniert. Die n\u00e4chste Analysekategorie ist \u201eTon\u201c. Hier wird die Schreibweise und Wortwahl des Artikels analysiert und es wird dadurch auch die Einstellung gegen\u00fcber der Thematik der unbegleiteten, minderj\u00e4hrigen Migrant:innen festgehalten. Zuletzt folgt die Kategorie \u201eBezeichnungen\u201c. Hier werden die f\u00fcr die Migrant:innen benutzten Begriffe festgehalten. Bei dieser Kategorie ist eine gewisse Beeinflussung durch die zuvor verwendeten Suchbegriffe m\u00f6glich. Durch die Feststellung der in den Artikeln genutzten Bezeichnungen ist es m\u00f6glich, diese zu vergleichen und somit aufzuzeigen, ob es einige regelm\u00e4\u00dfig genutzte Begriffe gibt. Zudem k\u00f6nnen durch diese Nebeneinanderstellung auch vom Diskurs abweichende, m\u00f6glicherweise besonders bef\u00fcrwortend oder ablehnend genutzte, Bezeichnungen erkannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-11 wp-block-paragraph\">Obwohl die Thematik der Migrationspolitik im und nach dem Zweiten Weltkrieg in den Australischen Zeitungen viel diskutiert wurde und somit auch ein reichhaltiger Forschungsdiskurs zu diesem Thema besteht, ist der hier behandelte Aspekt der unbegleiteten, minderj\u00e4hrigen, deutschsprachigen Migrant:innen in dem von uns untersuchten Zeitraum nur selten bis gar nicht in bestehender Literatur zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-12 wp-block-paragraph\">Aus diesem Grund sollen nachfolgend einige \u00dcberblickswerke vorgestellt werden. Diese dienen als Grundlage und Ausgangspunkt f\u00fcr diese Untersuchung und bieten zudem die M\u00f6glichkeit, gefundene Ergebnisse zu kontextualisieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-13 wp-block-paragraph\">Ein auffallender Aspekt in der Forschungsliteratur ist das fast vollst\u00e4ndige Fehlen von Arbeiten zu bzw. mit Tageszeitungen. H\u00e4ufig dienen Interviews, Reisedokumente, oder andere pers\u00f6nliche Dokumente, welche w\u00e4hrend der Flucht ben\u00f6tigt bzw. ausgestellt wurden als Forschungsgrundlage.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;Zudem wird oft ein Forschungszeitraum bis zum Jahr 1945 gew\u00e4hlt.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;Anschlie\u00dfend wird wiederum nur die Zeit nach dem Jahr 1945 betrachtet. Um neue Aspekte aufzuzeigen, soll in der folgenden Arbeit der Zeitraum bis 1945 nur als Vorgeschichte betrachtet werden und der Hauptfokus liegt in den sp\u00e4ten 1940er-Jahren. Hiermit soll eine Verkn\u00fcpfung beider bisher erforschter Untersuchungszeitr\u00e4ume stattfinden und damit einen neuen Zugang zum Thema schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-14 wp-block-paragraph\">Ein f\u00fcr diese Thematik relevanter Autor ist Glen Palmer. Bereits in seiner 1995 ver\u00f6ffentlichten Dissertation besch\u00e4ftigte er sich mit unbegleiteten Fl\u00fcchtlingskindern in Australien. Auch der Faktor der nationalen Herkunft, in diesem Fall, aus Deutschland bzw. aus deutschsprachigen Regionen wird in einem eigenen Kapitel behandelt.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;Neben diesem Werk publizierte Palmer auch weitere Artikel zu diesem Thema.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-15 wp-block-paragraph\">Ein weiteres der zuvor erw\u00e4hnten Grundlagenwerke stellt&nbsp; \u201cImmigration Policies and Refugees in Australia\u201d von Charles Price dar, welches die australische Migrationspolitik im Allgemeinen behandelt.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-16 wp-block-paragraph\">Um eine gute Einbettung dieser Untersuchung in den vorhandenen&nbsp; Forschungsstand zu gew\u00e4hrleisten, wurden Werke herangezogen, welche sich mit dem Zeitraum nach 1949 besch\u00e4ftigen und somit einen gewissen Ausblick bieten. Hier gibt es etwa ein Buchkapitel mit dem Titel \u201c A Distant Sanctuary: Australia and Child Holocaust Survivors\u201d von Suzanne D. Rutland<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>, oder auch die Texte \u201cFated to be Orphans: The Consequences of Australia\u2019s Post-War Resettlement Policy on Refugee Children\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;und \u201cReffos, Wogs and Dagoes: The Immigration Experience in Post-World War II Australia\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;aus dem Jahr 2016.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-17 wp-block-paragraph\"><strong>Die Australische Einwanderungspolitik in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts<\/strong><br>Im weltweiten Vergleich ist die Geschichte der australischen Immigrationspolitik sehr kurz.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>\u00a0Die australische Immigrationspolitik war (und ist) genau festgelegt und streng organisiert.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>\u00a0Die australische Regierung befasste sich vor dem Zweiten Weltkrieg kaum mit Migrationsfragen und Einwanderungspolitik nicht-britischer Migrant:innen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>\u00a0Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg existiert jedoch ein eigenes Ministerium.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>\u00a0Eine Begr\u00fcndung f\u00fcr die Errichtung eines solchen Ministeriums, kann in dem im Laufe des Zweiten Weltkrieges aufgekommenen Gedankens des \u201epopulate or perish\u201c, gesehen werden. Diese Idee geht auf die Vorstellung zur\u00fcck, dass entweder ein Bev\u00f6lkerungswachstum stattfindet oder die Bev\u00f6lkerung bzw. die Nation untergeht.\u00a0 Da die australische Bev\u00f6lkerung, auch aufgrund des Verlaufes des Zweiten Weltkrieges nicht anwuchs und die Geburtenrate r\u00fcckl\u00e4ufig war, sollten, besonders um die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t und (au\u00dfenpolitische) Sicherheit aufrechtzuerhalten, Einwander:innen nach Australien kommen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>\u00a0Dabei wurde bis in die 1960er Jahre jedoch nicht zwischen Fl\u00fcchtenden, Displaced Persons und Immigrant:innen unterschieden.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>\u00a0Die australische Einwanderungspolitik in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts war vor allem auch durch die sogenannte \u201cWhite Australia policy\u201d gepr\u00e4gt. Das Ziel dieser Politik war damit die Erhaltung einer m\u00f6glichst homogenen Gesellschaft und der nahtlosen Assimilation von Einwander:innen in die australische Gesellschaft.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"822\" height=\"672\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-245\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet1.png 822w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet1-300x245.png 300w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet1-768x628.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 822px) 100vw, 822px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb.1: Australian National Maritime Museum.\u00a0<em>Four Berth Cabin on Unknown Migrant Ship<\/em>.\u00a0Fotografie von Davis Pratt, 1950. Wikimedia Commons. Zugriff am 13. April 2025.<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Four_berth_cabin_on_unknown_migrant_ship_(8402848461).jpg\"><\/a><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Four_berth_cabin_on_unknown_migrant_ship_(8402848461).jpg\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Four_berth_cabin_on_unknown_migrant_ship_(8402848461).jpg<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-18 wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWhite Australia policy\u201c<\/strong><br>Das australische Ziel war es eine m\u00f6glichst britische Bev\u00f6lkerung in Australien zu erhalten.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>\u00a0In Folge dessen zielte die sogenannte \u201eWhite Australia policy\u201c prim\u00e4r auf die Assimilation von Einwander:innen und der Bildung einer m\u00f6glichst homogenen Gesellschaft, ab.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>\u00a0Die \u201eWhite Australia policy\u201c richtete sich demnach vor allem gegen nicht-britische, allen voran asiatische Einwander:innen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>\u00a0In erster Linie sollten britische Immigrant:innen in Australien aufgenommen werden. Hierf\u00fcr gab es Pl\u00e4ne f\u00fcr jede nicht-britische Person zehn britische Immigrant:innen aufzunehmen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>\u00a0Der australische Plan, m\u00f6glichst viele Brit:innen anzuziehen, ging jedoch nicht auf. Damit wandte man sich seit dem Jahr 1947 vermehrt an europ\u00e4ische Displaced Persons.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>\u00a0Die australische Regierung versuchte durch verschiedene Ma\u00dfnahmen die Bev\u00f6lkerung auf europ\u00e4ische Immigrant:innen vorzubereiten. So wurde beispielsweise auch die australische Presse, in erster Linie auch Tageszeitungen, angeleitet, ihre Berichterstattung entsprechend zu gestalten. \u00dcber die Ankunft von Migrant:innen wurde in den Jahren 1946 und 1947 oft noch kritischer berichtet als in den Folgejahren. Anschlie\u00dfend entstand der Ausdruck \u201enew Australian\u201c, um die Akzeptanz von Migrant:innen innerhalb der Gesellschaft zu verbessern.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>\u00a0Ferner bestanden innerhalb der Gesellschaft weitgehende Vorurteile gegen nicht-britische Einwander:innen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-19 wp-block-paragraph\">Besonders wurden innerhalb der australischen Bev\u00f6lkerung Immigrant:innen der \u201ewhite races\u201c, \u201eNordics and Scandinavian races\u201c und \u201eEuropean races\u201c bevorzugt. Hinsichtlich anderer Bev\u00f6lkerungsgruppen wie Italiener:innen, Jugoslaw:innen oder (polnische) J\u00fcd:innen bestanden Vorurteile und weitgehende Generalisierungen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>&nbsp;Diese Neigung der australischen Bev\u00f6lkerung, wie auch der Regierung verdeutlichte sich in der sogenannten \u201cWhite Australia policy\u201d.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-20 wp-block-paragraph\"><strong>Kinder als Immigrant:innen<\/strong><br>Folgend aus den \u00dcberlegungen des australischen Migrationsministeriums und der \u201eWhite Australia policy\u201c wurden minderj\u00e4hrige wei\u00dfe Immigrant:innen bevorzugt. Auch hier pr\u00e4ferierte man britische Kinder.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>\u00a0Die angestrebte Zielgruppe wurde mit dem Ausdruck \u201echild population of Britain\u201c bezeichnet. Diese Gruppe bestand jedoch aufgrund innereurop\u00e4ischer Fluchtbewegungen nun aus Kindern aus verb\u00fcndeten, wie auch ehemals feindlichen Staaten. Damit entstanden Diskussionen rund um die Aufnahme von anderen europ\u00e4ischen Fl\u00fcchtlingskindern.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>\u00a0\u00a0Aber auch aufgrund der geringen Anzahl an britischen Waisenkindern, wandte man den Blick auch auf Kinder aus anderen europ\u00e4ischen Staaten. So sollen britische Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren und andere europ\u00e4ische Kinder im Alter von sechs bis zw\u00f6lf Jahren aufgenommen werden. Kinder wurden dabei als ideale Immigrant:innen gesehen, da sie aufgrund ihres jungen Alters anpassungsf\u00e4higer waren und ebenso ihre gesamte Arbeitslaufbahn noch vor sich hatten und damit wirtschaftliches Potential in sich trugen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn31\"><sup>[31]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-21 wp-block-paragraph\"><strong>Wer kam nach Australien? &#8211; Die Hintergr\u00fcnde der unbegleiteten Minderj\u00e4hrigen<\/strong><br>W\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges kamen vorwiegend britische Kinder nach Australien. Viele dieser Kinder wurden von ihren M\u00fcttern begleitet. Andere Kinder wurden von ihren Eltern aufgrund der Kriegsgeschehnisse alleine nach Australien geschickt.\u00a0 Jedoch blieb die Zahl jener Kinder, die nicht aus Gro\u00dfbritannien stammten, gering.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn32\"><sup>[32]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"364\" height=\"436\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-247\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet2.png 364w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet2-250x300.png 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2: No 5 Army Film &amp; Photographic Unit, Mapham J (Sgt).\u00a0<em>Displaced Persons and Refugees in Germany<\/em>. Photograph. Taken on May 18, 1945. Imperial War Museums. Zugriff am 13. April 2025.<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Displaced_Persons_and_Refugees_in_Germany_BU6635.jpg\"><\/a><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Displaced_Persons_and_Refugees_in_Germany_BU6635.jpg\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Displaced_Persons_and_Refugees_in_Germany_BU6635.jpg<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-22 wp-block-paragraph\">Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Situation der unbegleiteten Minderj\u00e4hrigen bzw. Waisenkinder un\u00fcbersichtlich. Die UNRRA<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn33\"><sup>[33]<\/sup><\/a>&nbsp;unter der \u201eChild Tracing and Reparation Unit\u201c versuchte diese schwierige Lage zu organisieren und die Kinder wieder mit ihren Eltern bzw. anderen Verwandten zu vereinen oder an sichere Orte zu bringen. Dabei gab es jedoch Zweifel und Schwierigkeiten in der Umsetzung dieser Pl\u00e4ne. Diese Kinder hatten verschiedenste Hintergr\u00fcnde, so kamen beispielsweise Kinder aus Konzentrationslagern, waren von den Nazis verschleppt worden, galten als Displaced Persons und befanden sich in DP-Lagern oder waren auch deutsche Kinder, welche durch den Kriegsverlauf ohne ihre Eltern aufgefunden wurden. Im Falle der deutschen Kinder bzw. jener Kinder der deutschsprachigen Bev\u00f6lkerung, die aus Regionen wie Schlesien oder B\u00f6hmen vertrieben wurden, wurden vor allem durch das Deutsche Rote Kreuz versorgt.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn34\"><sup>[34]<\/sup><\/a>&nbsp;F\u00fcr die Organisation der Einwanderung aus DP-Lagern gab es ein Abkommen der IRO<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn35\"><sup>[35]<\/sup><\/a>&nbsp;mit Australien.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn36\"><sup>[36]<\/sup><\/a>&nbsp;Anfragen zur Immigration nach Australien wurden im Regelfall schnell bearbeitet und erm\u00f6glichte so auch eine effiziente Einreise.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn37\"><sup>[37]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-23 wp-block-paragraph\"><strong>Analyse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-24 wp-block-paragraph\">Wie zuvor angemerkt werden zur Analyse verschiedene Artikel der beiden Zeitungen \u201eThe Daily Telegraph\u201c und \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c herangezogen.&nbsp; Der \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c, wie auch der \u201eThe Daily Telegraph\u201c waren lange Zeit die wichtigsten Zeitungen in Sydney. Ebenfalls waren beiden Zeitungen vergleichsweise auflagenstark.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn38\"><sup>[38]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-25 wp-block-paragraph\">Die gesellschaftliche Bedeutung der Zeitungen, sowie die Auflagenst\u00e4rke und damit einhergehende weite Verbreitung in der Bev\u00f6lkerung Sydneys waren ein weiteres zentrales Auswahlkriterium f\u00fcr ihre Nutzung in der nachfolgenden Analyse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-26 wp-block-paragraph\">Wichtigstes Merkmal stellte hierbei allerdings die Erw\u00e4hnung der Deutschsprachigkeit, meist in Form der Nationalit\u00e4t der Migrant:innen, dar. Im Webarchiv \u201cTrove\u201d gibt es eine Vielzahl an weiteren Artikeln beider ausgew\u00e4hlten Zeitungen, aus welchen die Nationalit\u00e4t der Kinder aufgrund der Bezeichnung der Kinder als \u201ceurop\u00e4isch\u201d nicht exakt herauszulesen ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-27 wp-block-paragraph\">Anhand der sechs Analysekategorien, Thema, Art, Zweck, Pro\/Contra Migration, Ton und Bezeichnungen, werden die ausgew\u00e4hlten Artikel bzw. deren Inhalt aufgesplittert und so auch vergleichbar gemacht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-28 wp-block-paragraph\"><strong>\u201eThe Daily Telegraph\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-29 wp-block-paragraph\">\u201eThe Daily Telegraph\u201c wurde im Jahr 1879 gegr\u00fcndet und deckte vor allem die Berichterstattung rund um Sydney ab.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn39\"><sup>[39]<\/sup><\/a>Wie auch \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c erschien \u201eThe Daily Telegraph\u201c immer morgens und war damit unter den Hauptzeitungen in Sydney.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn40\"><sup>[40]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-30 wp-block-paragraph\">Im \u201eThe Daily Telegraph\u201c erschien in der untersuchten Zeitspanne der erste relevante Artikel am 16. November 1943. Unter dem Titel \u201eWant Child Migrant Plans Now\u201c wird \u00fcber Forderungen der British Orphans Adoption Society, Britische und Europ\u00e4ische Kriegs-Waisen nach Australien zu bringen, berichtet. Im Zuge dieser Diskussion wird auch ein Appell f\u00fcr Kinder feindlicher Nationen erw\u00e4hnt. Folgendes Zitat aus einem Interview mit Mr. J. F. Leacock zeigt, dass auch die Inklusion von deutschen Kindern gefordert wurde:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-31 wp-block-paragraph\">\u201eGermans make excellent colonists, and, if brought to Australia at a tender age, I don\u2019t think they couls have been impregnated with Nazi doctrines.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-32 wp-block-paragraph\">Zur generellen Migrationspolitik wird sich hier nicht spezifisch ge\u00e4u\u00dfert. Allerdings l\u00e4sst das Werben f\u00fcr Migration von Kindern auf eine neutrale bis positive Position schlie\u00dfen. \u201eorphans\u201c, \u201echildren\u201c und \u201ewar orphans\u201c werden als Bezeichnungen genutzt.<sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn41\"><sup>[41]<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-33 wp-block-paragraph\">\u201eAlien Child Migrants.&nbsp;Move To Include Young Europeans In Govt.&nbsp;Scheme\u201d ist der Titel eines am 08. Dezember 1944 erschienen Artikels. In diesem Bericht werden Forderungen deutsche und italienische, sowie alliierte Kinder nach Australien zu bringen dargelegt. Die Meinung zur Migrationspolitik allgemein scheint positiv zu sein, da \u00fcber eine geforderte Ausweitung berichtet wird. \u00dcber diese Pl\u00e4ne wird grunds\u00e4tzlich positiv berichtet. Die besprochene Personengruppe wird als \u201ealien child migrants\u201c, \u201eyoung europeans\u201c, \u201egerman\/allied european children\u201c, \u201echild migrants\u201c und \u201echildren\u201c bezeichnet.<sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn42\"><sup>[42]<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-34 wp-block-paragraph\">An einem Samstag, dem 09. Dezember 1944, wurde ein Bericht ver\u00f6ffentlicht, welcher eine Aufenthaltserlaubnis f\u00fcr j\u00fcdische Waisenmigranten thematisiert. Diese wurde der \u201eAustralien Jewish Society\u201c von der australischen Regierung gew\u00e4hrt. Die Organisation erhielt die Erlaubnis 300 \u00f6sterreichische, deutsche, polnische und franz\u00f6sische Kinder nach Australien zu bringen. In diesem Artikel werden besonders die verschiedenen Meinungen zu Herkunft und Alter der Kinder sichtbar. Die \u201eSalvation Army\u201c und das \u201eAustralien Jewish Society\u2019s Children Committee\u201c bef\u00fcrworteten zuvor bereits, dass deutsche und italienische Kinder nach Australien gebracht werden, w\u00e4hrend sich die \u201eDr. Barnado\u2018s Homes\u201c and die \u201eBritish Orphans\u2018 Adoption Society\u201c dagegen ausgesprochen hatten.&nbsp;Der pers\u00f6nliche Sekret\u00e4r der \u201eSalvation Army\u201c \u00e4u\u00dferte sich wie folgt: \u201eWe have no objection to German and Italian child migrants, provided they are under 10 years of age.\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn43\"><sup>[43]<\/sup><\/a>&nbsp;Eine widerspr\u00fcchliche Meinung stammt von einem Manager der \u201cDr. Barnado\u2019s Homes\u201c: \u201eWe should first concentrate on British children, and if we don\u2019t get sufficient, turn to others.\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn44\"><sup>[44]<\/sup><\/a>&nbsp;Die Position zur Migration generell wird neutral gehalten, man zeigt Meinungen beider Seiten. Auch der Ton bleibt neutral. \u201ejewish orphan migrants\u201c, \u201eaustrian\/german\/polish\/french children\u201c, \u201echildren\u201c und \u201echild migrants\u201c werden als Bezeichnungen genutzt.<sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn45\"><sup>[45]<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-35 wp-block-paragraph\">\u201eNo objection to German orphans\u201d, so wird ein Artikel vom 08. Juli 1945 betitelt. In der ersten H\u00e4lfte wird von einer Aussage des australische Politikers Bruce Pie berichtet, welche dieser auf der R\u00fcckreise von einem Besuch der britischen Besatzungszone in Deutschland get\u00e4tigt hatte. Er forderte hier, dass deutsche Kinder als Migrant:innen nach Australien gebracht werden sollten.&nbsp;Dabei beschrieb er deutsche Waisen unter 10 Jahren als \u201elovely, blue-eyed, fair kids, full of life and wondering what all the destruction was about.\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn46\"><sup>[46]<\/sup><\/a>&nbsp;In dieser Aussage finden sich auch die Werte der \u201cWhite Australia policy\u201d wieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-36 wp-block-paragraph\">In der zweiten H\u00e4lfte des Artikels werden Meinungen von B\u00fcrgern aus New South Wales ver\u00f6ffentlicht. Die Aussagen sind mehrheitlich, wenn auch nicht unkritisch, f\u00fcr die Inkludierung von deutschen Kriegs-Waisen. Allerdings nur bis zu einem bestimmten Alter und nur wenn es keine britischen Waisen zur Verf\u00fcgung stehen. Besonders die letzten beiden Befragten und ihre Antworten stechen allerdings aus den vorherigen Aussagen heraus.&nbsp;Ein Arbeiter bezeichnet Deutsche als \u201epretty good race\u201c und gibt folgendes Zitat: \u201eWe must populate our country, so must pick the best from the white people available.\u201d Eine Kellnerin sagt folgendes: \u201cAfter all we have to think of the colored races; and whatever their faults, the German people are white, healthy, and intelligent.\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn47\"><sup>[47]<\/sup><\/a>&nbsp;Diese Aussagen zeigen sehr gut den Aspekt von rassistischen und antisemitischen Argumentationen auf, welche oft in dieser Diskussion mitschwingen. Generell f\u00fcr Migration gestimmt, f\u00e4llt auch der Ton hier eher positiv und wohlwollend aus. Die minderj\u00e4hrigen Migrant:innen werden hier \u201egerman orphans\u201c, \u201egerman children\u201c, \u201ewar orphans\u201c und \u201egerman kids\u201c genannt.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn48\"><sup>[48]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-37 wp-block-paragraph\">Besonders die Arbeitsf\u00e4higkeit der deutschen minderj\u00e4hrigen Migrant:innen wird immer wieder hervorgehoben. Einer der leitenden Organisatoren, welcher f\u00fcr die Immigration von Minderj\u00e4hrigen nach Australien in London verantwortlich war, meinte sogar, dass die deutschen und \u00f6sterreichischen Kinder \u201esuperior physically and mentally to the type of British boy\u201c seien.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn49\"><sup>[49]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-38 wp-block-paragraph\">Nur wenig sp\u00e4ter, am 31. August 1945, erschien ein weiterer Artikel zu dieser Thematik. Es wurde hier \u00fcber Aussagen vom Repr\u00e4sentanten und Politiker George Martens<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn50\"><sup>[50]<\/sup><\/a>&nbsp;berichtet. Dieser sprach sich f\u00fcr \u201ejunge deutsche Kinder Migrant:innen\u201c aus und kommentierte auch die australische Migrationspolitik allgemein, sowie den Umgang von Australier:innen mit Migrant:innen. Hier bedauerte er etwa die Nutzung des Wortes \u201eDagoes\u201c um Italiener zu beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-39 wp-block-paragraph\">Die Berichterstattung bleibt hier neutral, jedoch wird sich im Inhalt klar pro-Migration positioniert. Der Ton bleibt neutral und erz\u00e4hlend. Als Bezeichnungen dienen \u201egerman child migrants\u201c und\u201egerman children\u201c.<sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn51\"><sup>[51]<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-40 wp-block-paragraph\">&nbsp;Der Artikel ist im Zeitraum nach dem Ende des Krieges in Europa erschienen. Gerade diese Zeit stellt einen pr\u00e4gnanten (Wende-)Punkt im Umgang mit immigrierenden Kindern dar.&nbsp; Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gerieten jene Kinder, die vor und w\u00e4hrend dem Krieg nach Australien gekommen waren, immer mehr in Vergessenheit geraten. Der Fokus der Bev\u00f6lkerung, der Regierung und auch der Wohlfahrtsorganisationen wandte sich vielmehr den ankommenden Kindern zu.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn52\"><sup>[52]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-41 wp-block-paragraph\">Am 26. Mai 1946 erschienen im \u201eThe Daily Telegraph\u201c noch zwei zusammengeh\u00f6rende Texte zum Thema der deutschsprachigen, minderj\u00e4hrigen Migrant:innen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-42 wp-block-paragraph\">Zuerst ein kurzer Artikel, welcher einen Einblick in die Pl\u00e4ne und Vorschl\u00e4ge der Migrationspolitik gibt und zuletzt auf den nachfolgenden Artikel verweist. Ein erw\u00e4hnter Vorschlag stammt von dem Direktor des \u201eNational Fitness Council\u201c und beinhaltet folgende \u201eReihenfolge der selektiven Priorit\u00e4t: Gro\u00df Britannien, Skandinavien, Deutschland, Holland, das Baltikum, Frankreich, \u00d6sterreich, Ungarn, und der Balkan.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn53\"><sup>[53]<\/sup><\/a>&nbsp;Der Zweck dieses Artikels scheint neben der Information, vor allem das aufmerksam machen auf den zweiten Artikel zu dem Thema in dieser Ausgebe zu sein. Man scheint die Immigration zu bef\u00fcrworten und der Ton bleibt neutral bis positiv. Es wird hier der Begriff \u201echild migrants\u201c genutzt.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn54\"><sup>[54]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"428\" height=\"456\" src=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-249\" srcset=\"https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet3.png 428w, https:\/\/mom.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Unbegleitet3-282x300.png 282w\" sizes=\"auto, (max-width: 428px) 100vw, 428px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 3: Australian National Maritime Museum.\u00a0<em>Alfonsas Savickis, Lithuanian migrant<\/em>.\u00a0Fotografiert am 4. Januar 1949. Wikimedia Commons. Zugriff am 13. April 2025.<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Alfonsas_Savickis,_Lithuanian_migrant_(8400341571).jpg\"><\/a><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Alfonsas_Savickis,_Lithuanian_migrant_(8400341571).jpg\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Alfonsas_Savickis,_Lithuanian_migrant_(8400341571).jpg<\/a><br>\u00a0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-43 wp-block-paragraph\">Bereits 1940 wurden von britischen und australischen Repr\u00e4sentanten Gespr\u00e4che zur Aufnahme von alliierten Waisenkindern gef\u00fchrt. Hier sollten jedoch die Kinder nach Nationalit\u00e4t selektiert und priorisiert werden. Man erkl\u00e4rte sich damit einverstanden, zun\u00e4chst niederl\u00e4ndische, belgische, d\u00e4nische und norwegische Kinder aufzunehmen. Erst etwas sp\u00e4ter kam es zum offiziellen Entschluss auch deutschsprachige Kinder aufzunehmen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn55\"><sup>[55]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-44 wp-block-paragraph\">Der zweite am 26. Mai 1946 erschienene Artikel ist ein Leserbrief von Sydney H. Deamer. Betitelt mit \u201eLetter from an angry man. Can You hear the cry of Europe\u2019s children?\u201d fordert der Autor Hilfe f\u00fcr j\u00fcdische Kinder und will Menschen mit seinem Brief zur Hilfe bewegen. Als Einstieg nutzt der Autor eine Geschichte aus dem Alltag und regt dann an sich in die Situation der j\u00fcdischen Kinder hineinzuversetzen und sich Australier:innen an deren Stelle vorzustellen. Anschlie\u00dfend wird argumentiert, dass Hilfe und Immigration in gro\u00dfem Umfang durchaus m\u00f6glich seien. Zuletzt spricht sich Deamer auch gegen Antisemitismus und die daraus resultierende Ablehnung aus. Der Migration sehr positiv gestimmt, setzt sich dieser Leserbrief durch den pers\u00f6nlichen, emotionalen Ton stark von den anderen Artikeln ab. Durch Vergleiche und eine emotions-basierte Erz\u00e4hlweise wird das Thema nahbar. Deutschsprachige Kinder werden nicht spezifisch erw\u00e4hnt, allerdings l\u00e4sst sich eine gewisse Inklusion aufgrund des Kontextes annehmen. Die behandelten Personen werden meist schlicht als \u201echildren\u201c oder \u201ejewish children\u201c bezeichnet. Aufgrund der Verortung dieser Zeitung ist besonders die Aussprache gegen Antisemitismus eher \u00fcberraschend.&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn56\"><sup>[56]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-45 wp-block-paragraph\"><strong>\u201eThe Sydney Morning Herald\u201d<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-46 wp-block-paragraph\">\u201eThe Sydney Herald\u201c wurde im Jahr 1831 als Wochenzeitung gegr\u00fcndet. Bereits wenige Jahre nach der Gr\u00fcndung wurde \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c zur Tageszeitung.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn57\"><sup>[57]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-47 wp-block-paragraph\">\u201eThe Sydney Morning Herald\u201c war nach der britischen Tradition gepr\u00e4gt, dies war auch am Layout erkennbar.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn58\"><sup>[58]<\/sup><\/a>&nbsp;Damit ist \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c die l\u00e4ngste durchgehend publizierte Zeitung Australiens.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn59\"><sup>[59]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-48 wp-block-paragraph\">Auch im \u201eThe Sydney Morning Herald\u201d finden sich einige Artikel zum Thema der deutschsprachigen, minderj\u00e4hrigen Migrant:innen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-49 wp-block-paragraph\">Der erste im untersuchten Zeitraum publizierte Artikel ist ein Leserbrief vom 21. J\u00e4nner 1944. Der Autor schw\u00e4cht hier Argumente gegen Migration ab und spricht auch rassistisch motivierte Ausgrenzung an: \u201eColoured races are among out allies in \u201ethe fight against Fascism\u201c.&nbsp;They are dying to keep Australia free, if not necessarily \u201cwhite\u201d.\u201d Trotzdem sollen zu allererst britische Migrant:innen genutzt werden. Dies wird wie folgt argumentiert: \u201efor the British remain a race of individualists and colonisers\u201d.&nbsp;Deutsche wurden auf Platz vier gereiht, da sie bereits im vorherigen Jahrhundert gute Siedler gewesen seien. Dieser Leserbrief erw\u00e4hnt Kriegs-Waisen nicht eigens, allerdings werden hier die gew\u00fcnschten Voraussetzungen und Unterschiede in der Behandlung verschiedener europ\u00e4ischer Nationalit\u00e4ten sehr gut sichtbar. Allgemein scheint man die Migration zu bef\u00fcrworten und auch der Ton bleibt neutral bis positiv.<sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn60\"><sup>[60]<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-50 wp-block-paragraph\">&nbsp;Im Jahr 1944 wurde das Umschwenken der \u00f6ffentlichen Meinung, wie auch die Ansicht der australischen Regierung hinsichtlich Immigration von Kindern immer positiver. Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits weitere Pl\u00e4ne in Bezug auf die Aufnahme von Kindern nach dem Kriegsende gemacht. Von Seiten der Regierung war man jedoch nur bereit eine bestimmte, sehr limitierte Anzahl an nicht britischen Waisenkindern in Australien aufzunehmen.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn61\"><sup>[61]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-51 wp-block-paragraph\">Der Diskurs um minderj\u00e4hrige, unbegleitete, deutschsprachige Migrant:innen ist im \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c in den Jahren 1947 und 1948 besonders ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-52 wp-block-paragraph\">Ein Artikel vom 27. Juni 1947 tr\u00e4gt den Titel \u201eGerman Children Urged As Migrants\u201c. \u201eSydney\u2019s women\u2019s organisations favour German children as suitable migrants for Australia.\u201d<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn62\"><sup>[62]<\/sup><\/a>, so wird der Bericht \u00fcber die Migrations-Debatte begonnen. Es wird berichtet, dass Kinder zwischen zwei und sieben Jahre alt sein sollten und dass man sich gegen den Vorschlag deutsche M\u00e4dchen zwischen 15 und 18 Jahre nach Australien zu bringen, ge\u00e4u\u00dfert hat. Es gab auch Stimmen f\u00fcr Migrant:innen aus nicht feindlichen L\u00e4ndern.&nbsp;Zudem werden Aussagen zur Assimilation genannt: \u201eWe must remember that as soon as migrants step ashore we want them to become Australians, and we should think of them as Australians, not foreigners.\u201d, \u201cWe must be prepared to allow migrants to keep their own cultural patterns and not to push them around of we want them to come to Australia.\u201d&nbsp;&nbsp;Hier wird klar f\u00fcr Migration Stellung ergriffen und auch der Ton ist \u00e4u\u00dfert positiv. Die Kinder werden hier mit den Worten \u201egerman children\u201c, \u201echildren\u201c und \u201echild migrants\u201c bezeichnet.<sup><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn63\"><sup>[63]<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-53 wp-block-paragraph\">Ein weiterer Artikel im Zusammenhang mit Women\u2019s Groups erschien nur einen Tag sp\u00e4ter am 28. Juni 1947. Dieser Leserbrief wurde von einer Frau verfasst und tr\u00e4gt den Titel \u201eThe Women\u2019s View \u2013 Signs Of Women\u2019s Unity?\u201c. Es wird hier \u00fcber die Arbeit und auch Probleme der Women\u2019s Organisations berichtet. Ein Absatz ist speziell den Migrationspl\u00e4nen rund um Kinder gewidmet. Die Autorin spricht sich klar f\u00fcr Migration aus und gibt an, dass die Sydney Women\u2019s Organisations besonders deutsche Kinder als geeignet ansehen. Die Herkunft der Kinder sei jedoch nicht ausschlaggebend und man solle sich auch kranker und schwacher Kinder annehmen. Zudem sollten Migranten dieselben M\u00f6glichkeiten wie australische Kinder bekommen. Dieser Leserbrief soll sowohl berichten als auch f\u00fcr die Sache werben. Es wird sich hier klar pro Migration positioniert und der Ton ist allgemein, aber besonders auch im Bezug auf die Kinder, sehr positiv und wohlwollend. Bezeichnet werden diese als \u201einnocent victims of war\u201c, \u201emigrants\u201c und \u201echild migrants\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn64\"><sup>[64]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-54 wp-block-paragraph\">Am 30. Dezember 1947 wurde ein Artikel in der Rubrik Women\u2019s News unter dem Titel \u201eSchemes To Aid Desstitute German People\u201c publiziert. Hier wird \u00fcber Margaret Watts und ihre Projekte zur Hilfe der deutschen Menschen berichtet. Watts war Teil einer Hilfseinheit in Deutschland und wirbt f\u00fcr die Immigration junger deutscher Kinder und deutscher M\u00e4dchen und Frauen, sowie f\u00fcr individuelle Beteiligung beim Problem der Essensversorgung in Deutschland. Der Plan deutsche Kinder nach Australien zu bringen habe zudem die Zustimmung des Ministers f\u00fcr Einwanderung. Au\u00dferdem seien bereits 500 Waisen ausgew\u00e4hlt worden, welche mit Zustimmung bereit zur Abreise w\u00e4ren. Es werden die hier erw\u00e4hnten Bem\u00fchungen mit diesem Artikel beworben und die Einstellung zur Migration ist positiv. Auch der Ton f\u00e4llt allgemein sehr positiv aus und es werden die Begriffe \u201egerman children\u201c und \u201eorphans\u201c genutzt.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn65\"><sup>[65]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-55 wp-block-paragraph\">\u201eAustralian Home For German Orphans After Struggle\u201d ist der Titel eines am 15. J\u00e4nner 1948 erschienenen Artikels. Dieser hebt sich stark von den bisherigen Texten ab. Erz\u00e4hlt wird hier der Fall einer Adoption von zwei deutschen Waisen durch eine Familienangeh\u00f6rige. Dieses Vorhaben gestaltete sich aufgrund der komplizierten B\u00fcrokratie allerdings sehr schwierig. Der Artikel berichtet auch von der gegl\u00fcckten \u00dcberfahrt und dem baldigen Ankommen der Kinder und endet wie folgt: \u201eAll they will know is that at long last they have reached a new home.\u201c Dieser pers\u00f6nliche Bericht wirkt der Migration positiv gestimmt und auch der Ton ist \u00fcberwiegend positiv, allerdings wird die B\u00fcrokratie stark kritisiert. Als Bezeichnung der beiden Kinder dient \u201egerman orphans\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn66\"><sup>[66]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-56 wp-block-paragraph\">Ein letzter Artikel in dieser Zeitspanne erschien am 14. Dezember 1948. Unter dem Titel \u201eOrphans From Germany. May Be Adopted Here\u201d wird \u00fcber Kinder berichtet, welche in einem Center adoptiert werden k\u00f6nnten. Sie w\u00fcrde aus einem Lager f\u00fcr Vertriebene in Deutschland stammen, w\u00e4ren sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt worden und nicht \u00e4lter als sieben Jahre. Sp\u00e4ter k\u00f6nnten auch Kinder aus anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern folgen. Es g\u00e4be gro\u00dfen Andrang f\u00fcr solche Vorhaben und die Kinder w\u00fcrden bis zur Adoption unter dem Vormund des Ministers f\u00fcr Einwanderung stehen. Zudem wird \u00fcber die m\u00f6gliche Einwanderung von Familien informiert. Die Stellung zur Migration ist positiv und der Ton bleibt neutral. Die minderj\u00e4hrigen Migrant:innen werden als \u201eorphan children\u201c, \u201echild migrants\u201c und \u201echildren\u201c bezeichnet.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn67\"><sup>[67]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-57 wp-block-paragraph\">Die Bestrebungen einer assimilierten Zukunft der eingewanderten Kinder wurde vor allem durch Zeitungen, allen voran dem \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c getragen. Ab 1948 ver\u00f6ffentlichte \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c immer mehr Artikel, welche die Assimilation positiv darstellten. Dabei wurde die Rolle des Innenministers als gesetzlicher Vormund als bedeutende Hilfestellung zur \u201eAustralisierung\u201c der Kinder besonders betont.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn68\"><sup>[68]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-58 wp-block-paragraph\">Bereits im Jahr 1946 wurde in Australien der Immigration (Guardianship of Children) Act erlassen. Damit wurde der Innenminister automatisch zum Vormund f\u00fcr unbegleitete Minderj\u00e4hrige gemacht.<a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftn69\"><sup>[69]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-59 wp-block-paragraph\"><strong>Vergleich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-60 wp-block-paragraph\">Generell l\u00e4sst sich im \u201eThe Daily Telegraph\u201c feststellen, dass die Artikel bzw. deren Autoren der Migration \u00fcberwiegend positiv gesinnt sind und die deutschsprachigen Migrant:innen unter gewissen Voraussetzungen als willkommene Erg\u00e4nzung in der Migrationspolitik gesehen werden. Anfangs ist noch etwas mehr Ablehnung sp\u00fcrbar und europ\u00e4ische Kinder werden nur als m\u00f6gliche Alternative betrachtet, falls es keine passenden britischen Kinder gibt. Nach und nach wird hier allerdings mehr Potential gesehen. Der Vergleich mit weniger erw\u00fcnschten Nationalit\u00e4ten bleibt jedoch in der Argumentation erhalten. Die Bedingung einer Altersgrenze bleibt konstant bestehen. Oft wird ein Limit von 6 Jahren festgelegt. Dies soll eine reibungslose Assimilation gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-61 wp-block-paragraph\">Im \u201eThe Sydney Morning Herald\u201d ist die Position im Bezug auf die Migration \u00e4hnlich. Alle gefundenen Artikel sprechen sich daf\u00fcr aus. Der Ton bleibt \u00fcberwiegend neutral bis sehr positiv und die Kinder werden \u00fcberwiegend in einem sehr positiven Licht dargestellt. Hier f\u00e4llt allerdings auf, dass die Einstufung der deutschen Waisen als zweitbeste Alternative zu britischen Kindern dezidiert nur im ersten Artikel stattfindet. Dies ist eher \u00fcberraschend, da durch die \u201cWhite Australia policy\u201d britische Kinder lange Zeit als ideale und bevorzugte&nbsp;&nbsp;Migrant:innen angesehen wurden. Danach werden deutschsprachige, minderj\u00e4hrige Migrant:innen zunehmend als sehr gut geeignet und Chance f\u00fcr Australien gesehen. Eine gewisse Altersgrenze f\u00fcr potenzielle Migrant:innen wird auch hier immer wieder erw\u00e4hnt. Im Gegensatz zu den eher formellen Berichten des \u201eThe Daily Telegraph\u201c sind Artikel der Zeitung \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c teils emotionaler aufgeladen und zeigen die Empathie der jeweiligen Autor:innen. Dies k\u00f6nnte auch auf die mehrfache Involvierung von Frauen-Organisationen zur\u00fcckzuf\u00fchren sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-62 wp-block-paragraph\">Die Bezeichnungen \u00e4hneln sich in beiden Zeitungen. Im \u201eThe Daily Telegraph\u201c werden allerdings die Nationalit\u00e4ten der Kinder den Bezeichnungen in mehr Artikeln vorangestellt als im \u201eThe Sydney Morning Herald\u201c. \u201eChild migrants\u201c, \u201eorphans\u201c und \u201echildren\u201c werden in beiden Publikationen am h\u00e4ufigsten verwendet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-63 wp-block-paragraph\"><strong>Conclusio<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-64 wp-block-paragraph\">Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Berichterstattung im \u201eThe Sydney Morning Herald&#8221; als auch im \u201eThe Daily Telegraph\u201c den damaligen gesellschaftlichen Diskursen entspricht. W\u00e4hrend rund um das Ende des Zweiten Weltkrieges noch etwas Zur\u00fcckhaltung herrscht, wird diese Haltung nach dem Ende des Krieges immer weiter aufgeweicht. Mit dem vermehrten Aufkommen des \u201epopulate or perish\u201c-Gedankens nimmt auch die allgemeine Ablehnung von nicht britischen Einwander:innen ab. Die Bedenken rund um den Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang werden deutlich. In Bezug darauf wird beispielsweise ein Zitat ver\u00f6ffentlicht, welches die Immigration der \u201ebesten wei\u00dfen Einwander:innen\u201c fordert. Hier ist die sogenannte \u201eWhite Australia policy\u201c in hohem Ma\u00dfe bemerkbar. Dabei ist relevant, dass vor allem wei\u00dfe Kinder nach Australien einwandern sollen. Besonders britische Kinder stellen aus australischer Sichtweise die idealen Immigrant:innen dar. Dies wird auch in den untersuchten Artikeln immer wieder deutlich gemacht. Im Folgenden wird unter den europ\u00e4ischen Nationen selektiert und priorisiert. Dabei herrschten zahlreiche rassistische Vorurteile. Als Substitut f\u00fcr britische Kinder, wurden in weiterer Folge auch deutsche bzw. deutschsprachige (Waisen-)Kinder als passende Immigrant:innen angesehen. Ein zentraler Aspekt dabei ist auch, dass deutsche Migrant:innen wei\u00df sind. Dabei werden im Zusammenhang mit deutschen Migrant:innen immer wieder \u00c4u\u00dferlichkeiten erw\u00e4hnt. So werden beispielsweise Merkmale wie blaue Augen und blonde Haare betont. Ebenfalls ist der Status als Waisenkinder und ein m\u00f6glichst junges Alter erw\u00fcnscht. Kinder unterhalb einer bestimmten Altersgrenze gelten als zu \u201eguten Australier:innen\u201c erziehbar. Gerade die Altersgrenze wird in einer Vielzahl der untersuchten Artikel erw\u00e4hnt und damit die Assimilationsf\u00e4higkeit der Kinder hervorgehoben. Ein weiterer, mit der Altersgrenze zusammenh\u00e4ngender Faktor, ist das \u00f6konomische Potential, welches Kinder mitbringen. Kinder haben ihr gesamtes Erwerbsleben noch vor sich und es ist ihnen damit m\u00f6glich, dieses in Australien zu verbringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-65 wp-block-paragraph\">Die Berichterstattung \u00fcber deutschsprachige, minderj\u00e4hrige und unbegleitete Kinder ist somit durchaus positiv gepr\u00e4gt. Die Haltung gegen\u00fcber den Kindern h\u00e4ngt jedoch auch vom Erf\u00fcllen der von australischer Seite gew\u00fcnschten, vielfach \u00e4u\u00dferlichen Merkmalen ab. Durch den kombinatorischen Blick dieser Arbeit, welche die Teilung der Forschung rund um die Thematik in jene vor und in jene nach 1945 trennt, konnte der Wandel zwischen Ablehnung, Assimilation und Akzeptanz dargestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Kathleen Freeman,&nbsp;<em>If Any Man Build\u202f: The History of the Save the Children Fund<\/em>. London: Hodder and Stoughton, 1965, 39.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;Glen Palmer, \u201cRELUCTANT REFUGE: Unaccompanied Refugee and Evacuee Children in Australia\u201d, 1933-45, phil.&nbsp;Diss., University of Adelaide 1995, 1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;Palmer, \u201cRELUCTANT REFUGE\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;Trove ist ein online frei zug\u00e4ngliches Forschungsportal. Dabei handelt es sich um eine Kooperation der australischen Nationalbibliothek mit vielen anderen australischen Partnerorganisationen und Museen. Unter anderem sind auch diverse Zeitungsartikel archiviert. (https:\/\/trove.nla.gov.au\/)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;Michele Langfield, \u201cMemories of Jewish Child Refugees in Australia\u201d, In: Holocaust Studies 16:3 (2010), 79-94.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;Ruth Balint, \u201cChildren Left Behind: Family, Refugees and Immigration in Postwar Europe\u201d, In: History Workshop Journal, No. 82 (AUTUMN 2016), 151-172.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;Palmer, \u201cRELUCTANT REFUGE\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;Glen Palmer, \u201cSeventeen Children: Australia&#8217;s Response To German Jewish Refugee Children 1933-1945\u201d, Melbourne 1995.;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Glen Palmer, \u201cResilience in child refugees: An historical study\u201d, In: Australasian Journal of Early Childhood 25(3) (2000).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Charles Price, \u201cImmigration Policies and Refugees in Australia\u201d, In: The International Migration Review , Spring &#8211; Summer, 1981, Vol. 15, No. 1\/2, (1981), 99-108.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;Karen Agutter, \u201cFated to be Orphans: The Consequences of Australia\u2019s Post-War Resettlement Policy on Refugee Children\u201d, In: Children Australia, Vol. 41, Nr. 3 (2016), 224-231.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Susan Jacobowitz, \u201cREFFOS, WOGS AND DAGOES: The Immigration Experience In Post-World War II Australia\u201d, New York 2016.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;Suzanne D. Rutland, \u201cA Distant Sanctuary: Australia and Child Holocaust Survivors\u201d, In:&nbsp;Simone Gigliotti und Monica Tempian (Hg.), The Young Victims of the Nazi Regime: Migration, the Holocaust and Postwar Displacement, London 2016, 71-90..<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Philipp Strobl, \u201cAustrian-Jewish Refugees in Pre- and Wartime Australia Ambivalent Experiences of Encounter\u201d, In: Zeitgeschichte, Heft 2 (2021), 2.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Graeme Hugo, \u201cChange and Continuity in Australian International Migration Policy.\u201d, In: The International Migration Review 48, no. 3 (2014), 868\u201390, 869.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Price, \u201cImmigration Policies and Refugees in Australia\u201d, 99.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;Hugo, \u201cChange and Continuity in Australian International Migration Policy.\u201d, 869.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;Patrick Ongely und David Pearson, \u201cPost-1945 International Migration: New Zealand, Australia and Canada Compared.\u201d, In: The International Migration Review 29, no. 3 (1995), 765\u201393.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>&nbsp;Eve Lester,&nbsp;&nbsp;\u201cAUSTRALIAN RESPONSES TO REFUGEE JOURNEYS: Matters of Perspective and Context.\u201d, In: Refugee Journeys: Histories of Resettlement, Representation and Resistance, edited by Jordana Silverstein and Rachel Stevens, 1st ed., ANU Press (2021), 23-50, 23.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>&nbsp;James Jupp, \u201cFrom \u201c\u2018White Australia\u2019 to \u2018Part of Asia\u2019: Recent Shifts in Australian Immigration Policy Towards the Region.\u201d, In: The International Migration Review 29, no. 1 (1995), 207\u201328, 208.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>&nbsp;Astrid Tumpold-Juri, SKIM OFF THE CREAM: Auswanderung von \u00d6sterreich nach Australien 1947-1978, Dissertation Universit\u00e4t Graz (2008), 41.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>&nbsp;James Jupp, \u201cFrom \u201c\u2018White Australia\u2019 to \u2018Part of Asia\u2019: Recent Shifts in Australian Immigration Policy Towards the Region.\u201d, In: The International Migration Review 29, no. 1 (1995), 207\u201328, 208.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>&nbsp;Ongley, Pearson, \u201cPost-1945 International Migration\u201d, 771-772.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>&nbsp;Sev A. Ozdowski, \u201cThe Law, Immigration and Human Rights: Changing the Australian Immigration Control System.\u201d, In: The International Migration Review 19, no. 3 (1985), 535\u201354.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>&nbsp;Ongley, Pearson, \u201cPost-1945 International Migration\u201d, 771-772.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>&nbsp;Andrew Markus, \u201cLabour and Immigration 1946-9: The Displaced Persons Program.\u201d, In: Labour History, no. 47 (1984),73\u201390, 86.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>&nbsp;Andrew Markus, \u201cLabor and Immigration: Policy Formation 1943-5\u201d, In: Labour History, no. 46 (1984), 21\u201333, 27.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>&nbsp;Markus, \u201cLabor and Immigration: Policy Formation 1943-5\u201d, 27.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>&nbsp;Jupp, \u201cFrom \u201c\u2018White Australia\u2019 to \u2018Part of Asia\u2019, 208.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>&nbsp;Markus, \u201cLabor and Immigration: Policy Formation 1943-5\u201d, 21\u201333.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>&nbsp;Palmer, \u201cRELUCTANT REFUGE\u201d, 125.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>&nbsp;Markus, \u201cLabor and Immigration: Policy Formation 1943-5\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>&nbsp;Palmer, \u201cRELUCTANT REFUGE\u201d, 4-5.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref33\"><sup>[33]<\/sup><\/a>&nbsp;= United Nations Relief and Rehabilitation Administration<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref34\"><sup>[34]<\/sup><\/a>&nbsp;Simone Gigliotti und Monica Tempian (Hg.), The Young Victims of the Nazi Regime: Migration, the Holocaust and Postwar Displacement, London 2016.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref35\"><sup>[35]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;= International Refugee Organisation<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref36\"><sup>[36]<\/sup><\/a>&nbsp;Tumpold-Juri, \u201eSKIM OFF THE CREAM\u201c, 81.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref37\"><sup>[37]<\/sup><\/a>&nbsp;Jacobowitz, \u201cREFFOS, WOGS AND DAGOES\u201d, 78.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref38\"><sup>[38]<\/sup><\/a>&nbsp;Victor Isaacs und Rod Kirkpatrick, Two hundred years of Sydney newspapers: A Short History, Sydney 2003, 8.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref39\"><sup>[39]<\/sup><\/a>&nbsp;The Daily Telegraph (Sydney), Museum of Australian Democracy at Old Parliament House, URL:&nbsp;<a href=\"https:\/\/moadoph.gov.au\/explore\/behind-the-lines\/the-daily-telegraph-sydney\">https:\/\/moadoph.gov.au\/explore\/behind-the-lines\/the-daily-telegraph-sydney<\/a>&nbsp;(abgerufen am 20.02.2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref40\"><sup>[40]<\/sup><\/a>&nbsp;Isaacs, Kirkpatrick, Two hundred years of Sydney newspapers and Rod, 8.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref41\"><sup>[41]<\/sup><\/a><sup>&nbsp;<\/sup>Want Child Migrant Plans Now, The Daily Telegraph, 16.11.1943, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/247809367\/27292229.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref42\"><sup>[42]<\/sup><\/a>&nbsp;Alien Child Migrants, The Daily Telegraph, 08.12.1944, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/248072752\/27314894 .<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref43\"><sup>[43]<\/sup><\/a>&nbsp;Permit For Jewish Orphan Migrants, The Daily Telegraph, 09.12.1944, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/248070982\/27314918.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref44\"><sup>[44]<\/sup><\/a>&nbsp;Permit For Jewish Orphan Migrants, The Daily Telegraph, 09.12.1944, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/248070982\/27314918.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref45\"><sup>[45]<\/sup><\/a>&nbsp;Permit For Jewish Orphan Migrants, The Daily Telegraph, 09.12.1944, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/248070982\/27314918.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref46\"><sup>[46]<\/sup><\/a>&nbsp;No objection to German orphans, The Daily Telegraph, 08.07.1945, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/247637055\/27283623.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref47\"><sup>[47]<\/sup><\/a>&nbsp;No objection to German orphans, The Daily Telegraph, 08.07.1945, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/247637055\/27283623.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref48\"><sup>[48]<\/sup><\/a>&nbsp;No objection to German orphans, The Daily Telegraph, 08.07.1945, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/247637055\/27283623.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref49\"><sup>[49]<\/sup><\/a>&nbsp;Palmer, \u201cRELUCTANT REFUGE\u201d, 64.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref50\"><sup>[50]<\/sup><\/a>&nbsp;People Australia, Georg William Martens, URL:&nbsp;&nbsp;https:\/\/peopleaustralia.anu.edu.au\/biography\/martens-george-william-34460 (abgerufen am 11.04.2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref51\"><sup>[51]<\/sup><\/a>&nbsp;Young German Child Migrants Advocated, The Daily Telegraph, 31.08.1945, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/247633007\/27284967.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref52\"><sup>[52]<\/sup><\/a>&nbsp;Palmer, \u201cSeventeen Children\u201d, 95.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref53\"><sup>[53]<\/sup><\/a>&nbsp;Many suggestions on child migration, The Daily Telegraph, 26.05.1946, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/248505919\/27447483.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref54\"><sup>[54]<\/sup><\/a>&nbsp;Many suggestions on child migration, The Daily Telegraph, 26.05.1946, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/248505919\/27447483.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref55\"><sup>[55]<\/sup><\/a>&nbsp;Palmer, \u201cRELUCTANT REFUGE\u201d, 129.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref56\"><sup>[56]<\/sup><\/a>&nbsp;Letter form an angry man. Can you hear the cry of Europe\u2019s children?, The Daily Telegraph, 26.05.1946, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/248505952\/27447478.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref57\"><sup>[57]<\/sup><\/a>&nbsp;A history of the Herald, The Sydney Morning Herald, URL: https:\/\/www.smh.com.au\/national\/a-history-of-the-herald-20031125-gdhuol.html (abgerufen am 20.02.2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref58\"><sup>[58]<\/sup><\/a>&nbsp;Isaacs, Kirkpatrick, Two hundred years of Sydney newspapers and Rod, 14.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref59\"><sup>[59]<\/sup><\/a>&nbsp;The Sydney Herald (NSW: 1831-1842), TROVE, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/title\/37 (abgerufen am 20.02.2025).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref60\"><sup>[60]<\/sup><\/a>&nbsp;Letters. Immigration and Defence, The Sydney Morning Herald, 21.01.1944, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/27941963\/1087246.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref61\"><sup>[61]<\/sup><\/a>&nbsp;Palmer, \u201cRELUCTANT REFUGE\u201d, 176-177.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref62\"><sup>[62]<\/sup><\/a>&nbsp;German Children Urged As Migrants, The Sydney Morning Herald, 27.06.1947, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/18032674\/1007379.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref63\"><sup>[63]<\/sup><\/a>&nbsp;German Children Urged As Migrants, The Sydney Morning Herald, 27.06.1947, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/18032674\/1007379.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref64\"><sup>[64]<\/sup><\/a>&nbsp;The Women\u2019s View &#8211; Signs Of Womens\u2019s Unity, The Sydney Morning Herald, 28.06.1947, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/27901304\/1007406.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref65\"><sup>[65]<\/sup><\/a>&nbsp;Schemes To Aid Destitute German People, The Sydney Morning Herald, 30.12.1947, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/18055614\/1011491.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref66\"><sup>[66]<\/sup><\/a>&nbsp;Australian Home For German Orphans After Struggle, The Sydney Morning Herald, 15.01.1948, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/18057391\/1011703.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref67\"><sup>[67]<\/sup><\/a>&nbsp;Orphans From Germany. May Be Adopted Here, The Sydney Morning Herald, 14.12.1948, trove, URL: https:\/\/trove.nla.gov.au\/newspaper\/article\/18097575\/1016446.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref68\"><sup>[68]<\/sup><\/a>&nbsp;Jordana Silverstein, \u2018The Beneficent and Legal Godfather\u2019: A History of the Guardianship of Unaccompanied Immigrant and Refugee Children in Australia, 1946\u20131975.\u201d&nbsp;<em>The History of the Family<\/em>&nbsp;22 (4): 446\u201365. doi:10.1080\/1081602X.2016.1265572, 2017, 459.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/9B2F6059-F27C-4D6F-9A4A-57C0362CAA00#_ftnref69\"><sup>[69]<\/sup><\/a>&nbsp;Silverstein, The Beneficent and Legal Godfather\u2019, 447.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Aufsatzsammlung analysiert die Darstellung und Diskussion von Flucht und Migration in der australischen Presse der sp\u00e4ten 1930er Jahre. 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